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„Auswanderungen aus dem deutschen Südwesten nach Russland im 18. und 19. Jahrhundert"
Kategorie: Vorträge, Saarlandportal
Datum: 25.01.2007
Als Referent konnte der stellvertretende Leiter des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde Roland Paul gewonnen werden.
Der Vortrag findet am Donnerstag, 25. Januar 2007, um 19.30 Uhr im Foyer der Bliesgaufesthalle Blieskastel beim Historischen Verein Blieskastel statt.
Der Referent zum Thema:
''Waren die Pfalz und die angrenzenden Regionen noch im 17. Jahrhundert ein begehrtes Zielland vieler Einwanderer, so wurde das Gebiet im 18. Jahrhundert zu einer klassischen Auswanderungsregion. Der Begriff „Pfälzer" wurde in England, Irland und Nordamerika zu einem Sammelbegriff für deutsche Einwanderer schlechthin. Doch nicht nur in Nordamerika fanden Tausende von Auswanderern eine neue Heimat. In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts folgten viele dem Ruf des preußischen Königs, des habsburgischen Königshauses und der russischen Zarin und zogen in den Osten und Südosten Europas.
Roland Paul befasst sich in diesem Vortrag speziell mit der Auswanderung nach Russland, Er berichtet über die Entstehung bald blühender deutscher Kolonien im Gebiet um Odessa und am Schwarzen Meer und schildert das Schicksal der russland-deutschen Bevölkerung, ihrer Verschleppung nach Sibirien und Kasachstan unter Stalin.
Der Vortrag will auch dazu beitragen, die Situation der in den letzten Jahrzehnten in die Bundesrepublik eingewanderten Russland-Deutschen besser zu verstehen."
Die Veranstaltung wird durchgeführt in Verbindung mit der Stadt Blieskastel und der Volkshochschule Blieskastel. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei .