Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein

Geschichte der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein

von Erich Hinkel

V. Archive

Im Zusammenhang mit dem Begriff Heimat haben die Gemeinden die Pflichtaufgabe, Ihre Archive aufzubewahren, zu erhalten, zu ordnen und für jedermann benutzbar zu machen. Viele Archive waren durch die Kriegswirren in Unordnung geraten oder sogar vernichtet worden. Die Gemeinden waren oft personell nicht in der Lage, hier Ordnung zu schaffen. Auch drängten andere Probleme die Verwaltungen: Beseitigung der Wohnungsnot, Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung, Unterbringung und Eingliederung der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge usw.

So wurden auf Drängen der Heimatfreunde die Archive im Landkreis auf den neuesten Stand gebracht. Die meist ehrenamtlichen Gemeindearchivare vor Ort wurden durch die Heimatfreunde zusammengeführt und in ihre Aufgabe eingeführt und unterrichtet. Dabei gaben der Stadtarchivdirektor Dr. Schmitt und der Diözesanarchivar Dr. Dr. Anton Philipp Brück wertvolle Unterstützung. Gerade Prälat Dr. Dr. Brück hat jahrzehntelang bis zu seinem Tode wertvolle Arbeit in der Arbeit der Heimatforschung und Heimatgeschichte geleistet. Er war ein geschätztes Mitglied des Redaktionsausschusses für das Heimatjahrbuch des Kreises.

Der 1. Vorsitzende Studienrat Dr. Johannes Kohl fungierte bis zu seinem Tode als Kreisarchivar. Alsdann übernahm Studienrat Dr. Richard Dereich diese Aufgabe.