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Der Nationalsozialismus in Mainz 1933-45 Terror und Alltag

Von Stefan Grathoff

Kategorie: Hauptportal, Rheinhessenportal, Ausstellungen

Datum: 06.03.2008 bis 26.04.2008

6. März 2008 Rathaus Mainz

Die Ausstellung des Stadtarchivs Mainz geht vom 6. März 2008 - 26. April 2008.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8-18 Uhr, Samstag 9-14 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen Eintritt frei!  

Kontakt/Info:
Stadtarchiv Mainz
Rheinallee 3 B
55116 Mainz
Tel. 06131/122178
Fax 06131/123569
eMail: stadtarchiv@stadt.mainz.de
URL: www.stadtarchiv.mainz.de    

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Die Nationalsozialisten feierten dieses Ereignis als "Tag der Machtergreifung". In Mainz zogen an jenem Abend sechs- bis siebenhundert NSDAP-Anhänger mit Fackeln und Musik durch die Straßen der Stadt. Zwar stellten sich Ihnen zunächst noch mehrere tausend Menschen mutig entgegen; aber der Widerstand bröckelte allmählich.

In den folgenden Monaten vollzog sich die Machtübernahme der Nationalsozialisten auch in Mainz: Führungspositionen in der Stadtverwaltung wurden durch NSDAP-Mitglieder oder „politisch zuverlässige“ Personen besetzt, missliebige Beamte und Angestellte entlassen. Politische Gegner der Nationalsozialisten wurden verfolgt, viele von ihnen in Konzentrationslager eingeliefert, einige sogar ermordet.

Daneben begannen die neuen Machthaber mit der „Gleichschaltung“ der Gesellschaft. Alle Lebensbereiche sollten im Sinne der NS-Ideologie umgestaltet werden. Dies betraf die Mainzer Vereine ebenso wie die Gewerkschaften, Jugendorganisationen, Berufsverbände, Kulturinstitutionen oder das Pressewesen.

Anlässlich der 75. Wiederkehr der "Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten zeigt das Stadtarchiv Mainz in einer Ausstellung, welche Auswirkungen die NS-Herrschaft zwischen 1933 und 1945 auf das Alltagsleben in Mainz hatte, wie die Menschen in eine "Volksgemeinschaft" gepresst wurden, wie die nationalsozialistische Rassenideologie tausenden Mainzern den Tod brachte, wie die NS-Machthaber durch Terror jeglichen Widerstand zu brechen versuchten und wie auch in Mainz die Bevölkerung ihrem „Führer“ in einen verbrecherischen und verheerenden Krieg folgte.