Kloster Sion
Das Zisterzienserinnen-Kloster Sion lag ganz in der Nähe von Mauchenheim. Dort hatte das Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals in Urkunden erwähnte Kloster auch umfangreichen Besitz. Wohltäter des Klosters waren die Truchsessen von Alzey, die Herren von Lewenstein (die hier ihre Grablege hatten) und die Raugrafen. Die meisten Stiftungen sind wohl durch die Mitgift der Nonnen und durch Seelgerätstifungen an den Konvent gekommen. Man darf annehmen, dass vor allem adlige Damen in dem Kloster lebten. Um 1500 sind die Schwestern Apollonia, Elisabeth, Emmel und Gütgen Lerch von Dirmstein als Nonnen von Sion bezeugt. Die Kurpfalz behielt die beherrschende Stellung in Sion, bis die Abtei 1563 von Kurfürst Friedrich III. zugunsten der Geistlichen Güterverwaltung in Heidelberg aufgehoben wurde. Von den Klostergebäuden blieb nichts erhalten.
Literaturhinweise
Martin Nickol
Reben über den Ruinen : Kloster Sion zwischen Morschheim und Mauchenheim. In: Donnersberg-Jahrbuch 15 (1992), S. 78-79
Volker Rödel
Regesten zur Geschichte des Zisterzienserinnenklosters Sion.In: Alzeyer Geschichtsblätter 25 (1990), S. 3-50
Quelle: Dehio; redakt. Bearb. S.G.