Zur Geschichte Groß-Winternheims von Karl Johann Brilmayer
Groß-Winternheim kommt urkundlich zum erstenmal im Jahr 1140 vor. Es war ein altes Reichsdorf des Ingelheimer Grundes. Die Vogtei über dasselbe trug im Jahr 1190 Werner II. von Bolanden vom Kaiser und Reich zu Lehen. König Richard belehnte im Jahr 1257, da er kaum den deutschen Thron bestiegen, den Rheingrafen Wernher mit dem Dorf Groß-Winternheim, das vorher Gottfried von Eppstein zu Lehen angehört hatte. Im Jahr 1356 kam es durch Verpfändung Kaiser Karls IV. an die Bürger von Mainz und gelangte durch Weiterverpfändungen schließlich im Jahr 1407 an Kurpfalz. Da die Verpfändung niemals eingelöst und durch den westfälischen Frieden von 1648 für unablösbar erklärt wurde, so blieb es bei Kurpfalz bis zum Untergang derselben. Es gehörte zum Oberamt Oppenheim.