Oberheimbach am Mittelrhein

Zur Geschichte von Oberheimbach

Als Kaiser Otto II am 14. Juni 983 der Mainzer Kirche auf Bitten des Erzbischofs Willigis ihre Rechte im Binger Land bestätigte, wurde bei dieser Gelegenheit der Ort Heimbach erstmals erwähnt. Oberheimbach wird erstmals 1050 als eigenständiger Ort unterschieden. Die Reichtsabtei Cornelimünster bei Aachen hatte Güterbesitz und Zehntrechte in Oberheimbach (belegt 1269). Die Vogtei ließen die Abteioberen von den Herren von Hohenfels verwalten. Im Jahr 1270 wird die Vogtei Oberheimbach (mit Niederheimbach, Weiler und Burg Reichenstein) zum Teil an das Kollegialsstift Mariengreden in Mainz und zum anderen Teil an das Mainzer Domstift verkauft. Der Weinbau bildet seit frühester Zeit die wirtschaftliche Grundlage des Ortes. Wie aus einer Urkunde des Jahres 1603 hervorgeht, war es üblich bei festlichen Gelegenheiten im Domstift zu Mainz Heimbacher Wein in neuen Kannen zu reichen. Im Jahre 1794 gelangt die Vogtei Oberheimbach unter französische Herrschaft im Kanton Bacharach (ab 1798 in der Mairie Niederheimbach, ab 1800 Department Rhin-Moselle), nach dem Wiener Kongress 1815 kommt Oberheimbach zu Preußen. Heute gehört die Gemeinde zur Verbandsgemeinde Rhein-Nahe im Landkreis Mainz-Bingen.

Quelle: Homepage der Gemeinde; redakt. Bearb. S.G.