Offenheim in Rheinhessen

Zur Geschichte von Offenheim

Ortsansicht

Der Ort, im Jahr 768 erstmals urkundlich erwähnt, gehörte ursprünglich zur Raugrafschaft, die Vogtei lag dann in den Händen der herren von Bolanden. Spätestens seit dem späten 13. Jahrhundert gehörte Offenheim zum Herrschaftsbereich des Klosters Sion.

Besondere Sehenswürdigkeit des Ortes ist die katholischen Kirche St. Martin, deren dreiseitig geschlossener Saalbau aus dem Jahr 1756 stammt.

Ausgestattet ist die Kirche wie folgt:

  • Altar mit Immakulata und Kanzel aus Udenheim (Mitte des 18. Jahrhunderts)
  • Gestühl (1758)
  • - Hübsche Ewige Lampe (um 1760)
  • - Barockes Kruzifix

- In der Sakristei gemaltes Antependium mit hl. Martin (um 1730) und Kelch (um 1780).

Der Wehrturm der evangelischen Kirche in Offenheim stammt aus dem Ende des 13. Jahrhunderts. Das Erdgeschoß trägt zwei Spitzbogenöffnungen in das 1765 angebaute chorlose Schiff (Oberbau von 1765).
Auf dem Ebersfelder Hof befindet sich am Eingang eine alte Birnenmühle mit der man früher Weinbirnen mahlte. Den Most verwendete man zur Essigfabrikation.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff, Sarah Traub


Verwendete Literatur:

  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905.

Bild: Stefan Grathoff

 

Aktualisiert am: 17.06.2016