Bacharach am Mittelrhein

Kulturdenkmäler in Bacharach

Alte kurpfälzische Kellerei

Von der alten kurpfälzischen Kellerei steht nur noch ein Gebäudeteil. Der alte Bau (der Kellereingang ist mit der Jahreszahl 1505 bezeichnet) wurde 1749 erneuert und durch Neubauten zu einem Hof erweitert. Seit 1920 ist das Gebäude im Besitz der Winzerfamilie Heidrich.

Alte Münze

In der Alten Münze wurden früher die Gulden und Heller des kurrheinischen Münzvereins geprägt. An der Straßenseite ist eine Tafel mit den Namen der pfälzischen Kurfürsten angebracht, deren Münzmeister zwischen 1356 und 1508 in diesem Gebäude wirkten. Heute befindet sich in dem Gebäude (zwei Giebelhäuser, 1597 und 17. Jahrhundert) eine Gaststätte.

Alter Posthof

Das Haus ist aus verschiedenen Gebäuden zusammengewachsen. Im Kern ist es mittelalterlich, der heutige Eindruck spiegelt im Wesentlichen den Zustand von 1593/94 wider.

Altes Haus

Das "Alte Haus“, im Jahr 1586 errichtet, ist eines der bekanntesten mittelalterlichen Fachwerkhäuser am Rhein. Seine Anfänge gehen der Inschrift am Haus zufolge auf das Jahr 1368 zurück. Das "Alte Haus" bewahrte in fast allen Teilen den reichen Charakter rheinischen Fachwerks, es verfügt über vier Giebel, Ecktürmchen und Rokokotüren.

Bem. Häuser

Trotz den Zerstörungen des Jahres 1689 und verheerender Brände im späten 19. Jahrhundert hat Bacharach sich eines der schönsten Ortsbilder am Mittelrhein bewahrt. Neben der noch weitgehend erhaltenen Stadtbefestigung finden sich in der Stadt eine Vielzahl prächtiger Fachwerkbauten, die meist aus dem 17./18. Jahrhundert stammen.

Burg Stahleck

Burg Stahleck entstand im Auftrag der Kölner Kirche an der Stelle einer älteren frühmittelalterlichen Wehranlage. Über die genaue Entstehungszeit ist nichts bekannt. Als sie im Jahr 1135 erstmals in den Urkunden auftaucht, wird sie bereits einige Jahre bestanden haben.

Haus Sickingen

Das Haus wurde 1420 vom Rheinschiffer Peter Ackermann errichtet, heute ist als Ursprungsbau nur noch das Untergeschoss aus Stein erhalten. Das Fachwerk im rheinisch-gotischen Stil stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus befand sich lange Zeit im Besitz der Familie des Reichsritters Franz von Sickingen, heute ist das Anwesen im Besitz der Fam. Johannes Lieberz.

Josefskapelle

In die Häuserzeile der Oberstraße (Nr.39) eingebaut liegt die 1758 von Hofbaumeister Rabaliatti errichtete katholische Josefskapelle. Sie war von Kurfürst Carl Theodor als Hauskapelle der Lateinschule (Katholisches Gymnasium) gedacht worden. Sie wurde 1760 geweiht.

Kurpfälzische Amtskellerei

Die ehemalige kurpfälzische Amtskellerei dient seit 1940 als Rathaus. Der Fachwerkbau wird erstmals im Jahr 1558 als kurfürstliche Amtskellerei erwähnt. Im 18. Jahrhundert erfuhr er einige bauliche Veränderungen. Das Haus besteht aus einem lang gestreckten Bau von 13 Achsen mit einem Fachwerkgeschoss über hohem Steinsockel.

Römische Straße

Neben der Schlossbergstraße, am Hang des Kühlberges, ist ein 50 m langer Straßenabschnitt zu sehen, der in seinem Ursprung römisch ist. Hier befand sich der steile Anstieg einer der von der römischen Rheintalstraße auf den Hunsrück hinaufführenden Verkehrsadern.

St. Nikolaus

An der Südostecke des Mauerrings auf der zum Rheinufer vorspringenden ehemaligen Zollbastion steht heute die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus. Sie gehörte ehedem zu einem Kapuzinerkloster, das 1685 unter Kurfürst Philipp Wilhelm gegründet und 1802 im Zuge der Säkularisation wieder aufgehoben wurde.

St. Peter

Der Grundriss der evangelischen Pfarrkirche St. Peter musste wie bei vielen anderen Kirchen im Mittelrheintal an die räumlichen Gegebenheiten des engen Tals angepasst werden. Der schmale Platz zwischen Berghang und Straße sowie das ansteigende Gebäude ließen nur eine geringe Länge der Kirche zu. Die Architektur der Peterskirche verdeutlicht den Übergang von der mittelrheinischen Spätromantik zur Gotik, denn während der Turm bereits zu Baubeginn errichtet wurde, entstand der Chor erst nach 1350.

Stadtbefestigung

Die Stadtbefestigung umschließt die Stadt von der Burg aus halbkreisförmig, mit den Bauarbeiten wurde im Jahr 1344 begonnen und spätestens um 1400 vollendet. Trotz der Zerstörung der vier stärksten Türme durch die Franzosen 1689 und des Abbruchs von Zehnt- und Münztor um 1830 ist sie die am besten erhaltene Stadtbefestigung am Mittelrhein (zusammen mit der von Oberwesel). Die Bausubstanz wurde zwischen 1909-1913 durchgreifend restauriert, die Türme neu bedacht.

Werner-Kapelle

Die in den Weinbergen oberhalb von St. Peter gelegene Ruine eines hochgotischen Zentralbaus war früher eine viel besuchte Wallfahrtskapelle, die kurz nach 1287 zu Ehren des ermordeten Knaben Werner errichtet wurde. Sein Tod wurde ohne jeden Beweis der Judengemeinde von Oberwesel angelastet, die Folge war eine ungezügelte Judenverfolgung, bei der über 40 Menschen zu Tode kamen.