Bibliothek

1946 - Gründung des Landes Rheinland-Pfalz

Am 30.8.1946 erließ der französische General Pierre M. Koenig zwei Verordnungen; die eine betraf die Schaffung eines rheinland-pfälzischen Landes, die andere die Einführung von Wahlen. Die fünf Regierungsbezirke Koblenz, Trier, Montabaur, Mainz und Pfalz, mit Mainz als Hauptstadt (39 Kreise) wurden geschaffen (galt bis zu Neuverteilung in den Jahren 1968-72) und die Einsetzung einer Landesregierung unter dem CDU-Politiker Wilhelm Boden verfügt. Desweiteren wurde die Ausarbeitung einer Verfassung in die Wege geleitet, über die durch einen Volksentscheid abgestimmt werden sollte. Die französische Besatzungszone bestand aus: Baden (nur südlicher Teil), Rheinland-Pfalz, Saarland und Württemberg- Hohenzollerns.

Am 18.5.1947 wurde per Volksabstimmung die Verfassung angenommen. Die Rheinhessen sprachen sich mehrheitlich gegen die Annahme der Verfassung aus. Das positive Votum kam nur durch die größere Zahl von Ja-Stimmen in den nördlichen Landesteilen zustande.

Die Bundesrepublik Deutschland wird am 23.05.1949 gegründet, Rheinland-Pfalz wird Bundesland.

Die Rheinhessen konnten sich nach dem 2. Weltkrieg nur schwer mit dem neuen Staatsgebilde identifizieren. In einer Volksabstimmung 1956 waren 20,2% der Wahlberechtigten für eine Eingliederung des Regierungsbezirks Rheinhessen in das Land Hessen. Inzwischen hat sich dies grundlegend gewandelt; im Volksentscheid von 1975 bekannten sich die Rheinhessen mehrheitlich zum Bundesland Rheinland-Pfalz.