Zur Geschichte Dalsheims von Karl Johann Brilmayer
Dalsheim im alten Wormsgau kommt unter dem Namen Dagolfesheim in den Jahren 765-866 im Lorscher Schenkungsverzeichnis 21 Mal vor. Zum größten Teil betrafen die Schenkungen Weinberge. Im früheren Mittelalter gehörte der Ort den Grafen von Leiningen, aber auch die Herren von Bolanden übten Gerichtsbarkeit daselbst aus. Im Jahr 1395 verzichtete Graf Friedrich von Leiningen zugunsten des Pfalzgrafen Ruprecht bei Rhein auf alle Rechte und Ansprüche an das Dorf Dalsheim und empfing dafür ein Viertel des Dorfes von dem Pfalzgrafen zu Lehen. Über die Veräußerung Friedrichs entstanden Streitigkeiten in der Leiningschen Familie, die 1539 Pfalzgraf Otto von Mosbach als Vormund des Kurfürsten Ludwig IV. im Sinne der Aufrechterhaltung des Vetrags entschied. Nach dem Erlöschen des Friedrich'schen Mannesstammes fiel auch der zu Lehen getragene vierte Teil von Dalsheim an die Pfalz und das Dorf blieb seitdem bei derselben bis zur großen Umwälzung am Ende des 18. Jahrhunderts. Es war dem Oberamt Alzey unterstellt.