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Gimbsheim, früher Gimminsheim (766, 770), Gimminisheim (770), Gemminisheim (772), Geminesheim (843), Gimascheim (1017), Gimmenheim (1263), Gummesheim (1367), Gymsheim (1383), Guimbsheim (1662), Gemsheim (1699), lag im Wormsgau und wird seit dem Jahr 766 häufig in Schenkungsurkunden an das Kloster Lorsch genannt.
Das Dorf scheint früh (1160) zur Grafschaft Leiningen gehört zu haben. Von Leiningen trug gegen Ende des 12. Jahrhunderts der Reichsministeriale Werner II. von Bolanden das Komitat zu Gimbsheim zu Lehen. Dorf und Vogtei scheinen später den Herren von Bolanden und von Hohenfels geteilt worden zu sein, denn im Jahr 1414 kaufte Kurfürst Ludwg III. von der Pfalz die Hälfte des Ortes Gimbsheim mit aller Obrigkeit und allem Zubehör von Eberhard von Hohenfels-Reipoltskirchen für 1.100 Gulden. Ein Wiederkauf war vereinbart; zudem galt die Bedingung, dass die 25 Gulden, welche seinem Bruder Konrad von Hohenfels, Propst zu Pfeddersheim, als ein Leibgeding darauf angewiesen waren, nach dessen Tod zur einen Hälfte der Kurpfalz und zur anderen Hälfte dem genannten Eberhard zufallen sollte. Diese Hälfte scheint nicht mehr eingelöst, sondern stets bei Kurpfalz geblieben zu sein. Die andere Hälfte des Orts und der Vogtei kam duch Erbschaft an die Grafen von Nassau-Saarbrücken und durch einen Tausch im Jahr 1662 ebenfalls an Kurpfalz. Seit dieser Zeit gehörte Gimbsheim der Pfalzgrafschaft und verblieb bei derselben im Oberamt Alzey bis zum Untergang des Kurstaates Ende des 18. Jahrhunderts. 

Quelle: Brilmayer; Bild: Harald Strube; redakt. Bearb. S.G.