Heilig-Geist-Kloster in Alzey

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster zum Heiligen Geist lag an der Dautenheimer Landstraße nahe beim Kirchhof zu St. Georg. Der Stifter bzw. Erbauer der Anlage ist unbekannt. Zum ersten Mal erwähnt wird das Kloster im Jahr 1262. Nach einer Urkunde des Pfalzgrafen Ludwig II. von 1290 soll die Stiftung des Klosters aber mindestens bis auf die Zeit Pfalzgraf Ludwigs I. (1214-1228) zurückgehen. Der Konvent bestand überwiegend aus adligen Damen. Über die im Kloster befindliche Kapelle, die dem hl. Johannes geweiht war, hatte der Ritter Peter von Alzey das Patronatsrecht, ein Lehen des Pfalzgrafen Ludwig II.

Im Jahr 1262 gab der Pfalzgraf dem Ritter die Erlaubnis, das Patronat der Kapelle den Frauen zum Heiligen Geist bei Alzey zu übertragen. Der Erwerb dieser Kapelle scheint die Veranlassung dazu gewesen zu sein, dass um 1290 neben der Kapelle eine neue Klosteranlage, das Kloster St. Johann, geschaffen wurde. Beide Klöster bestanden noch eine zeitlang nebeneinander, bis das Mutterkloster, das "Kloster zum heiligen Geist zu St. Johann", im Neubau, dem "Kloster zu St. Johann" aufging. In seinem Testament machte der Ritter Wolfram der Kleine von Löwenstein 1296 sowohl den Nonnen zum Heiligen Geist wie auch den Frauen zu St. Johann gewisse Zuwendungen.

Es ist anzunehmen, dass später die Konventualinnen sowie die Güter und Einkünfte mit denen des St. Johannisklosters vereint wurden.

Quelle: Brilmayer, red. Bearb. S.G., AKZ

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