Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein

Geschichte der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein

von Erich Hinkel

II. Anpassung für den Landkreis Mainz-Bingen

Im Rahmen der Kreisreform wurde 1969 der Landkreis Mainz-Bingen gebildet, der im wesentlichen das Gebiet der Landkreise Bingen und Mainz umfaßte. Die Nahe, die von der französischen Verwaltung als Departementsgrenze und die nach dem Wiener Kongreß als Grenze zwischen Hessen und Preußen festgelegt worden war, fiel als Staats- bzw. Verwaltungsgrenze weg. Das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Rhein-Nahe wurde dem Kreis Mainz-Bingen zugeteilt.

Folgerichtig war nun, die Heimatfreunde als Vereinigung auf Kreisebene auf ein neues Fundament zu stellen. Am 9. Dezember 1968 wurden hierfür die Weichen gestellt. Claus Palm formulierte damals u.a. seine Gedankengänge wie folgt:

Die territoriale Kreisreform und die damit verbundene Maßstabsvergrößerung stellt der Heimatpflege eine neue Situation. Es ehrt uns, wenn man in erkennbaren Bilanzen nicht nur die finanzielle und wirtschaftliche Kraft des seitherigen Landkreises Bingen, sondern auch dessen kulturelle Lebendigkeit lobt. Wir glauben, dazu unseren Beitrag geleistet zu haben. Verwaltungsgrenzen mögen nun kommen und vielleicht morgen wieder gehen. Die Landschaft wird bleiben.

Wir stellen uns der neuen Entwicklung. Wir passen uns rechtzeitig an. Wir leben in der mittelalterlichen Landschaft. Der Strom ist mehr als ein geographischer Faktor unserer Landschaft. Er gab ihr in der Geschichte Rang, gibt ihr in der Gegenwart pulsierendes Leben und wird auch morgen das Element unserer Landschaft und Heimat sein. In der gleichen Versammlung wurde einstimmig der neue Name Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein e. V. beschlossen.

Die Vereinigung hat im Rahmen der Verwaltungsreform wesentlich zur Integration des neuen Landkreises beigetragen.

Briefbogen der Vereinigung aus dem Jahre 1952 mit Wappen des Landkreises Bingen