Sprendlingen in Rheinhessen

Kulturdenkmäler in Sprendlingen

Evangelische Pfarrkirche

Die Michaelskirche, 1829 am Platz der alten Kirche erbaut, bis 1897 Simultankirche für Katholiken und Protestanten, ist ein einschiffiger Saalbau von fünf Fensterachsenlängen, den ein steiles Satteldach schließt.

Heimatmuseum

In dem ehemaligen Anwesen Reuther ist in dem gemeindeeigenen Gebäude das Heimatmuseum mit der privaten Sammlung der Familie Genther untergebracht.

Katholische Pfarrkirche St. Michael

Es wurde in den Jahren 1899/1900 nach Plänen des Kölner Diözesanbaumeisters Heinrich Renard die katholische Pfarrkirche St. Michael errichtet. Das dreischiffige Gebäude mit Westausrichtung und einem Fassadenflankenturm mit gegenüberliegenden Treppenturm wurde im neugotischen Stil gestaltet. 1967 erfolgte Renovierung und Umgestaltung der Kirche.

Michel Mort-Gedenkstein

Mit einem Musikstück, vorgetragen von der Gemeindekapelle Sprendlingen, wurde im Oktober 1979 die Feier zur Enthüllung des Gedenksteines für Michel Mort eröffnet. Das Denkmal erinnert an die Schlacht von Sprendlingen, in deren Verlauf der Metzger Michel Mort die Schlacht entscheid, dabei aber sein Leben verlor.

Ortsbefestigung

Rathaus

Rathausgebäude seit 1892: Im Jahre 1863 wurde das jetzige in der St. Johanner Straße gelegene Rathaus gebaut, von einem Gasthausbesitzer namens Jakob Dörschug. Die letzte Renovierung des Sprendlinger Rathauses fand 1996/97 statt. Mit seiner historistischen Architektur, dem sehenswerten Rathaussaal und weiteren Nutzungsmöglichkeiten für Vereine, mit der Ortsbürgermeisterei, mit der Altentagesstätte und der Gemeindebücherei stellt das Gebäude ein wichtiges Kommunikationszentrum in der Ortsmitte dar.

Ruhen

Früher standen „Ruhen“ überall in unseren Gemarkungen am Wegrand, in Ortsnähe und kilometerweit vom Dorf entfernt, an Weggabelungen, an den Verbindungswegen zu den Nachbardörfern, auch an den Wegen übers Land zum Markt in die nächste Stadt. Diese "Ruhen“ waren zum Ausruhen oder zum Verschnaufen da.

Synagoge

Die Synagoge wurde 1825 in einem ,,Baustil", der sich während der Zeit des Biedermeier durch Schlichtheit, Nüchternheit und Sparsamkeit auszeichnet erbaut. Auf der Zeitschwelle zur Emanzipation wirkt die Architektur der vergangenen Jahrhunderte nach, die durch ein Ineinanderfließen von romanischen, gotischen und barocken oder diesen ähnlichen Ausdrucksformen christlicher Kirchen gekennzeichnet ist. Die Synagoge wird heute [1984] als Schreinerwerkstatt genutzt.

Vorgeschichtliche Funde

Wißberg

Ein herrliches, gesegnetes Ländchen mit seinem bunten Flurenteppich: der alte Nahegau! Im Westen schauen wir Kreuznach und den Rotenfels, im Nordwesten den Höhenzug des Soonwaldes, das Bingerloch und den Rochusberg mit seiner herrlichen Kapelle und gegenüber auf der Rheingauseite das Niederwalddenkmal. Beim Aufstieg auf den Wißberg erkennt man sehr leicht den Wechsel der Erd- und Gesteinsschichten. Der Wißberg ist ein großes Kalksteingebilde, dessen ursprünglich weiße Färbung ihn weithin sichtbar machte und wohl zu der Bezeichnung „weißer Berg“ führte.