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Hinweise
Literaturtipps
Der Osteiner Hof in Mainz. Seine Baugeschichte und Wiederherstellung. Ohne Ort und Jahr [Mainz 1967].
Osteiner Hof
Am Schillerplatz findet die adlige Repräsentation in Mainz ihren reinsten Ausdruck. Der Platz zwischen Altmünsterpforte und Gautor ist verkehrsgünstig gelegen. Hier im Randbereich der mittelalterlichen Siedlung war Raum für große Gebäude vorhanden. Als Bauherren der Adelshöfe traten vor allem die kurfürstlichen Familien selbst auf. Der Osteiner Hof und der benachbarte Bassenheimer Hof wurden nahezu gleichzeitig gebaut. Bauherr beider Adelspalais war der regierende Kurfürst von Ostein (1743-1763). Der Osteiner Hof wurde 1750 unter der Leitung des Architekten Valentin Thomann fertiggestellt. Er diente der Familie Ostein lediglich 50 Jahre als Wohnung; seitdem wird er für militärische Zwecke genutzt.
Mainz ist reich an derartigen barocken Palais - das hat seine Gründe. In französischer Zeit war im Osteiner Hof der Sitz der Verwaltung des Départements Donnersberg (Mont-Tonnerre). Im 19. Jahrhundert befand sich hier die Militärverwaltung der preußischen und österreichischen Truppen ("Gouvernement"). Vor dem Ersten Weltkrieg bewohnten die Gouverneure von Kathen und von Bücking das Gebäude, in dem auch die Fahnen der einzelnen Regimenter aufbewahrt wurden. 1933 schenkte die Stadt das Gebäude Adolf Hitler. Ab April 1933 war der historische Bau am Schillerplatz Sitz der Leitung der NSDAP und der Oberleitung der Polizei. Während der Besatzungszeit wurde das Gouvernement dann von den französischen Oberbefehlshabern Guillement und Mangin genutzt. Heute ist der Osteiner Hof der Sitz des Standortältesten der Bundeswehr.
Quelle: 2000 Jahre Mainz. Geschichte der Stadt - digital; redakt. Bearb. S.G.
