Die Preisträger 2003


1. Platz:
"Zeitspiegelungen. Ingelheim von den Dreißigern bis heute.", erschienen im Sutton Verlag, Erfurt, 1999, Autorinnen: Martha Schwab (2.v.l.) und Margarthe Köhler (2.v.r.)

2. Platz:
Ingelheim unter dem Hakenkreuz (Beiträge zur Ingelheimer Geschichte, Heft 44), Historischer Verein Ingelheim, 1999, Autor: Anno Vey (3.v.l.)

3. Platz:
100 Jahre Turnverein Steeg, 12. - 16. Mai 1999, Festschrift, Turnverein Steeg e.V., 1999, Autor: Dieter Stiehl (2.v.r.)

Die Preisträger 2005

Adam J. Schmitt , Vorsitzender der Heimatfreunde (l.), und Joachim Junkers (3.v.r.) zeichneten die Preisträger Willi Geisenhof, Thomas Ehlke, Erich Hinkel und Heinrich Stüber (v.l.) aus.

1. Platz:

"Die unterirdische Stadt Oppenheim. Von der Schattenwelt zum Erlebnisraum", erschienen im Hermann-Josef Emons Verlag, Köln, 2003. Autor: Thomas Ehlke

Laudatio von Joachim Junker:

"Oppenheim klingt hohl", so zitiert der Preisträger die Erkenntnis des Apothekers und Heimatforschers Carl Wilhelm Wernher aus dem Jahr 1925. Ein Satz, der ein wohl einzigartiges Phänomen auf den Punkt bringt. Hohlräume und Gänge unter Städten und Festungen gibt es auch andernorts, aber die Oppenheimer "Stadt unter der Stadt" ist ein so weit verzweigtes Labyrinth, wie es sonst in dieser Form nirgends anzutreffen ist und dessen Anfänge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Von fast jedem der rund 500 Grundstücke im Bereich der ehemaligen Stadtmauern gehen Keller und Gänge ab. Oft sind mehrere Ebenen übereinander gelagert, die unabhängig voneinander verlaufen oder aber auch miteinander verbunden sind, so der Autor weiter. In diese Schattenwelt nimmt Thomas Ehlke uns als Leser mit und lässt uns teilhaben an seinen Entdeckungen. Zusammen mit den hervorragenden farbigen Fotos seines kongenialen Partners Torsten Zimmermann - sie werten das Buch nochmals ungemein auf und runden es stilvoll ab - eröffnet er "dem Betrachter Einblicke, die bis vor kurzem selbst Experten verborgen blieben". Auf 160 Seiten breitet Thomas Ehlke fundiert das reichhaltige Material über die Anfänge und die Nutzungsgeschichte der "Stadt unter der Stadt", sowie die Sanierungs-bestrebungen der nun lebenden Generationen, sie für die Nachwelt - sprich für unsere Kinder und Kindeskinder - zu erhalten, indem man sie vielfältig als Erlebnisraum touristisch nutzt, aus. Mit dem ersten Preis wurde ein Buch bedacht, das man nicht mehr so schnell aus der Hand legt, hat man erstmal mit dem Lesen begonnen.

2. Platz

"Appenheim - Geschichte in Bildern und Dokumenten", erschienen im Literaturverlag Dr. Gebhardt & Hilden GmbH Idar-Oberstein. Autor: Erich Hinkel.

Laudatio von Günter F. Hattemer:

Mit dem zweiten Preis zeichnen die Heimatfreunde das Buch "Appenheim - Geschichte in Bildern und Dokumenten" aus. Erich Hinkel hat das 362 Seiten starke Buch im Auftrag der Gemeinde verfasst. Sein Ziel war es, "die Erinnerung an das historische Appenheim wach zu halten, nicht im Sinne einer sentimentalen und verklärten Rückschau, sondern als informativer und kurzweiliger Einblick in die Appenheimer Geschichte". Das ist ihm gelungen. Akribisch hat er 16 Monate lang aus tausend Vorlagen 349 Fotos sowie 95 Urkunden und andere Dokumente ausgewählt, sorgfältig geordnet und mit Blick auf den historischen Hintergrund ausgewertet. Zeitlich reicht die Darstellung von der erstmaligen urkundlichen Erwähnung 882 im Goldenen Buch der Abtei Prüm bis zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit Marano Valpolicella am 6. September 2003. Dieser Rahmen wird auch in einer Geschichtstafel in einer Form abgesteckt, die den heimatkundlichen Unterricht bereichern und erleichtern kann. Geprägt wird die Dokumentation von vielen Ansichtskarten und Bildern, die das Alltagsleben und die bauliche Entwicklung in einem von Landwirtschaft und Weinbau beherrschten Ort festhalten. Der Band dokumentiert beispiel- und modellhaft, wie Heimatgeschichte informativ und optisch interessant aufgearbeitet werden kann. Das Buch "Appenheim - Geschichte in Bildern und Dokumenten" ist im Literaturverlag Dr. Gebhardt & Hilden GmbH Idar-Oberstein erschienen, in dem auch das Heimatjahrbuch Mainz-Bingen erscheint.

3. Platz:

"Burg Stahleck über Bacharach - Von der Stauferburg zur Jugendherberge", Herausgeber und Verleger:Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e.V. . Autor: Heinrich Stüber

Laudatio von Günter F. Hattemer:

Den dritten Preis hat die Jury der Heimatfreunde verliehen an: Heinrich Stüber für sein Buch "Burg Stahleck über Bacharach - Von der Stauferburg zur Jugendherberge". Als Herausgeber und Verleger zeichnet der Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e.V. verantwortlich. Gedruckt wurde das 135 Seiten starke Buch bei Pretty-Print in Mainz. Bereits der modern gestaltete Titel animiert zum Einstieg in ein vielgestaltiges Thema. Dem Autor geht es nicht nur darum, die Entwicklung der Jugendherberge zu dokumentieren. Eng damit verknüpft ist auch ein weites Stück politischer Geschichte, lokaler und Weltgeschichte. Auch die NS-Zeit mit ihren unrühmlichen Auswirkungen wird nicht totgeschwiegen, sondern leicht verständlich aufgearbeitet. Fotos und Zeichnungen illustrieren die Texte vorzüglich. Diesen wiederum darf man höchste Sorgfalt in Recherche und Darstellung bescheinigen. Zusammen mit dem ausgedehnten Verzeichnis an Anmerkungen und Literatur, darunter wertvolle private Aufzeichnungen, bietet sich eine komplexe und komplette Darstellung.

Die Preisträger 2007


PST. Am 14. Juni wurde im „Historischen Museum am Strom – Hildegard von Bingen“ der „Sachbuchpreis Decimus Magnus Ausonius 2007“, der Historische Sachbuchpreis der Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein e.V.,  verliehen.
Der Sachbuchpreis wurde von den Heimatfreunde im Jahre 2002 ins Leben gerufen, um das heimatliterarische Schaffen besonders zu würdigen. In diesem Jahr erhielt der bisher „namenlose“ Sachbuchpreis den Namen „Decimus Magnus Ausonius“. Die Namensgebung geht auf den gallo-römischen Dichter und Staatsmann Decimus Magnus Ausonius zurück. Nach ihm ist  mit dem „Ausoniusweg“ ein Teil der Römerstraße, die von Mainz nach Trier führt, benannt. Ausonius beschreibt in seiner bekanntestes Dichtung „Mosella“ diesen Weg und damit unsere Region.
Für den Sachbuchpreis 2007 wurden sechs Beiträge eingereicht. Eine Jury aus Historikern und Heimatliteraten – ihr gehörten Günter F. Hattemer, Erich Hinkel, Joachim Junker, Gabriele Mendelssohn, Alfons Molitor und Pia Steinbauer an - bewertete die Sachbücher nach den Kriterien Gestaltung, Inhalt, Thema und persönlichem Eindruck. Wie eng die Beiträge in ihrer Bewertung nach den vorgegebenen Kriterien beieinander lagen, brachte der Vorsitzende Adam Schmitt zu Ausdruck:“ Wir haben – bei geringsten Unterschieden in der Bewertung – letztlich allen, die nicht den 1. – 3. Platz erreicht haben, einheitlich einen 4. Platz zuerkannt.“

1. Platz
Was fragt die Welt nach Poesie
Eine Biografie der Rheingauer Dichterin Adelheid von Stolterfoth
Autorin: Marlene Hübel

2. Platz
650 Jahre Stadtrat Bingen
Autor: Matthias Schmandt

3. Platz
Über den Rhein zum Kühkopf – die Guntersblumer Rheinfähre  „Hinüber und Herüber“ von 1829 bis 2005
Autoren: Volker Sonneck und Frank Frey

Mit dem 4. Platz ausgezeichnet wurden die Sachbücher
Eine  schöne und wahre Geschichte kann ich Euch erzählen
Eine Sammlung Ingelheimer Sagen und Geschichten
Autorin: Margarete Köhler

Oberdiebacher Weinchronik
Autor: Karl Richard Mades

Die historischen Grenzsteine im Museum der Stadt Ingelheim
Autor: Rainer Letzner