Paul Martin Clotz

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Adam Opels Vorfahren stammten aus Dachsenhausen im Taunus

Quellen der Familienforschung sind vor allem die Kirchenbücher, in unserer Gegend erhalten seit dem dreißigjährigen Krieg oder später. Wenigstens in Form von Microfilmen sind sie in den Pfarrämter von Interessierten einzusehen und auszuwerten. Gut wäre es, wenn es in jedem Ort eine Frau, einen Mann gäbe, der sich in den Kirchenbüchern auskennt, die alten Schriften lesen kann und sich damit beschäftigt, alle enthaltenen Personendaten allmählich in einem geeigneten Computerprogramm zu erfassen.

In der Regel fragt der Ahnenforscher nach den Vorfahren, ohne die es ihn nicht gäbe: die beiden Eltern, die vier Großeltern, die acht Urgroßeltern usw.

Doch auch der umgekehrte Blick ist sehr wichtig: Welche Nachfahren hat ein bestimmter "Spitzenahn"? Was kann ich über die Geschwister meiner Eltern oder Großeltern erfahren - wie war das mit meinen Herkunftsfamilien? Gehörten sie von Alters her zu den wichtigen und angesehenen Leuten des Dorfes, waren Ratsmitglieder, Kirchenvorsteher, Schultheiß, oder waren sie eher "Randsiedler", Zugezogene, Besitzlose, deren Kinder auch nicht von den "besseren Familien" geheiratet wurden?

Solche Zusammenstellungen und Übersichten erlauben auch Rückschlüsse über die engere Familiengeschichte hinaus. Ja, sie öffnen den Blick dafür, dass Dorfbewohner in der Regel vielfältig verwandt sind, über viele Generationen hinweg - oder dass eben keine Beziehungen bestanden.

Aus solchen Nachkommenslisten lässt sich oft auch sehr schön ablesen, wie Häuser und Anwesen vererbt wurden, oft über angeheiratete Linien.

Ergebnisse sammeln und austauschen

Gute Computerprogramme helfen sehr, die vielen Personendaten aus mehreren Generationen zu verknüpfen und miteinander in Beziehung zu bringen. Dazu müsen sie allerdings erst einmal erfasst und eingegeben werden.

Diese Arbeit lohnt sich aber, weil dann im Handumdrehen ganze Ahnentafeln für jetzt Lebende ausgedruckt werden können, oder weil wir ihnen ein vielseitiges "Familiembuch" geben können, in denen alle Nachfahren eines Spitzenahnen beschrieben werden.

Eine Begrenzung stellen inzwischen noch die Gemeindegrenzen dar, denn wenn ich in mehrere Dörfer und Pfarrämter fahren muss, wenn ich wissen will, was aus ehemaligen Dachsenhäusern nach ihrem Wegzug dorthin geworden ist, oder wenn ich herausfinden will, aus welchen Verhältnissen die hier Eingeheirateten stammten. Deswegen sollte ein Netzwerk entstehen, von Frauen und Männern in jedem Ort unseres Landkreises, die sich mit der Familienforschung ihres Dorfes beschäftigen, und die sich bei den angedeuteten dorfübergreifenden Fragen weiterhelfen können.

Setzen Sie sich doch bitte mit mir in Verbindung, wenn Sie an Personendaten aus Dachsenhausen und Hinterwald interessiert sind, oder wenn Sie in Ihrem Ort bereits viel Familienforschung betrieben haben.