Alte Münze auf dem Münzplatz zu Koblenz

Alte Münze in Koblenz

Die Münzen der Kurfürsten von Trier wurden seit der Mitte des 11. Jahrhunderts zuweilen, seit dem 2. Viertel des 15. Jahrhunderts mit wenigen Unterbrechungen durchgängig in Koblenz geprägt. Das Münzmeisterhaus der kurfürstlich-trierischen Münze lag seit 1667 im Bereich des heutigen Münzplatzes. Zur Münze gehörten damals mehrere Gebäude (Schmelze, Strecke, Pochwerk, Schlosserei, Weißstückküche, Glühöfen, Probierhaus), die Anfang des 19. Jahrhunderts abgebrochen wurden und den heutigen Münzplatz freigaben. Erhalten ist heute nur das ehemalige Wohnhaus des Münzmeisters Meydinger, das 1761/63 (von Johann Seiz) errichtet wurde und zeitweise als Polizeistation diente.
Die kurfürstliche Münze wurden 1773 geschlossen, die Gebäude 1806 auf Abbruch versteigert. Das erhaltene Münzmeisterhaus ist ein Barockbau mit schlichter Putzfassade (vier zu sieben Achsen). Die südliche Schmalfront mit nachträglich aufgesetztem Zwerchhaus, die nördliche mit Giebel. Der Dachstuhl ist noch original erhalten, ebenso die alte Holztreppe im Inneren un die Stuckdecke mit zwei alten Ofennischen im 1. Obergeschoss.

Quelle: Kulturdenkmäler Koblenz; Dehio; schaengel.de; Franke, Kostbarkeiten; redakt. Bearb. S.G.