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Sehenswürdigkeiten

Burg Winecke

Am östlichen Ende des Dorfes Büdesheim bei Bingen, in der Nähe der Kirche, lag die Burg Winecke. Sie war mit Wall und Graben umgeben. Erstmals erwähnt wird die Burg im Jahr 1290, als Werner von Falkenstein dem St. Stephansstift zu Mainz Güter bei der Burg Winecke schenkte. Danach wird die Feste nicht mehr erwähnt. Ob die Burg Sitz der Herrenvon Budensheim war, die zwischen 1223 und 1443 häufig in Urkunden genannt werden, lässt sich nicht nachweisen. Nach 1443 werden die Büdesheimer nicht mehr genannt.

An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert war Burg Winecke im Besitz der Familie Frey von Dehrn. Ein Angehöriger dieser Familie, Johann Ernst Baron Frey von Dehrn, war Kanoniker an den Domstiften Mainz und Würzburg sowie des Ritterstiftes zum hl. Ferrutius in Bleidenstadt. Zudem war er auch Benefiziat des St.Magdalenenaltars auf der Burg Ehrenfels gegenüber Bingen. Zwischen 1644 und 1684 war er auch Amtmann in Bingen. Er wohnte häufig in Büdesheim. Er starb an den Folgen eines Sturzes vom Pferd, als er von der Burg aus auf den Rochusberg reiten wollte. Er wurde in der Rochuskirche vor dem Hochaltar begraben.

Wenngleich von der Burg Winecke keine Überreste mehr vorhanden sind, führte das an der Stelle stehende Gebäude im Volksmund den Namen "die Burg" und noch heute zeugt die Burgstraße von der Existenz der verschwundenen Feste.

Red. bearb. (mk)