Zur Geschichte Schafhausens von Karl Johann Brilmayer

Schafhausen gehört seit den älteren Zeiten zu Alzey. Es kommt urkundlich schon im Jahr 897 unter dem Namen Scafhusen vor. Kaiser Arnulf schenkte in diesem Jahr auf die Bitten seiner Gemahlin Uda unter anderem den Zehnten in Schafhausen der Domkirche in Worms. Später kam dieser Zehnte an die Pfalzgrafen. Im Jahr 1426 suchten der Pfarrer und die Kirchengeschworenen der Stadt Alzey bei Kurfürst Ludwig III. um Vrleihung des Zehnten zu Schafhausen, der auch an die Pfarrei tauschweise gegen liegende Güter abgetreten wurde. In dem geistelichen Lehenbuch des Kurfürsten Philipp vom Jahr 1488 heißt es bei den Einkünften des Pfarrers in Alzey: "Davon hat er  jerliches den Zehenden zu Schaffhusen. Ist eyn Dörflein mit zweyen Höfen und fust zwey Hußwohnung, ertregt eine jerliches onverlich zu gemeyn Jarn mitüber I Fuder Wins und LXXX malter Früchten, deßhalben muß er dasselbe Dörflein mit aller Reichung der heiligen Sakramente versehen, aber die Personen darinn pfarren geyn Alzey". Nach der Glaubensspaltung ist dieser Frucht- und Weinzehnte zur geistlichen Verwaltung eingezogen und darüber ein eigener Kirchenschaffner abgestellt worden.

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