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Zur Geschichte von Büdesheim

Auf eine römische Besiedlung der späteren Gemarkung Büdesheim weisen Funde aus römischer Zeit hin. Unterhalb des Scharlachberges kam im Zuge des Ausbaus der Saarlandstraße ein mit Hangschutt überdeckter Rest eines quadratischen Ziegelbrennofens zutage (2,10x2,10m). Unter dem noch erhaltenen Brennraumboden (Tenne) mit seinen Heißluftlöchern lag der Heizraum, der aus einem Hauptkanal und zwei Nebenkanälen bestand.Der Ofen gehört aufgrund der in der Umgebung gamachten Lesefunde ins 2.-3. Jahrhundert n. Chr.

Der Ort Büdesheim kommt urkundlich erstmals im Jahr 1074 vor. Die Hoheit über den Ort scheint im Jahr 983 an das Mainzer Erzstift (Ottonische Schenkung) gekommen zu sein, doch beanspruchte diese Herrschaft im 13. Jahrhundert das Stift St. Stephan zu Mainz, welches bedeutende Güter in der Gemarkung besaß. Darüber und vor allem über die Vogtei entstanden zahlreiche Streitigkeiten zwischen dem Erzstift und dem Stift. St. Stephan, in den 1363 sogar Kaiser Karl IV. zugunsten des Mainzer Erzbischofs eingriff. 1346 finden wir die Herren von Hohenfels im Besitz der Vogtei.
Büdesheim war von einer schwachen Mauer (mit 4 Toren) umwehrt. In Kriegszeiten nahmen die Büdesheimer aber Zuflucht in Bingen. Dafür mussten sie bei der Verteidigung helfen und einen Teil der Stadtmauer (Büdesheimer Turm) baulich instand halten und mit Wächtern versehen.
Die Streitigkeiten zwischen Kurmainz und St. Stephan dauerten noch im 18. Jahrhundert an. Büdesheim bleib bis zur Auflösung des Kurstaates bei Mainz und gehörte zum Amt Algesheim.

Quelle: Cüppers, Römer; Bild: Harald Strube; redakt. Bearb. mk; S.G., AKZ