Ohmbach in der Pfalz

Ohmbach

Es gibt Hinweise darauf, dass die Gegend um Ohmbach bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt gewesen war. Dies wird durch den Fund eines Grabhügels bestätigt. Hinzu kommt die Entdeckung von Resten einer Villa Rustica, die auf eine Bewohnung der Umgebung in römischer Zeit hinweisen. Im Turm der mittelalterlichen Kirche wurden zudem römische Reliefs im Gemäuer gefunden.

Die heutige Gemeinde bestand ursprünglich aus zwei kleineren Dörfern, Ohmbach und Weitersbach, die trotz unterschiedlicher Herrschaftsverhältnisse 1936 entgültig zusammengeschlossen wurden. Der Ort Ohmbach wurde 977 erstmals als "Ouenbach" urkundlich erwähnt und wurde ab dem Jahr 1600 Ober-Ohmbach genannt. Er gehörte ursprünglich dem freien Reichsland an, wobei Ohmbach schon vor 976 dem Erzbistum Mainz angehörte. Ab 976 wurde es dem Kloster Disibodenberg zugesprochen. Nachdem 1112 sich die Grafschaft Veldenz gegründet hatte, kam der Ort als Schutzvogtei in dessen Besitz und verblieb dort bis zum Untergang der Grafschaft. Im Jahr 1444 erlosch die Grafschaft Veldenz und Ohmbach wurde dem Remigiusland angegliedert, was der Pfalzgrafschaft Zweibrücken angehörte.

Die Gemeinde Weitersbach wurde erstmals 1541 als "Weytersbach" urkundlich erwähnt und wurde 1600 nur noch als "Nieder-Ohmbach" bezeichnet. Das Dorf gehörte dem Kübelberger Gericht an und verblieb bis 1375 im freien Reichsland. Im Jahr 1437 kam das Gericht in den Besitz der Kurpfalz. Erst 1779 kam Nieder-Ohmbach zur Pfalzgrafschaft Zweibrücken, was zur Folge hatte, dass beide Gemeinden erstmals unter dem selben Herrschaftsverhältnis standen.

Nachdem französische Truppen das gesamte linksrheinische Gebiet annektiert hatten, wurden beide Orte zu Einem zusammengeschlossen und in das Saardepartement, das Arrondissement Birkenfeld und den Kanton Kusel eingegliedert. Nach dem Wiener Kongress wurde Ohmbach dann dem Bayerischen Königreich zugesprochen und bereits 1840 erneut in zwei Teile aufgespalten. Erst 1936 kam es zu einer endgültigen Vereinigung beider Orte. 

Seit der Regional- und Verwaltungsreform aus dem Jahr 1968 ist Ohmbach eine eigenständige Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg und im Landkreis Kusel.

Nachweise

Redakt. Bearb.: Aileen Schröder

Quelle: Schworm, Ernst: Ortslexikon des Landkreises Kusel.