Mörstadt in Rheinhessen

Zur Geschichte von Mörstadt

Evangelische Kirche Mörstadt.[Bild: Torsten Schrade]

Mörstadt wird im Jahr 763 erstmals und in den folgenden Jahren mehrfach in Schenkungen an das Kloster Lorsch genannt. Es hieß früher Merstadt (763), Meristat (774), Mergestadt (1247), Mergistat (1280), Mergstatt (1496) und Merstatt (1787). Die Besitzungen des Klosters Lorsch fielen nach dessen Aufhebung an das Wormser Domstift und an die Abtei Otterberg. Ritter Egid Schirlitz von Montfort stellte später Ansprüche an diese Güter, daher erhob Bischof Eberhard I. von Worms förmliche Anklage gegen ihn und seine Ehefrau Mathilde. Da das Ehepaar keine Beweise für seine Ansprüche vorbringen konnte, musste es auf seine Forderung verzichten. Von den Wormser Gütern fielen später einige an das Cyriakusstift in Neuhausen, deren Besitz König Ruprecht 1401 bestätigte. Im Übrigen gehörte das Dorf und seine Vogtei zur Grafschaft Leiningen. Nach dem Tod des Grafen Hesso von Leiningen 1465 überließ seine Schwester, Margarete von Westerburg die Hälfte des Dorfes Mörstadt dem Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz. Die andere Hälfte kaufte der Kurfürst 1481. Der Kurstaat blieb bis Ende des 18. Jahrhunderts im Besitz des ganzen Dorfes.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff, Sarah Traub

Verwendete Literatur:

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905.

Aktualisiert am: 09.06.2016