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Ein Mann der Tat: Der pfalz-zweibrückische Oberamtmann Carl Christian Moser im Oberamt Schaumburg

Datum: 17.10.2007

17. Oktober, 20.00 Uhr

Referent: Johannes Naumann
Veranstalter: Historischer Verein Zweibrücken

1787 gelangte das lothringische Amt Schaumburg durch einen Grenzregulierungsvertrag vom Königreich Frankreich an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Das etwa 50 Ortschaften umfassende Amt um den Schaumberg und Tholey war seit dem Ende des 13. Jahrhunderts die Nordost-Spitze Lothringens. Frankreich kam 1766 durch den Tod des vertriebenen Polenkönigs Stanislas in den Besitz Lothringens und beabsichtigte, die rechts der Saar gelegenen Territorien in Grenzregulierungsverhandlungen gegen andere Gebiete auszutauschen. Im Hintergrund der Verhandlungen agierte Pierre de Salabert, Zweibrücker Prinzenerzieher und Kommendatarabt von Tholey. Mit dem Tausch wurde der Oberamtmann Moser beauftragt, den neuen Landesteil in die pfalz-zweibrückische Verwaltung einzugliedern. Eine schiere Herkulesaufgabe erwartete den eifrigen, manchmal zu Pedanterie neigenden Moser. Sein Ergeiz war es, aus dem vernachlässigten Schaumburger Land ein „Musterländle“ zu machen. Besonders bei den Bannrenovationen stieß er auf großes Mißfallen der alteingesessenen Bevölkerung. Die heranziehende Französische Revolution beendete die Zweibrücker Epoche 1793 im Schaumberger Land schlagartig. Die Berichte Mosers zeichnen ein interessantes Bild dieser Zeit.