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„Ich habe einen guten Kampf gekämpft...” Ausstellung über das Leben und Wirken von Heinrich Held des ersten Präses der Evangelischen Kirche im Rheintand

Datum: 18.11.2007 bis 09.12.2007

Geöffnet: jeweils samstags von 15.00 h bis 17.00 h und sonntags nach dem Gottesdienst bis 17.00 Uhr.

Die Ausstellung stellt das facettenreiche Leben von Heinrich Held von der Kaiserzeit bis zur Ära Adenauer anhand von Kollagen und Exponaten vor, in dem sich Heinrich Held in rascher Abfolge umorientieren musste. Es waren Zeiten, die, wie sein Mitstreiter im Kirchenkampf und späterer Nachfolger im Amt des Präses, Prof. D. Dr. Joachim Beckmann, bei der Trauerfeier betonte, den „guten Kampf” erforderten.

Heinrich Held, am 25. September 1897 in Saarbrücken geboren, nahm als Freiwilliger am 1. Weltkrieg teil. Seine Kriegserlebnisse gaben letztlich den Ausschlag dafür, Theologie zu studieren. Nach seinem Studium in Bonn und Tübingen und der sechsjährigen Hilfspredigerzeit in Wesseling wurde er 1930 zum Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Rüttenscheid berufen. 1933, wenige Monate nach der Machtergreifung Hitlers, protestierte er gegen die rechtswidrige Einsetzung staatlicher Kommissare in der evangelischen Kirche und wurde umgehend, als erster evangelischer Pfarrer, verhaftet. Er gehörte zu den Initiatoren der Freien Evangelischen Synode im Rheinland und war Mitglied der Barmer Bekenntnissynode. 1948 wählte ihn die erste Landessynode in Velbert zu ihrem Präses. Er war Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Vorsitzender der Evangelischen Kirche der Union. An der Gründung des Evangelischen Hilfswerks wie auch des Deutschen Evangelischen Kirchentages war er maßgeblich beteiligt. In dem angespannten politischen Umfeld des Jahres 1955 knüpfte er Beziehungen zu der orthodoxen Kirche Russlands.

Kurz vor Vollendung seines 60. Geburtstages verstarb Präses D. Heinrich Held am 19. September 1957. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ehrte ihn 2003 posthum mit der Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern”. Während der NS-Zeit hatte er zusammen mit dem Pfarrer Johannes Böttcher Juden in den Kellergewölben der Essener Reformationskirche versteckt.