Synagoge

Mikwe - das Frauenbad

Die Gründung der Wormser Synagoge geht weit in das 11 Jahrhundert zurück. Damit ist sie die wohl älteste Synagoge in Deutschland. Gleichzeitig war die Wormser Gemeinde mit bis zu 300 Mitgliedern eine der größten und am meisten angesehenen im Alten Reich. Ein erster 1034 errichteter Bau wurde 1096 zerstört. In den Jahren 1174/75 erfolgte der Neubau (Männersynagoge), 1185/86 wurde eine Badeanlage gestiftet, 1212/1213 wurde eine Frauensynagoge angebaut. In den Jahren 1623/24 entstand die Raschikapelle.
In der "Reichskristallnacht" 1938 wurde die Synagoge von den Nazischergen niedergebrannt, die erhaltenen Umfassungsmauern wurden 1942 gesprengt. In den Jahren 1959-1961 wurde der gesamte Synagogenkomplex nach alten Plänen wieder in den Vorkriegszustand versetzt und das alte Baumaterial wieder verwendet.
Neben der Synagoge steht das auf den Fundamenten des mittelalterlichen Tanzhauses der ehemaligen jüdischen Gemeinde wieder errichtete Raschi-Haus. Es beherbergt das jüdische und Sammlungen des Stadtarchivs.

Quelle: Dehio

0 Kommentare