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General Lettow-Vorbeck. Ehrenbürger der Stadt Saarlouis; „Kolonialheld für Kaiser und Führer“

Datum: 16.10.2007

Uhrzeit: 19.30 Uhr

Referent: Uwe Schulte-Varendorff, Historiker, Osnabrück
Eintritt: 4,- €

Der Buchautor Uwe Schulte-Varendorff stellt an diesem Abend seine aktuelle und viel beachtete Biografie über Paul von Lettow-Vorbeck „Kolonialheld für Kaiser und Führer“ (Christoph Links Verlag, Berlin, 2006) vor, die in mehreren großen Tages- und Wochenzeitungen rezensiert wurde.

Hans Peter Klauck aus Saarlouis führt anhand einiger Fotos von Lettow-Vorbeck zu Beginn der Veranstaltung in das Thema ein. Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Demokratie Saarland und der Heinrich Böll Stiftung Saar. Uwe Schulte-Varendorff belegt anhand von Quellen, dass Lettow-Vorbeck 1904 an der Tötung von 60.000 Herero in Deutsch-Südwestafrika im heutigen Namibia beteiligt war, später aktiv gegen die Demokratie der Weimarer Republik kämpfte und Vorträge für die Nationalsozialisten hielt. Auch am ultrarechten Kapp-Putsch 1920 beteiligte er sich. Lettow-Vorbeck ist seit 1956 Ehrenbürger der Stadt Saarlouis.

In Saarlouis und Völklingen sind heute noch Straßen nach ihm benannt und an seinem Geburtshaus in der Saarlouiser Fußgängerzone (Silberherzstraße) prangt die Innschrift: „Der unbesiegte, ritterliche Verteidiger Deutsch-Ostafrikas im Weltkriege 1914-1918 General Paul von Lettow-Vorbeck wurde am 20.3.1870 in diesem Hause geboren.“ „Ich halte diese Tafel für eine Verdrehung der historischen Tatsachen und eine Verhöhnung seiner Opfer. Deshalb bin ich für eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus, mit denen seinen Opfern Respekt gezollt wird, so Rüdiger Fries.

F L U G S C H R I F T  zu Lettow-Vorbeck

Begleitend zu der Buchvorstellung  erscheint die vierseitige Flugschrift „Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck“. Deren Publikation wird von mehreren Organisationen unterstützt, unter anderem dem Solidaritätsfonds der Hans Böckler Stiftung (Düsseldorf), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED, Bonn), der Stiftung Demokratie Saarland, der Stiftung do (Hamburg), Netzwerk Selbsthilfe Saar, der Peter Imandt Gesellschaft e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung (Berlin). Die 1. Auflage beträgt 165.000 Exemplare. Sie wird am 12. bzw. 13. Oktober den Aboausgaben der „Saarbrücker Zeitung“ und der „tageszeitung“ (taz, Berlin) verschiedenen Zeitungen beigelegt und kann kostenlos (gegen Rückporto) auch in größerer Anzahl bei der „Aktion 3. Welt Saar“ bestellt werden. Interesse an der Flugschrift? Dann bitte reichlich  bestellen.