Historische Gesellschaft Bingen

"Der Marienalter des Anthonis Blocklandt in der Binger Martinskirche oder wie politisch kann Kunst sein" (Arbeitstitel)

Der Referent, Kunsthistoriker Thomas Zimmermann, beschäftigt sich mit dem niederländischen Tripychon des in Utrecht tätigen Malers Anthonis Blocklandt (geb. 1533 oder 34; gest. 1583),das heute im Barbarabau der Binger Martinskirche aufgestellt ist. Der Altar ist etwa 1579 entstanden und zeigt Themen des Marienlebens (Verkündigung, Himmelfahrt und Krönung, Geburt Christi). Das Werk kan dem niederländischen Manierismus zugerechnet werden und gilt als einer der letzten Marienaltäre vor der Teilung der Niederlande.

Der Besucher erhält einen umfassenden Vortrag zu dem hochinterssanten Kunstwerk, das auch in Bildern vorgestellt wird. Besonders interessant ist dieser Vortrag, weil der Referent auch die Zeitumstände wie z.B. die "Bilderstürme" in ganz Europa als Begleiterscheinung der Reformation im 16. Jahrhundert darstellt. Wesentlicher Anteil ist die Darstellung der Kunstrichtung des  Manierismus. Er bezeichnet die Übergangszeit zwischen der Renaissance und dem Barock in der Maleriei, Baukunst, Musik und Literatur und stellt viele Motive in der Malerei jener Zeit vergleichend dar.

Geplant ist im Übrigen eine Ortsbesichtigung am Altar unter fachkundiger Leitung des Referenten.

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"Zur Kulturgeschichte des Rheins"

Der Rhein und seine kulturgeschichtliche Bedeutung stehen im Fokus eines Vortrags von Frau Professorin Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann ist Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Leiterin des dort ansässigen Instituts "Moderne im Rheinland"
Dabei ist der gesamte Rhein in der Betrachtung, nicht nur nordrhein-westfälischen Teil des Rheinlands. Dies erkennt man auch an einigen Themenbereichen wie z. B.:

  • "Deutscher Rhein – Fremder Rosse Tränke?“
  • "Die Rheinlandbesetzung im Spiegel der Literatur".
  • "Der Bund rheinischer Dichter 1926-1933"
  • "Mythos Rhein. Zur Kulturgeschichte eines Stromes"

Besonders für die Bevölkerung entlang des Rheins wird diese Veranstaltung von besonderer Bedeutung sein.

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