Ehrenmitglieder der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein e.V.

Anderhub, Werner, Landrat, Ltd. Ministerialrat, Bingen, am 14. Februar 1969

Für seine besonderen Verdienste hat ihm der Kreisverband der "Heimatfreunde Binger Land" die Ehrenmitgliedschaft verliehen. (Heimatjahrbuch 1989, S. 165)


Avesani, Angelo, Cav., Verona, am 14. Juni 1980

Die Heimatfreunde ehren damit einen Veroneser Bürger, der seit 1952 ehrenvoll als bewußter Europäer seine freundschaftlichen Beziehungen zu dem Landkreis Mainz-Bingen bekundete. (Josef Loos: in Heimatjahrbuch 1982, S. 182)


Benciolini, Paolo, Rag. Cav., Verona, am 11. Mai 1953

Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden und der vorzüglichen Unterstützung der Partnerschaft zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Bingen.

Bickel, Heribert, Dr. Prof., Landrat a. D., Präsident des Oberverwaltungsgerichts und des Verfassungsgerichtshofes Rheinland-Pfalz, Mayen, am 14. Juni 1977

Die kulturhistorische Gemeinschaft würdigt damit die in den Jahren 1969 bis 1976 vom ersten Landrat des neugebildeten Kreises am oberen Mittelrhein erfahrene beharrliche Unterstützung der freien heimatpflegerischen Arbeit, die vor allem durch persönliche Überzeugungskraft sicherte, daß über viele Schwierigkeiten hinweg das Heimatjahrbuch für den Landkreis bestehen blieb und der freundschaftliche Kulturaustausch mit der Provinz Verona in vielfältiger Form erweitert und vertieft werden konnte.*)


Biondani, Mario, Verona, am 8. Oktober 1961

Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden und der vorzüglichen Unterstützung der Partnerschaft zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Bingen.


Bohmeier, Hans, Direktor der Kreissparkasse Bingen, Bingen am Rhein, am 31. Januar 1981

Dies geschah in Würdigung einer Persönlichkeit durch die historische Gemeinschaft, die seit 1953 auf einem festen Fundament verläßlicher Erkenntnis, umgeben von der nüchternen Welt der Wirtschaft, die die heimatlichen Quellen in der ihm vertrauten Landschaft sucht und deren vielfältige Beziehungen zur europäischen Weite pflegt. ( Robert Ernst Hammer: in Heimatjahrbuch 1982, S. 145)


Bretz, Alexander, Fabrikant, Ehrenbürger der Gemeinde Gensingen, Gensingen, am 7. Dezember 1976

Die kulturhistorische Gemeinschaft würdigt damit das Lebenswerk eines umsichtigen und erfolgreichen Wirtschaftlers, der stets mit dem heimatlichen Raum verbunden blieb und die Heimatpflege aus persönlicher Überzeugung und als einflußreichen Kommunalpolitiker spürbar förderte.*)


Brück, Anton Philipp, Dr. Dr., Prälat am Hohen Dom zu Mainz, Ehrenbürger der Stadt Bingen, Bingen am Rhein, am 26. März 1979

Sie bekundet damit einer herausragenden Persönlichkeit der Geschichtswissenschaft, die in Jahrzehnten ihr Lebenswerk begeistert und mit internationaler Anerkennung der Forschung und Lehre widmete, als Repräsentant der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte erfolgreich wirkt, und der engeren Heimat, die sie von frühester Jugend an erkundete und deutete, in Treue und als schöpferischer Mitarbeiter mit den Heimatfreunden verbunden ist, ihren aufrichtigen Dank *)


Bufatti, Luigi, Grande Uffiviale Avv., Präsident von Verona, am 12. April 1957

Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden und der vorzüglichen Unterstützung der Partnerschaft zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Bingen.


Burger, Alexander, Stadtarchivar, Ingelheim, Datum unbekannt

Als langjähriger Betreuer des Ingelheimer Stadtarchivs hat Herr Burger diese Bestände zuerst geordnet gesichtet und damit der dortigen Heimatforschung einen höchst wertvollen Dienst geleistet. Seine Studienergebnisse hat er in zahlreichen Veröffentlichungen niedergelegt und dadurch das Interesse an der Vergangenheit des Ingelheimer Gebietes sehr gefördert.*)


Butturini, Giorgio, Leiter für Protokoll - Personal- Kultur und Sport der Provinzialregierung, Verona, am 24. März 1988

Er hat sich um die Partnerschaft des Landkreises Mainz-Bingen mit der Provinz Verona verdient gemacht.


Castelletti, Bruno, Dr. Avv., Präsident der Provinz Verona, am 14. Juni 1977

Die kulturhistorische Gemeinschaft würdigt damit die zielbewußte Förderung des freundschaftlichen Kulturaustausches der Provinz Verona mit dem Landkreis Mainz-Bingen und das leidenschaftliche Mühen des Oberhauptes der italienischen Provinz, durch Vorbild und Initiativen in den nunmehr seit 25 Jahren bestehenden partnerschaftlichen Beziehungen die Generationen zu verklammern, um der Freundschaft Bestand und Zukunft zu sichern.*)


Dean, Giovanni, Prof., Verona, am 12. April 1962 (St. Zeno-Tag) Seit 1949 Chef des Kabinetts der Provinz...

unermüdlich und selbstlos - über viele Wahlperioden und wechselnden Repräsentanten hinweg - ist Prof. Dean seit 1952 in der Provinzialverwaltung zu Verona Anwalt und Berater, Förderer und Vermittler des freundschaftlichen Kulturaustausches mit dem Landkreis am Rhein... (Josef Loos, in: Heimatjahrbuch 1987, S. 142)


Dereich, Richard, Dr., Studienrat a. D.; 1965

Er war von 1950 bis 1965 2. Vorsitzender der Vereinigung und über 15 Jahre Kreisarchivar

Dexheimer, Hermann, Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung, Mainz, am 11. Juni 1982

Die Heimatfreunde wollten mit dieser Ehrung Dank und Respekt dafür abstatten, daß Chefredakteur Dexheimer den Monatsblättern "Heimat am Mittelrhein" Bestand, Dauer und Form gesichert habe. ( Josef Loos: in Heimatjahrbuch 1983, S. 161)


Donkel, Heinrich, Bingen am Rhein, am 28. März 1988

Er hat unsere Vereinigung besonders im Raume Bingen immer in hervorragender Weise unterstützt.


Emmerling, Ernst, Dr., Kunsthistoriker, Ingelheim zum Ehrenvorsitzenden, 1973

Er war 1950 Mitbegründer der Heimatfreunde im Binger Land, bei diesen und in der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein langjähriger Repräsentant. Einzelheiten sind unter dem Kapitel Vorsitzende dargestellt.


Erler, Adalbert, Dr., Prof., Frankfurt am Main, am 22. Mai 1955

Er hat sich u.a. die Haderbücher erschlossen, veröffentlicht und gedeutet. Die Beschäftigung mit ihnen führte ihn weiter zur Bearbeitung des Londoner Urkundenbuches des Ingelheimer Gerichtes, das er in zehnjähriger Arbeit erschlossen und in vier Bänden veröffentlicht hat. (Prof. Dr. Ernst Emmerling; in Heimatjahrbuch 1970, S. 65)


Gaul, Fritz, Winzermeister, 14. Juni 1990

Er wurde geehrt für sein vielfältiges Engagement bei der Bearbeitung des Heimatjahrbuches, seine aktive Mitarbeit im Beirat und Redaktions-Ausschuß; letztlich aber auch für dessen Wirken als Buchautor des Gedichtsbandes "Philosophie um Wein und Leben"... (Josef Loos: in Heimatjahrbuch 1991, S. 170)


Gobbi, Don Aldo, Monsignore, Journalist und Beauftragter des Bischofs von Verona, am 17. September 1953

Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden und der vorzüglichen Unterstützung der Partnerschaft zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Bingen.

Gozzi, Renato, On. Avv., Präsident der Provinzialversammlung in Verona, am 12. April 1962

Es ist erfreulich, immer wieder zu erfahren, daß über weite Meilen hinweg in der ruhmvollen Stadt an der Etsch und in der gesegneten Landschaft am Gardasee Menschen leben und wirken, die alles tun, um die Beziehungen zu dem Binger Land aufrechtzuerhalten und zu vertiefen. (Claus Palm: in Heimatjahrbuch 1963, S. 139)


Hammer, Robert Ernst, Journalist, Bingen-Büdesheim, am 14. Juni 1985

In Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um die Förderung der Vereinigung und unermüdlichen Einstehens für ihre Ziele wird am Jahrestag der Reichsakte von Verona und am Gründungsjubiläum der Vereinigung ... zum Ehrenmitglied ernannt.*)


Hane, Karl, Rektor i. R., Nierstein, 14. Juni 1985

In Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um die Förderung der Vereinigung und unermüdlichen Einstehens für ihre Ziele wird am Jahrestag der Reichsakte von Verona und am Gründungsjubiläum der Vereinigung ... zum Ehrenmitglied ernannt.*)


Harsch, Theo, am 10. Mai 1988

Als langjähriger Leiter der Volksbildungswerkes Guntersblum hat er sich auch besonders für die Heimatpflege eingesetzt.

Helmerich, Georg, Kreisdeputierter a. D., Ockenheim, 14. Juni 2000

Die kulturhistorische Gemeinschaft ... würdigt damit das Lebenswerk einer Persönlichkeit, die alle Merkmale der Kriegsgeneration trägt:
- 1938 unter der Wehrpflicht einberufen. Kriegsdienst an der Front bis 1945. Gefangenschaft in verschiedenen Lagern bis zum Ural mit Entbehrungen. Heimweh und Zwangsarbeit bis 1949.
- Vom Stacheldraht befreit, schuf Herr Helmerich sich in der Heimat mit Familie und Beruf ein harmonisches Fundament des Daseins.
- Pflichtbewusst und tatkräftig erreichte er eine führende Position in einem weltbekannten Unternehmen.
- Uneigennützig half er im Sozialen den Spätheimkehrern.
- Verbindend und aktiv förderte er im Gesang die Kultur.
- Vertrauen der Bürgerschaft verlieh ihm Mandate und Ehrenämter in seiner Gemeinde, in der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim und im Landkreis Mainz-Bingen.Im Zeitraum eines halben Jahrhunderts bewährte sich Herr Helmerich als schlichter einflussreicher und zuverlässiger Anwalt der Heimatpflege - insbesondere der Literatur, die er als Autor auf historischem und landeskundlichem Wissen lokal, regional und völkerverbindend mitgestaltete. *)


Herzog, Gerulf, Landrat a. D., Dexheim, am 2. Mai 1994

Die kulturhistorische Gemeinschaft für den Landkreis Mainz-Bingen würdigt damit eine Persönlichkeit, die sich um die Heimatpflege große Verdienste erworben hat.


Heyen, Franz-Josef, Dr., Prof., Leiter des Landeszentralarchives Rheinland-Pfalz, Koblenz

Für seine hervorragende Unterstützung der Autoren des Heimatjahrbuches bei der Erschließung von heimatlichen Quellen

Huf, Carl Franz, Kaufmann, Ingelheim am Rhein, am 7. Dezember 1976

Die kulturhistorische Gemeinschaft würdigt damit eine Persönlichkeit, die herausragend in der Stadt Ingelheim wirtschaftlich wirkte, das Ingelheimer Rotweinfest begründete und über das Lokale hinaus übergreifend stets den Mittelbereichen Ingelheim und Bingen als heimatliche Landschaft in der Kommunalpolitik und im Kulturellen verpflichtet war. Dankbar erkennt die Vereinigung der Heimatfreunde die aus Erfahrung und Überzeugung immer wieder spürbaren Bemühungen um Bestand und Förderung der Heimatpflege und Heimatliteratur an.*)


Etwas über Carl Huf

Am 14. Juli 1904 erblickte er das Licht der Welt in Nieder-Ingelheim. Er war schon in der Schule ein Primus und wegen seines übersprudelnden Lebensmutes nicht immer ein braver Schüler. Im elterlichen Betrieb erlernte er einen soliden handwerklichen Beruf. Der Ausbildung zum Maschinen- und Wagenbauer ließ er den Meisterbrief folgen. Über Jahrzehnte war er in Ingelheim und über die Stadtgrenzen hinaus im ehemaligen Kreis Bingen eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Die Kriegsjahre hatten auch das Leben Hufs geprägt. Im Wiederaufbau sah er eine sehr persönliche Verpflichtung. 1946 zog er in den Ingelheimer Stadtrat ein, zunächst als Abgeordneter der linksliberalen DDP. Bekannt wurde er seinen Mitbürgern auch, als er 1953 das Kaufhaus Huf neu gründete. Ab 1956 gehörte Huf dem Ingelheimer Stadtparlament als CDU-Mitglied an, übernahm dort 1959 die Führung der Fraktion und war in den sechziger Jahren Beigeordneter. Der angesehene Kaufmann und ökonomisch interessierte betätigte sich darüber hinaus ehrenamt-lich als Politiker im Kreis; er war ab 1969 Mitglied des Kreistages und des Kreisausschusses sowie Stellvertreter des Landrates und widmete sich auch kulturellen Belangen. In die Gegenwart herüberreichend und aus dem Stadtgeschehen nicht wegzudenken sind die Schaffung des Ingelheimer Rotweinfestes, zu dessen Initiatoren Carl Huf gehörte. Er sorgte in den Folgejahren für die stete Weiterentwicklung des Konzeptes und fand sich auch in dem Personenkreis wieder, der das Frei-Weinheimer Hafenfest aus der Taufe hob. Der Bau des Hotels auf der Waldeck ist seinen Bestrebungen zu ver-danken, erinnert sich Birger Schwaab von "Ingelheim aktiv", der sich in dieser Rolle als Nachfolger Carl Hufs sehen darf; denn er stand der Vorgängerorganisation, dem Ingelheimer Gewerbe- und Verkehrsverein, ebenfalls lange Jahre vor. Richtungweisend hat Huf schon frühzeitig an der Rolle Ingelheims als Mittelzentrum gearbeitet - eine Funktion, die er auch für Bingen gegeben sah. Sein erfolgreicher Einsatz in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern brachte Carl Huf, der auf die Pflege zwischenmenschli-cher Beziehungen immer Wert legte, neben Achtung und Respekt seiner Umgebung auch viel Anerkennung und hohe Auszeichnungen ein. So wurden ihm das Bundesverdienstkreuz und die Freiherr-vom-Stein-Plakette verliehen. Rühriges Mitglied war er in zahlreichen Vereinen, Organisationen und Verbänden. Dazu zählt auch seine langjährige Mitgliedschaft und Ehrenmitgliedschaft in der "Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein" - bis zu seinem Tod im Jahre 1991. (Heinrich W. Hamann, Heimatjahrbuch des Landkreises Mainz-Bingen, S. 240)

Jakob, Jacob Peter, Pfarrer, 1950 zum Ehrenvorsitzenden, 14. Juni 1950

Es war eine spontane Ernennung anläßlich der Gründungsversammlung. Ist er doch durch die Schaffung der ersten Heimattage in Badenheim in den Jahren 1948 - 1950 zum Begründer fast aller Heimattage im Kreisverband des "Binger Landes" geworden. Historisch gesehen gehört er in jenen sogenannten "Badenheimer Kreis", der die historischen Anknüpfungspunkte an Isaac Maus und auch Heinrich Bechtolsheimer gegeben hatte. (Dr. Richard Dereich: in Heimatjahrbuch 1957, S. 51)


Etwas über Pfarrer Jakob Peter Jakob

Vor 50 Jahren starb Pfarrer Jakob Peter Jakob. Am 11. Januar 2004 jährt sich zum 50. Mal der Todestag von Pfarrer Jakob Peter Jakob, des Ehrenvorsitzenden der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein. Am 22. Februar wäre er 79 Jahre alt geworden. Er starb in seiner für ihn als Ruheständler eingerichteten "Austragsstube" im Obergeschoss des katholischen Pfarrhauses zu Badenheim. Dieses stattliche Pfarrhaus, ein Massivbau mit Krüppelwalmdach und schöner Treppe im Inneren, war als gräflich Schönbornsche Amtskellerei erbaut, datiert 1783, infolge der Französischen Revoluti-on 1789 wohl aber nie als solche wirklich benutzt worden. Am 14. Januar 1954 wurde Jakob Peter Jakob zu Grabe getragen. Unter großer Anteilnahme der Badenheimer aus bei-den Konfessionen und zahlreicher Heimatfreunde aus ganz Rheinhessen und darüber hinaus. Ergreifend die Rede des evangelischen Pfarrers von Bosenheim und Pfaffen-Schwabenheim, Hans Mathes, eines Frei-Laubersheimers. Pfarrer Jakob hatte, als er noch in dem Freilaubersheim benachbarten Fürfeld Pfarrer war, den jungen Mathes in Latein unter-richtet. In Pfaffen-Schwabenheim begegneten sie einander im gleichen Beruf wieder; die katholische Gemeinde dort war Filiale von Badenheim, wohin Pfarrer Jakob versetzt worden war.
In der Gründungsversammlung der Vereinigung der Heimatfreunde am 14. Juni 1950 auf Burg Klopp wurde Pfarrer Jakob Peter Jakob spontan zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Er war von 1948 bis 1950 derjenige, der zu fast allen Heimattagen den Anstoß gab, begonnen mit dem von ihm selbst in Badenheim organisierten und geleiteten ersten Kulturtag zwischen Appel- und Wiesbach. Geboren wurde Pfarrer Jakob am 22. Februar 1875 in Gau-Bickelheim als Sohn des aus einer Mühle im Odenwald stammenden katholischen Lehrers Nikolaus Jakob und dessen im Rheinhessischen beheimateten Ehefrau Maria Magda-lena Euler. Somit jährt sich sein Geburtstag 2005 zum 130. Mal. Am Tag seiner Geburt war "der Rhein noch feste zuge-froren". Das galt auch für Appel- und Wiesbach. "...da musste in der Frühe des nbrechenden Tages der damals l8-jährige Onkel Wilhelm Beck aus der ,Brätgass' in `Beckelem' die Schlittschuhe anziehen und auf der Bach (Wiesbach) ins be-nachbarte Wallertheim eilen, den Großeltern zu melden, dass der Stammhalter angekommen sei." So hat es Pfarrer Ja-kob später selbst beschrieben und hinzugefügt: "Auch der gute Pfarrer Hinkel in Gau-Bickelheim, ein sonderlicher Lieb-haber der hebräischen Sprache, freute sich, dass dem jungen Herrn Schullehrer, der im Rathaus wohnte, ein Söhnlein geboren sei, dessen voller Name schon im ersten Buch der Bibel geschrieben steht: ,...da redete Gott zu Israel in einem Nachtgesichte. Er sprach: Jakob, Jakob! Der antwortete: Hier bin ich.' (1.Moses 46,2.)." "Weil es damals so arg kalt war," ist Pfarrer Jakob, wie er später berichtete, zu Hause, "also im Rathaus", wo die Lehrerfamilie ihre Wohnung hatte, getauft worden. "Dort hat auch der Kleine beim letzten Besuch des Mainzer Bischofs Wilhelm Emanuel von Ketteler in Gau-Bickelheim den Segen dieses großen Kirchenfürsten empfangen. Allerdings hatte der kleine Lauser, der gerade so ein bisschen laufen konnte, kurz vor dem Eintritt des hohen Herrn in echt kindlicher Weise durch Menschliches, Allzumensch-liches ein wenig gegen die Etikette gesündigt, ein Verbrechen, dessen Spuren die junge Frau Lehrer noch gerade recht-zeitig beseitigen konnte." Genauso hat der alte Pfarrer dies in der ihm eigenen humorvollen Weise in einer Plauderei in der Allgemeinen Zeitung berichtet. Wie das Badenheimer katholische Pfarrhaus gehört auch das ebenso stattliche Gau- Bickelheimer Rathaus mit der drei-schiffigen Halle im Erdgeschoss, mit den noch aus dem 16.Jahrhundert stammenden großen Ladenfenstern und den zwei im rückwärtigen Teil eingemauerten ornamentierten Türstürzen, zu den erhaltenswerten rheinhessischen Kunst-denkmälern. Auch das Rathaus trägt ein Krüppelwalmdach, 1794 datiert. Beides Relikte aus dem Ancien Regime. Faszi-nierend aber nicht nur für den Pfarrer, in dessen Leben sie eine Rolle spielten, auch für uns. Absolutistisch regiert wollte auch er nicht werden, so wenig wie wir heute. Am 14. April 1894 wurde Jakob Jakob in das Mainzer Priesterseminar aufgenommen. Weil Vor- und Familiennamen gleichlautend waren, und dies später bei Veröffentlichungen hinderlich war, durfte er 1909 seinem bei der Taufe erhalte-nen Vornamen "Jakob" noch einen zweiten, den Vornamen "Peter", hinzunehmen.
Nach der Priesterweihe durch Bischof Paul Leopold Haffner wurde er am 26. März 1898 Kaplan in Bensheim, später in Groß-Steinheim, danach in Bingen und schließlich Pfarrer im rheinhessischen Fürfeld. Seine Liebe galt, wie oben bereits gesagt, neben seiner Berufung zum Seelsorger der Geschichte seiner rheinhessischen Heimat. Er erkannte sehr bald, "dass die Geschichte des christlichen Glaubens eng mit der Geschichte des Dorfes verwoben war", so der evangelische Kirchenhistoriker Heinrich Steitz, "eine Trennung von Dorf- und Kirchengeschichte" also "unmöglich schien". Pfarrer Jakob suchte nach Quellen, nicht nur in der bereits erschienenen Literatur, sondern auch in den Beständen des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt. Es entstand die "Chronik des Marktfleckens Fürfeld", der erste Teil 1909 zur Ortsgeschichte, der zweite Teil 1910 zur Geschichte der Kirchen und der Kirchengemeinden. Auch mit dem Hofgut Iben beschäftigte sich Pfarrer Jakob. Nach Badenheim kam Jakob Peter Jakob als katholischer Seelsorger 1924. Was er dort beim Blick in die Geschichte dieses Dorfes fand -ein ganzes Jahrhundert des schrecklichsten Konfessionsstreites, der bereits 1695 mit einer Geisel-nahme von Badenheimer Bürgern durch die Junker Faust von Stromberg, damals Lehnsträger des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken und Ortsherren zu Badenheim, begann. Dieses Bubenstück sollte die Pfalzgräfin Charlotte Friederike dazu bewegen, den lutherischen Badenheimer Pfarrer durch einen katholischen Geistlichen zu ersetzen. Charlotte Friederike residierte auf der Burg Landsberg über MoscheI. Der Herzog saß als Karl XI. in Stockholm auf dem schwedischen Kö-nigsthron. Pfarrer Jakob berichtet in seiner Chronik: "Pfalzgräfin Charlotte Friederike schrieb am 17. Januar 1696 den Gebrüdem Faust, sie müsse alles bisherige Faust-Strombergische Verfahren zu Badenheim, weil solches auf das vielfäl-tige Erinnern nicht rückgängig gemacht worden, an Seine Königliche Majestät in Schweden melden." Bei Pfarrer Jakob scheint der Wunsch, der eindringliche Wunsch der Badenheimer auf, dass dieser schlimme Konflikt beendet werde: Als am 11. Dezember 1707 der katholische Ortsgerichtsmann Heinrich JockeI (JackeI), "Vormann" der Badenheimer Katholi-ken, Geisel von 1695, im Alter von 75 Jahren gestorben, zu Grabe getragen wird, ist "ein starkes Geleit von Katholiken, Lutherischen und Reformierten... zugegen. Da entschließt sich Pfarrer Simon [ein in Köln geborener Karmeliterpater vom Kreuznacher Karmel] rasch zu einer Leichenrede und hält eine solche am offenen Grabe aus dem Stegreife - ein Beweis, dass er ums Wort nicht verlegen war, dass vom Verblichenen Gutes gesagt werden konnte, und dass die Bevölkerung eigentlich den Frieden liebte." So formuliert, auch des Pfarrers eigene großartige Haltung bezeugend.
Es gibt ein Bild von Paul Klee, das Angelus Novus heißt. Der jüdische Schriftsteller Walter Benjamin schreibt über dieses Bild: "Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind angespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft..." Diesem "Engel der Geschichte" ist of-fenbar auch Pfarrer Jakob begegnet, als er sich mit der leidvollen Badenheimer Geschichte auseinander setzte! Pfarrer Jakob sprach nie viel darüber, was ihn, den im Ort verbliebenen Ruheständler, dazu veranlasste, in jedem Leichenzug mitzugehen, ganz gleich, ob da ein Katholik oder ein Protestant gestorben war. Und er bemühte sich auch als amtieren-der katholischer Seelsorger stets darum, dass ein Verstorbener würdig zur letzten Ruhe gebettet wurde. Aber gelegent-lich hörte ich aus seinem Mund: "Mein Gott, unser Kirchenrecht ist manchmal schon schwierig..." Wenn er kirchenrecht-lich selbst keine Möglichkeit sah, diesen oder jenen Katholiken nach römisch-katholischem Ritus zu bestatten, dann kümmerte er sich darum, dass ein anderer dem Verstorbenen den Liebesdienst einer christlichen Bestattung erwies. Pfar-rer Jakob hatte immer ein gutes Verhältnis mit seinem protestantischen Konfrater im Ort; man sprach sich ab. Dies war, rundum gesagt, Ökumene vorgelebt! "Nur," sagte er, "nur einmal, da wollte mich einer offenbar ärgern." Auch jener protestantische Pfarrer versprach ihm zwar, den katholischen Toten, den Jakob Peter Jakob aus kirchenrechtlichen Gründen nicht beerdigen konnte, christlich zu beerdigen. Jener in Wahrheit unchristliche "Kollege' aber sagte dann am offenen Grab: "Da ging ein Mensch von Jeri-cho nach Jerusalem und fiel unter die Räuber. Es kam ein Priester vorbei, auch der ließ ihn liegen..." Pfarrer Jakob: "Mit diesem Herrn habe ich kein Glas Bier mehr zusammen getrunken; möge mir der Himmel dies verzeihen." (Heinrich J. Maurer, Heimatjahrbuch des Landkreises Mainz-Bingen 2004, S. 252ff)

Kappesser, Philipp, Bürgermeister, Bubenheim, vor 1953

Er war 50 Jahre, unterbrochen durch die Zeit des Naziregimes, ehrenamtlicher Bürgermeister von Bubenheim und hat das Gemeindearchiv in hervorragender Weise geordnet und erschlossen. Seine heimatkundlichen Vorträge waren vor allem im Selztal gut besucht und geschätzt.


Kern, Jakob, Horrweiler, am 28. März 1988

Als Mitglied der Heimatfreunde wurde er Mitarbeiter an der Gestaltung des Heimatjahrbuches und liefert jedes Jahr einen heimatgeschichtlichen Beitrag. Fritz Gaul: in Heimatjahrbuch 1982, S. 135)


Kirsten, Franz, Fabrikant, Bingen-Bingerbrück, am 26. März 1979

Unsere kultur-historische Gemeinschaft würdigt damit eine angesehene Persönlichkeit der Wirtschaft, die in beispielhaften Erfolgen stets ein tätiger Förderer unserer heimatbezogenen Kulturarbeit blieb.*)


Kühn, Heinz, Bürgermeister, Ingelheim am Rhein, am 5. November 1965

Er hat sich als Bürgermeister der Stadt Ingelheim und als langjähriger Vorsitzender des historischen Vereins Ingelheim um die Heimatpflege und den Aufbau der Städtepartnerschaften große Verdienste erworben.


Machemer, Johann, Sprendlingen, 1965

Er war Kunstmaler und Kunstpädagoge am Binger Stefan-George Gymnasium und hat sich auf diesem Gebiet um seine Heimat verdient gemacht.


Naujack, Erich, Bingen am Rhein, am 14. Juni 1998

Unsere kultur-historische Gemeinschaft im Landkreis Mainz-Bingen würdigt damit das die Zeitspanne einer Generation umfassende tatkräftige Wirken einer Persönlichkeit, die den Wandel zur Globalisierung frühzeitig erkannt, die Folgen der dadurch schwindenden Grundlagen in der überkommenden Wirtschaftsstruktur für die Menschen voraussah und aus Verantwortung risikobereit und zupackend bemüht war, dem regional bedeutsamen Wirtschaftsstandort Bingen neue Arbeitsstätten für die soziale und kulturelle Existenz in der Zukunft zu sichern, der dadurch jahrelang in belastende Abstraktionen und ungezügelte Meinungsaktionen geriet, und schließlich vom Bundesgerichtshof korrigierend erfuhr, aus edlen Motiven für das Gemeinwohl gehandelt zu haben. Mit unserer Auszeichnung danken wir zugleich unserem neuen Ehrenmitglied für die spürbare, vorbildliche und bekennende Förderung unserer kultur-historischen Tätigkeit in der Heimatpflege und in der uns mitgelebten Partnerschaft mit der Provinz Verona.


Nicoletto, Alberto, Präsident des Coro Scaligero Dell´Alpe, Verona, am 19. November 1981

Vorstand, Beirat und Mitgliedschaft der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein schätzen sich glücklich, diesen bescheidenen Menschen, dem der Gesang und die Bemühungen um eine echt partnerschaftlich-freundschaftliche Beziehung zwischen dem Mainz-Binger Land und der Provinz Verona über alles gehen, als Ehrenmitglied in ihren Reihen zu wissen. (Josef Loos: in Heimatjahrbuch 1983, S. 192


Nohl, Albert, Oppenheim, am 24. März 1988

Er hat sich als Heimatforscher in Oppenheim und Umgebung besondere Verdienste erworben.


Palm, Claus, Verwaltungsdirektor a. D. , Cavaliere Officiale (Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Italien), Bingen am Rhein, am 14. Juni 1985

In Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um die Förderung der Vereinigung und unermüdlichen Einstehens für ihre Ziele wird am Jahrestag der Reichsakte von Verona und am Gründungsjubiläum der Vereinigung ... zum Ehrenmitglied ernannt.*)


Pape, Marlene Dehio von, Wiesbaden, am 8. Oktober 1961

Sie hat das Heimatjahrbuch lange Jahre durch Gemälde und Zeichnungen künstlerisch begleitet und bereichert.

Perdona, Valentino, Prof., Kammerabgeordneter, am 17. September 1953

Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden und der vorzüglichen Unterstützung der Partnerschaft zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Bingen. Pfaender, Karl-Heinz Noch nicht förmlich vollzogen aber durch die Mitgliederversammlung beschlossen (2002)


Pfaender, Karl-Heinz, Bürgermeister a. D., Ingelheim am Rhein, 18. Oktober 2002

"Die kultur-historische Gemeinschaft im Landkreis Mainz-Bingen würdigt dankbar die außerordentlichen Verdienste eines leitenden Komunalbeamten,der in erprobter Verwaltungskunst als hauptamtlicher Bürgermeister von 1982 bis 2001die Verbandsgemeinde Gau-algesheim geleitet, dieser und zugleich den lokalen Selbstverwaltungskörperschaften sowie den Bürgerinnen und Bürgern zwischen Selztal, Welzbachtal und Jakobsberg wegweisend gedient, die Verbandsgemeinde aus geschichtlichem Verständnis in der Folge rheinischer Kurstaaten erkannt, aus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft seine Verbandsgemeinde über die Allgemarbeit hinaus mit dem heimatlichen Kulturgut überhöht und verwoben,und vorbildlich für das Kreisgebiet unsere Heimatpflege umsichtig und wirksam unterstützt hat." *)


Römer, Johann Wilhelm, Staatssekretär, Mainz, am 10. Mai 1988

Für die hervorragende Unterstützung der heimatpflegerischen Arbeit der Heimatfreunde als Landrat des Landkreises Mainz-Bingen. Er setzte sich besonders für den Erhalt des Heimatjahrbuches ein und hat dessen Bestand in schwieriger Zeit gesichert.


Rudolf, Josef, Pfarrer von Gau-Algesheim, Geistlicher Rat, Ehrendomkapitular, Ehrenbürger der Stadt Gau-Algesheim, 1953

Er war als Seelsorger der Heimatpflege immer besonders verbunden.


Saalwächter, Andreas, Offenbach am Main, Datum unbekannt

Als unermüdlicher Erforscher vorhandener und Entdecker unbekannter Ingelheimer Geschichtsquellen hat Herr Saalwächter sich größte Verdienste um seine Heimat erworben. Er hat durch wissenschaftliche Erforschung und reiche schriftstellerische Tätigkeit die Geschichte Ingelheims in vielen Teilen erst erschlossen und einem weiteren Kreis bekannt gemacht. Sein jahrzehntelanges begeistertes und unermüdliches Wirken hat viel dazu beigetragen, dort das Verständnis für die Heimat und ihre reiche Vergangenheit anzuregen und zu beleben.*)


Saalwächter, Heinrich Peter, Ingelheim; Datum unbekannt

Als Mitbegründer und jahrzehntelanger Vorsitzender des Historischen Vereins Ingelheim hat hier Herr Saalwächter bleibende Verdienste um die Erforschung der Vergangenheit und Betreuung der Baudenkmäler Ingelheims und des Ingelheimer Grundes erworben. In der Öffentlichkeit und durch privates Wirken trug er damit wesentlich zur Weckung des Heimatbewußtseins im einstigen Ingelheimer Reichsgebiet bei.*)


Schadt, Jakob, Bingen-Kempten, am 2. Mai 1994

Die kulturhistorische Gemeinschaft für den Landkreis Mainz-Bingen würdigt damit eine Persönlichkeit, die sich um die Heimatpflege große Verdienste erworben hat.


Schmitt-Kraemer, Ehrenbürger der Stadt Bingen, Bingen, Datum unbekannt

Als Gründungsmitglied hat er sich besonders für die Belange der Heimatpflege eingesetzt. Seine Arbeit als Redakteur der Heimatbeilage "Heimat am Mittelrhein" hat dieser zur besonderen Anerkennung und Beachtung in der breiten Bevölkerung verholfen.


Spang, Josef, Kreisschulrat, Gau-Bickelheim, vor 1953

Mit seinen jahrzehntelangen Forschungsarbeiten im Volks- und Brauchtum, sowie in der Geschichte der rheinhessischen Dörfer hat er sich besondere Verdienste erworben.


Stamm, Hans, Bürgermeister a. D., Bacharach, am 2. Mai 1994

Die kulturhistorische Gemeinschaft für den Landkreis Mainz-Bingen würdigt damit eine Persönlichkeit, die sich um die Heimatpflege große Verdienste erworben hat.*)


Sturm, Karl, Rektor a. D., Heidesheim, am 23. September 1962

Er hat sich um die Heimatpflege besonders für den Heidesheimer Raum besondere Verdienste erworben.

Trapp, Anton, Landrat, zum Ehrenvorsitzenden, am 14. Juni 1952

Er war Mitbegründer und Mitinitiator zur Gründung der Vereinigung der Heimatfreunde "Binger Land".


von der Weiden, Oskar, Oberamtsrat, a. D., Bingen-Bingerbrück, am 26. März 1979

Die kulturhistorische Gemeinschaft würdigt damit eine Persönlichkeit, die im überschaubaren heimatlichen Raum in ihrem erfolgreichen Lebenswerk im Dienst der Bürgerschaft und als Mandatsträger der kommunalen Politik die heimatkundliche Kulturarbeit stets gefördert und unser heimatpflegerisches Wirken bekennend unterstützt hat.*)


Welter, Peter, Schriftsteller, Bingen, am 8. Mai 1960

Ein Mann, der die Geschicke der Vereinigung der Heimatfreunde und deren Vorgängerin, den Kreisverband der Heimatfreunde "Binger Land" von Anfang an mitgeprägt hat. Volkshochschule und Erwachsenenweiterbildung waren ihm Herzensanliegen, bei der Gestaltung der Heimatjahrbücher wirkte er bestimmend mit. (Josef Loos: in Heimatjahrbuch 1982, S. 150)


Wolff, Robert, Dr., Oberstudiendirektor, Bingen, am 6. März 1992

Er hat mit seiner stillen Art, seinem profunden Wissen um unsere Heimat, seiner unaufdringlichen aber wirkungsvollen Arbeitsweise wesentlich dazu beigetragen, das Ansehen unserer Vereinigung zu stärken und besonders dem Heimatjahrbuch den Rang zu verleihen, den es im Reigen der Jahrbücher und Kalender im Lande Rheinland-Pfalz derzeit einnimmt. (Nachruf in der Allgemeinen Zeitung vom 6. August 1995)


Zamboni, Pietro, Dr., Prof., Verona, am 14. Juni 1980

Die Heimatfreunde ehren damit einen Veroneser Bürger, der seit 1952 ehrenvoll als bewußter Europäer seine freundschaftlichen Beziehungen zu dem Landkreis Mainz-Bingen bekundete. (Josef Loos: in Heimatjahrbuch 1982, S. 182)


Zangrando, Guido, Prof., Verona, 11. Mai 1952

... Dieser bedeutende Wissenschaftler war enthusiastischer Mitbegründer und von der ersten Stunde an ein überzeugter und ideenreicher Mitarbeiter des 1952 eingeleiteten Kulturaustausches der Provinz Verona mit unserem Landkreis am Rhein... Den Kulturaustausch mit dem deutschen Landkreis am Rhein förderte Guido Zangrando geistig und materiell. Er betreute Jugend- und Schülergruppen und warb in Italien und Deutschland in Presse und Rundfunk immer wieder für diese Form der Völkerverständigung... (Heimatjahrbuch 1973, S. 154)


Zanotto, Giorgio, Dr., Prof., Oberbürgermeister von Verona, am 12. April 1957

Förderte mit lebhafter Sympathie den freundschaftlichen Kulturaustausch zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Bingen. (Heimatjahrbuch 1977, S. 108)


Zecchinato, Guisspina, Dr., Prof., Verona, am 12. April 1962

Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Heimatfreunden und der vorzüglichen Unterstützung der Partnerschaft zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Bingen.


*) Text der Urkunde