Nach Region

Wählen Sie eine Region:

Nach Veranstaltungstyp

Wählen Sie eine Kategorie:

Nach Monaten

Wählen Sie einen Monat:

Die Nagelschmiede-Industrie im Hochwald

Datum: 21.10.2007

Uhrzeit: 17.00 Uhr

Referent: Helmut Weiler

Veranstalter: Verein für Heimatkunde Nonnweiler


Am Sonntag, dem 21.10.07 um 17:00 Uhr, stellt der Verein für Heimatkunde Nonnweiler e.V. im Kolpinghaus Schwarzenbach in seiner Reihe „Hochwälder Hefte zur Heimatkunde“ als Band 45 eine Monografie vor mit dem Titel: „Die Nagelschmiede Industrie im Hochwald“.

Dabei zeigt der Autor, Herr Helmut Weiler, Türkismühle, die enorme Bedeutung auf, die dieser Berufszweig im 19. und 20. Jahrhundert in unserem Raum hatte. Denn dieses Handwerk diente nicht nur als Nebenerwerbszweig, sondern vielfach auch als Hauptberuf für die ansässige Bevölkerung,  jedenfalls so lange, bis die Montanindustrie im Saargebiet und der Bau der Eisenbahnenstrecken den Menschen eine lohnendere Einnahmequelle boten. Aufbauend auf der heimischen Eisenindustrie breitete sich dieses Handwerk im gesamten Hunsrückraum aus, so dass im Jahre 1861 etwa 800 Nagelschmiede ihren Beruf ausübten und jährlich etwa 300 Millionen Nägel absetzten. Mit den überall entstehenden Fabriken erwuchs ihnen starke Konkurrenz, der sie durch die Gründung von Genossenschaften zu begegnen versuchten. In Hermeskeil und Nonnweiler schlossen sich die Nagelschmiede zu Genossenschaften zusammen, um gemeinsam Rohstoffe einzukaufen und Fertigprodukte absetzen zu können. Wenig bekannt ist die Tatsache, dass es auch in Gusenburg eine solche Genossenschaft gab, wenn auch nur für vier Jahre. Die beiden großen Weltkriege und die Notjahre danach gaben dem durch Fabrikarbeit arg bedrängten Handwerk wieder neuen Aufschwung, der letzte Nagelschmied in Hermeskeil stellte seine Arbeit erst 1949 ein.

Der Autor stellt den Beruf des Nagelschmiedes in den Zusammenhang mit anderen Heimberufen und zeigt alle Aspekte auf, von der Ausbildung, der Arbeit selbst und ihrer Entlohnung bis hin zum Absatz der Fertigprodukte. In ausführlichen Listen sind die Namen der Nagelschmiede der einzelnen Ortschaften aufgeführt, so dass dieses Buch auch als Nachschlagewerk über den Beruf der Vorfahren dienen kann.

Dabei bediente er sich vorwiegend der Originalschriften des 19. Jahrhunderts (Gemeindeverwaltung  Nonnweiler und LHA Koblenz). So entstand ein informatives und reich bebildertes Werk über diesen heute ausgestorbenen und fast vergessenen Beruf, der für viele Menschen unserer Heimat neben der kargen Landwirtschaft eine wichtige Erwerbsquelle darstellte.

Das Buch kostet bei der Buchvorstellung 12 €, späterer Buchhandelspreis 13 €.