Niederheimbach am Mittelrhein

Zur Geschichte von Niederheimbach

Die Gemarkung Niederheimbach war im Mittelalter weitgehend im Besitz der Abtei Cornelimünster bei Köln. Die Vögte der Abtei, die Herren von Bolanden(-Hohenfels) und die ebenfalls in diesem Gebiet begüterte Mainzer Kirche erbauten bzw. ließen mehrere Burgen (Heimburg, Fürsteneck, Fürstenberg und Sooneck) in der näheren Umgebung errichten. Diese Burgen und ihre jeweiligen Herren bestimmten die mittelalterliche Geschichte des Ortes. Dabei spielte der Gegensatz zwischen der Territorialpolitik der Mainzer Kirche und der Pfalzgrafen bei Rhein - erstere hatten in Nieder-Heimbach, letztere in Ober-Heimbach das Sagen - eine maßgebliche Rolle. Wie strategisch bedeutend der Ort war, zeigt die Tatsache, dass zusätzlich zu den Burgen auch eine Ortsbefestigung errichtet wurde. In späterer Zeit wurde das Leben im Ort vom Weinbau und der Rheinschiffahrt bestimmt. Jedes Schiff auf der damals klippenreichen und gefährlichen Fahrt nach Bingen nahm hier einen Lotsen an Bord. Der Lotsen- und Fährdienst war ein einträglicher Erwerbszweig für die Ortsbewohner.

Quelle: Krämer; Grathoff; Rettinger, Historisches Ortslexikon (s. rechte Spalte); Bild: Georg Dahlhoff; redakt. Bearb. S.G.