Dexheim in Rheinhessen

Zur Geschichte des ehemaligen Reichsdorfes Dexheim

Das Backhaus in Dexheim.[Bild: Harald Strube]

Dexheim kommt urkundlich erstmals im Jahr 774 vor, als Karl der Große dem Kloster Lorsch ein Gut in der Gemarkung schenkte. Dexheim war wie Nierstein und Schwabsburg ein Reichsdorf. In Dexheim wohnten zahlreiche Adelsfamilien, die in der Gemarkung begütert waren. Freihöfe besaßen etwa die von Gabsheim, Schmidtburg, Gemmingen, Dienheim und das Domstift Mainz. Ein Zweig des Geschlechts von Albig führte sogar den Beinamen Dexheimer.

Dexheim wurde mehrfach verpfändet, bis es im Jahr 1375 zusammen mit Schwabsburg und Nierstein an Kurfürst Ruprecht von der Pfalz verpfändet und für immer dem kurpfälzischen Territorium eingegliedert wurde. Es gehörte zum Oberamt Oppenheim und blieb bei der Pfalz bis zum Untergang des Kurstaates Ende des 18. Jahrhunderts im Zuge der französischen Besetzung der Rheinlande.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff

Verwendete Literatur:

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905.

Aktualisiert am: 1.4.2016