Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein

Geschichte der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein

von Erich Hinkel

VII. Heimat und Weite

Getreu dem Gründungsmotiv öffnete sich unsere Vereinigung bewußt der Weite. Sie war bemüht, aus unserer Landschaft am Rhein verbindende Linien der Geschichte freizulegen, zu erforschen und darzustellen.
Als die Kreis-Heimatfreunde am 14. Juni 1950 ihre Vereinigung gründeten, gedachte man gleichzeitig der Reichsakte von Verona: Kaiser Otto II. hat 983 an diesem Tage das Binger Land - links und rechts des Rheins - aus dem Reichsgut herausgelöst und seinem Erzkanzler, Erzbischof Willigis von Mainz, für seine Verdienste um das Reich übertragen. Die Heimatfreunde haben dieses historische Ereignis aktualisiert und in die ersten Regungen für ein Verstehen der europäischen Völker einfließen lassen.
Sie vereinbarten 1952 im Blick auf das genannte mittelalterliche Dokument mit Bürgern des Veroneser Landes einen freundschaftlichen Kulturaustausch. Aus diesem entwickelte sich eine frühe grenzüberschreitende kommunale Partnerschaft unseres Landkreises mit der Provinz Verona, der wir als Mitbegründer und Mitinitiator nicht nur im Vorfeld, sondern nun schon fast ein halbes Jahrhundert begleitend dienen. Das belegt, der zeitgeschichtlichen Bedeutung entsprechend, ein vom Mitbegründer Claus Palm verfaßter besonderer Beitrag in dieser Festschrift.
Als Gründungsmitglied des Institutes für europäische Bildung am Gardasee hat unsere Vereinigung am 7. November 1981 an der Gründungsversammlung teilgenommen. Das Beiratsmitglied Landrat Römer hat uns in der Gründungsversammlung in Gardone vertreten.

Besuch des CoroScaligero dell´ Alpe Verona in Bingen 1957. Bildmitte: Beigeordneter Lorenz Heinz, Bürgermeister Dr. Gebauer und Landrat Trapp rechts: Claus Palm, links erste Reihe: Studienrat Johannes Müller