Zur Geschichte Bermersheims von Karl Johann Brilmayer
Bermersheim im Wormsgau hieß früher Bermotesheim (780), Bermodesheim (782), Bermutesheim (802), Bermutisheim (838), Bermesheim (1254), Bermirsheim (1277) und kommt urkundlich in den dem Kloster Lorsch zur Zeit Karls des Großen gemachten Schenkungen sehr häufig vor. Das Dorf gehörte schon früh den Grafen von Leiningen, welche es wieder zu Lehen gegeben hatten. In solcher Eigenschaft besaßen die Nagel von Dirmstein die Vogtei und das Patronatsrecht. Beides verkauften diese Nagel von Dirmstein im Jahr 1464 dem Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz und die übrigen Rechte, welche das Haus Leiningen noch von der Ortshoheit hatte, gingen nach dem Tod des Landgrafen Hesso von Leiningen durch den mit seiner Schwester Margareta von Westerburg im Jahr 1468 geschlossenen Vertrag ebenfalls an die Pfalz über. Es blieb nunmehr bei der Pfalz bis zur französischen Okkupation und gehörte zum Oberamt Alzey.