Zeitrechnung - Chronologie

Ostertafel aus dem 12. Jahrhundert

Chronologie ist die Wissenschaft von der Zeit, ihrer Einteilung "in möglichst gleichmäßige endliche Abschnitte und der damit gegebenen Möglichkeit, Zeit zu "messen", bzw. mit ihr zu rechnen.
Mit Einstein kann man es auf drei Worte bringen: Zeit ist relativ! Seit jeher haben Menschen aller Kulturen Zeit in verschiedensten Formen eingeteilt und gemessen. Oftmals hat sogar dieselbe Kultur unterschiedliche Zeitrechnungssysteme entwickelt, die einander nicht einfach nur ablösten, sondern manchmal auch gleichzeitig gültig waren. Dies ist bis zum heutigen Tage so: Trotz Globalisierung ist nicht für jeden Menschen derselbe Tag oder dasselbe Jahr.

Wann immer Sie eine frühere Datumsangabe zu berechnen haben, oder Sie einen Tag des französischen Revolutionskalenders in unserer Zeitrechnung ausdrücken möchten, wird Ihnen der Kalenderrechner von Ortelius weiterhelfen. Die Homepage hält aber auch noch andere Überraschungen bereit.
Wer Datumsberechnungen lieber selbst vornehmen möchte, greift am besten zum Grotefend onlíne - Glücklicherweise ist dieses grundlegende Werk (Hermann Grotefend: Zeitrechnung des Deutschen Mittelalters und der Neuzeit. 1891/92, auch als Taschenbuch der Zeitrechnung erschienen) auch (teilweise) "online" verfügbar.

Auf den Seiten von Ortelius erhält man einen guten Überblick über die astronomische und historische Zeitrechnung, über die verschiedenen Kalender und die sich im Laufe der Geschichte wandelnden Jahres- und Tagesberechnungen.
Die Grotefend-Seiten richten sich speziell an den Historiker und beantworten wohl die meisten Fragen des Ratsuchenden.

Zur obigen Abbildung: Die Ostertafel, entstanden in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, zeigt den gesamten julianischen Osterzyklus von 532 Jahren. Sie beginnt im Jahre 1064 mit dem Mondbuchstaben "B" links oben und endet 1595 mit "L"; Redakt. Bearb. S.G.