Bechenheim in Rheinhessen

Zur Geschichte von Bechenheim

Das Bild zeigt ein Panorama von Bechenheim
Blick auf Bechenheim[Bild: IGL]

Das südwestlich von Alzey gelegene Bechenheim ist das höchstgelegene Dorf Rheinhessens. Der Name bedeutet soviel wie "Heim des Bacho". Ein Gräberfeld aus dem 6. Jahrhundert deutet auf eine Gründung in fränkischer Zeit hin, obwohl sich in der Gemarkung auch ältere Siedlungsspuren erhalten haben. Die erste Erwähnung des Ortes findet sich in einer Fuldaer Urkunde aus dem Jahr 824. Bechenheim war damals Reichsbesitz und verfügte über einen Fronhof. Im Jahr 855 tauschte Agana, Steuereinnehmer des königlichen Palatiums zu Ingelheim, einen Gutshof in Bechenheim an das Kloster Prüm in der Eifel. Ein großes Gut besaßen die Gebrüder Boschen von Offenheim, die es im Jahr 1303 an das Kloster Syon verkauften. Die Vogtei war Reichslehen. 1401 waren Heinrich Wissen und Kunz von Speyer zu gleichen Teil im Besitz der Vogtei. Ein anderer Teil der Vogtei gehörte zur Raugrafschaft und kam dann an die Herren von Sponheim und von Hohenlohe, dann nach der Mitte des 14. Jh. an die Grafen von Nassau-Weilburg. Im Jahr 1579 wurde Bechenheim pfalzgräflich und blieb es bis zur französischen Okkupation. Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Bechenheim zum pfalzgräflichen Oberamt Alzey und zum Unteramt Erbes-Büdesheim.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Anne-Kathrin Zehender, Sarah Schrade, Sarah Traub

Verwendete Literatur:

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905.
  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 20.1: Kreis Alzey-Worms. Verbandsgemeinde Alzey-Land. Bearbeitet von Michael Huyer und Dieter Krienke. Herausgegeben im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege.
  • Helga Jungbluth: Bechenheim und seine Geschichte. In: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 33 (1998), S. 161-164.
  • Henning Kaufmann: Rheinhessische Ortsnamen. München 1976.

Aktualisiert am: 30.03.2016