Der Wormser Reichstag 1521
Auf dem Reichstag, den Kaiser Karl V. 1521 nach Worms einberief, stand der Herrscher am 17. April 1521 Martin Luther gegenüber. Dieser bekannte sich vor Kaiser und Reich zu seinen Schriften und weigerte sich zu widerrufen. Das Wormser Edikt, Acht und Bann gegen Luther, konnten aber den Lauf der Reformation nicht hemmen. Mit dem auf dem Reichstag beschlossenen Edikt wurde die Reichsacht über Martin Luther verhängt. Es bestätigt damit den kirchlichen Bann, der schon am 13. Januar gegen Luther ausgesprochen worden war. Kurfürst Friedrich der Weise hatte den "vogelfreien" Luther aber bereits am 4. Mai in Schutzhaft genommen.
Das weltweit größte Denkmal der Reformation - das Lutherdenkmal in Worms - erinnert an diesen weltgeschichtlich bedeutenden Tag.
Der Reichstag von 1521 war aber auch in anderer Hinsicht wichtig. Er bestätigte den Ewigen Landfrieden und das Reichskammergericht. Das sogenannte "Zweite Reichsregiment" wurde aufgerichtet, es soll die Regierungsgeschäfte übernehmen, wenn der Kaiser außerhalb des Reiches weilt, was bei Kaiser Karl V. immerhin von 1521 bis 1530 der Fall war. Dennoch blieb das Reichsregiment von untergeordneter Bedeutung.
Redakt. Bearb. S.G.
