Wormser Familienforscher

An die Familienforscher in Worms und Umgebung

Der Lichtbildervortrag von Helmut Ernst am 14. August über den Großherzoglich Hessischen Bürgermeister von Pfiffligheim Jacob Ott (1849-1885) war gut besucht, hauptsächlich von Pfiffligheimern. Wir danken Herrn Ernst für seinen inhaltsreichen Vortrag und für die gastfreundliche Aufnahme und Bewirtung von unseren Mitgliedern und denen des Heimatvereins Pfiffligheim in der großen Scheune seines Anwesens. – Die „Wormser Zeitung“ berichtete am 19. August über diese Veranstaltung unter der Überschrift „Erinnerung an einstigen Ortschef“. – Zur Ergänzung erhielt ich von Helmut Ernst ein Foto des Bürgermeisters Ott und dessen Ehefrau Katharina geb. Beckerle sowie Abschriften von zwei Reden, die Pfarrer Wundt beim 30jährigen Amtsjubiläum des Bürgermeisters 1879 bzw. bei dessen Beerdigung  1885 gehalten hatte.

Nun muss ich die traurige Nachricht anfügen, dass unser langjähriges Mitglied Walter Konrad am

7. September im Alter von 94 Jahren gestorben ist. Er ordnete das Osthofener Stadtarchiv, sammelte Osthofener Geschichten und gab mit seinen vielfältigen genealogischen Kenntnissen hilfsbereit Auskunft. Im Nachruf in der „Wormser Zeitung“ vom 17. September wurde an zahlreiche Verdienste des Osthofener Ehrenbürgers erinnert.

In der „Wormser Zeitung“ vom 1. September wies Ulrike Schäfer auf unser Westhofener Mitglied Julius Grünewald hin, der seit vielen Jahren die Historie der Region erforscht.

Der Gimbsheimer Historiker Dr. Gunter Mahlerwein wurde Anfang Oktober mit der Landesverdienst-medaille geehrt. Demnächst soll sein neustes Buch über die Geschichte Rheinhessens druckfertig sein.

Dipl. Ing. Wolfgang Neiß, Jahrgang 1927, berichtete am 29. September im Sozialzentrum des Wormser Burkhardhauses als Zeitzeuge aus seinem Leben.

Ich ließ die von mir angefertigten Stammfolgen der Wormser Fischerfamilie Geyer  und der Ratsherrenfamilie Meiel auf die Internetseite der Stadt stellen.

Am 14. September betreute ich das amerikanische Ehepaar Janet und Carl Garrett aus Missouri beim Aufsuchen der Orte, wo Vorfahren von Janets Urgroßvater Johann Anton Pfaender, * 21.08.1849 in Pfeddersheim, + 5.02.1919 in St. Louis / U.S.A. gelebt hatten. Vater Mathias Pfaender kam 1846 als Müllergeselle von Neusäss bei Augsburg nach Weinsheim bei Worms, heiratete dort Christina Rückert und starb am 8.05.1855 bei einem Unfall in der Wiesenmühle nahe Kriegsheim. – Ich danke Frau Dr. Elisabeth Schick, die die beiden Amerikaner und mich durch Pfeddersheim führte,  Wulf Egelhof, der uns von Pfeddersheim zur Wiesenmühle und weiter zur kath. Kirche in Weinsheim  und zur Untermühle in Horchheim chauffierte sowie Felix Zillien für seinen Zeitungsartikel über die Untermühle.

Bei der Beantwortung von Anfragen halfen mir mehrere Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft :

Gerd Braun fand den Geburtseintrag von Georg Mühl in Gau-Odernheim.

Joachim Schalk wies auf den Aufsatz über Stephan Löwer in „Der Wormsgau“, 1978, hin.

Ruth Hetterich lieferte Daten zu den Engeldrum in Heppenheim an der Wiese.

Waltraud Pallasch bemühte sich um Informationen über den ca.1680 in Zweibrücken geborenen Geldwechsler Georg Heinrich Kantz für Matthias Schweitzer in Rüsselsheim.

Dr. Helmut Schmahl nannte einen Christoph Lautenschläger in Alsheim, * 1761,  als möglichen Großvater des 1858 nach Brasilien ausgewanderten Andreas Lautenschläger.

Klaus Möll recherchierte in Monsheim nach den jüdischen Metzgerfamilien Mann und Löb.

Frau Maria Winkler, Tochter des früheren Wormser Fahrlehrers Winkler, sucht die Vorfahren ihrer Mutter Christa geb. Kullmann (ehemals in Pfeddersheim wohnhaft).

Frank Stückrath sandte mir sein neues Familienbuch der Gemeinden Eppelsheim & Dintesheim.

Wigbert Faber mailte eine Anleitung, wie man kostenlos an US-Census Digitalisate kommt, wenn man nach nach Amerika ausgewanderten Angehörigen sucht:

vorfahrensucher.de/wie-ich-einen-us-census-kostenfrei-durchsuche

Dr. Ralf Wahle (E-Mail: GenealogieWahle@online.de) schlug vor, dass die in Rheinhessen tätigen

Familienforscher ein Netzwerk zum Informationsaustausch bilden sollten.

Für die Arbeitstagung der Pfälzisch-Rheinischen Familienforscher am 7. November 2015 im Stadt-archiv Ludwigshafen, Rottstr. 17 (Mundenheim) wurde das Programm etwas geändert:

Statt Anleitungen zur Erarbeitung familiärer Biographien von Teilnehmern an den beiden Weltkriegen jetzt

10.oo Uhr  Führung zu den Kriegsgräbern auf dem Hauptfriedhof Ludwigshafen.

                    Treffpunkt: Haupteingang, Frankenthaler Straße

11.30          Besuch der Vereinsbibliothek  -  Büchertisch

12.oo          Mittagspause

14.oo          Wie finde ich Informationen zu Angehörigen, die aus dem 2. Weltkrieg nicht zurückkehrten ?

15.00          Welche Informationen zu den Opfern des 2. Weltkrieges finden sich in den Archiven der

                    Pfalz, insbes. Im Stadtarchiv Ludwigshafen ?

16.00          Voraussichtliches Ende

Anmeldungen bitte bis zum 31. Oktober an :

Dr. Werner Esser, Albert-Schweitzer-Straße 3,  76870 Kandel

E-Mail: werner.esser.kandel(at)t-online.de

Für 2016 habe ich zwei Vortragsangebote : Dr. Lothar Wieser aus Mannheim könnte uns über die Auswanderung von Badenern nach Brasilien informieren, Dr. Gerhard Stärk aus Guntersblum über eine Familie Schmidt aus Albig, die 1709 auf dem Weg nach Amerika in Irland hängengeblieben ist.

Ich benötige aber Partnervereine, die mit mir gemeinsam zu diesen Vorträgen einladen, denn von uns kamen im vergangenen Jahr nur noch acht Zuhörer zu den Veranstaltungen.

Da ich am 1. April 2016 in eine kleinere Wohnung umziehen werde, muss ich mein genealogisches Archiv verringern und Zeitschriften, Bücher und Mappen mit Zeitungsausschnitten abgeben.

Interessenten melden sich bitte bei mir.

Mit freundlichen Grüßen  Til Schrecker