Altes Spritzenhaus
Mit der Errichtung des Spritzenhauses 1904 besaß die Bretzenheimer Freiwillige Feuerwehr endlich ein geeignetes Lager für ihre Spritzen und Schläuche. Bis dahin wurden die Löschgeräte nämlich im Rathaus bzw. später in einem Schulgebäude an der Oberpforte aufbewahrt. Ein nicht zufriedenstellende Lösung, da insbesondere der Raum im Rathaus viel zu klein und feucht war. Auch gab es keine Möglichkeit, die Schläuche zum Trocknen aufzuhängen und die sperrigen Leitern griffbereit unterzubringen. Es gab daher bereits 1885 Forderungen und Pläne, ein Spritzenhaus am heutigen Gänsmarkt (damals nur "Markt" genannt) zu errichten. Die Gelder dafür flossen aber erst einmal in den Bau des neuen Schulgebäudes an der heutigen Essenheimer Straße.
Das Spritzenhaus wurde 1904 der anstelle des dort befindlichen Löschweiher errichtet. Die Baukosten wurden zu 2/3 vom Dorf getragen, 1/3 schoß die hessichen Branversicherungskammer hinzu. Rund 60 Jahre lang diente das Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr als Station, bis es 1967 durch das neue Gerätehaus in der Zaybachstraße abgelöst wurde. Seitdem befindet sich im Alten Spritzenhaus ein Brieftaubenzüchterverein.
Text: Stefan Dumont. Literatur: Stauder, Bretzenheim, sein Brandschutz, seine Freiwillige Feuerwehr (S. 77 u. 111), sowie Denkmaltopographie Rheinland-Pfalz 2.3, S. 40.
