Wörrstädter Rathaus

1843 rissen die Wörrstädter ihr altes Rathaus ab. Es hatte an der Einmündung der Langgasse in die Obergasse neben der Weed gestanden. Da aber kaum eine voll beladene Kutsche um die Ecke kam, wurde ein Abriss nötig. Im alten Rathaus waren nicht nur zwei Gemeindezimmer zu finden, in denen die Kinder unterrichtet wurden und die für die Zusammenkünfte des Gemeindevorstandes zur Verfügung standen, sondern auch ein Sitzungs- und Beratungszimmer. Auch die Feuerwehrspritze und das Gefängnis des Ortes war dort untergebracht. Außen am Rathaus war eine eiserne Elle angebracht sowie ein Pranger.

1848 bauten sich die Bürger ein neues Rathaus, welches 1902 verkauft wurde und wiederum einen Neubau eines Rathauses finanzieren sollte. 1902 kaufte der Rat deshalb das Maysche Haus, das noch heute dem Bürgermeister als Amtssitz dient und welches im unteren Stock zur damaligen Zeit den Schullehrer beherbergte.

Kluge: Wörrstadt. Die Geschichte einer kleinen Stadt. 1972. red.Bearb. Akz