Nannhausen im Hunsrück

Grabhügelfeld, Münzschatz

Nannhausen, Rhein-Hunsrück-Kreis 

Zu besichtigen: Grabhügelfeld

Anfahrt: Von Simmern auf der K19 Richtung Nannhausen. An der Siedlung „Auf dem Schmiedel“ vorbei, danach nach etwa 150 m rechts führt ein Landwirtschaftsweg auf den Wald zu. Hier parken, zu Fuß dem Weg etwa 120 m weit bis zum Waldrand folgen. Am Waldrand den Weg rechts wählen etwa 120  weit, danach den nächsten Weg nach links abbiegen etwa 100 m weit, das Gräberfeld liegt rechts und links des Weges.

 

Nordöstlich von Nannhausen befindet sich am südlichen Ende einer Geländekuppe eine Grabhügelgruppe von 11 Grabhügeln. Die Hügel sind in Gruppen verteilt, sechs kleinere Hügel von 8 bis 11 m Durchmesser liegen dicht beieinander. Die Flachhügel sind im dichten Kiefer- und Fichtenbestand schwer zu erkennen. Deutlich heben sich die großen Hügel vom Gelände ab. Mit einem Durchmesser von 17-30 m und bis zu 2 m Höhe sind gut erkennbar. Nahe dem Waldrand rechts des in den Wald führenden Weges befindet sich der größte noch 3 m hohe durch Grabungen stark deformierte Grabhügel. Funde sind nicht bekannt.

Zwei der kleineren Grabhügel wurden 1928 untersucht. Die geringen Hügelmaße ließen auf römische Bestattungen schließen. Unter der Hügelanschüttung zeichnete sich die Brandschicht des Verbrennungsplatzes für die Hauptbestattung ab. Gefäße und Gewandspangen (Fibeln) sind der Hauptbestattung, wie auch weiterer Nachbestattungen beigegeben worden. Ein Keramikgefäß enthielt den Leichenbrand zweier erwachsener Personen.

Von einer unbekannten Fundstelle auf der Gemarkung Nannhausen stammt ein römischer Münzschatz, die Münzen, darunter auch goldene waren in Töpfen geborgen worden.

 

M. Thoma

 

Literatur:

W. Wagner, Hunsrückmuseum Simmern. Mit Inventar der vor- und frühgeschichtlichen Sammlung. Schriftenreihe des Hunsrückmuseums in Simmern/Hunsrück 7 (Simmern 1993) 357-363.