Westerwald

Arbeitskreis für Heimatgeschichte und Brauchtumspflege

Der Arbeitskreis für Heimatgeschichte & Brauchtumspflege e.V. wurde 1987 gegründet. 1993 konnte eine Ausstellung in einer zu diesem Zweck umgebauten Scheune zu Museum eröffnet werden. Das Ziel des Vereins ist Jüngeren Menschen einen Einblick zu geben, wie die Menschen im Westerwald früher gearbeitet und gelebt haben und bei Älteren Besuchern alte Erinnerungen zu wecken. Durch viele Arbeitsstunden, finanzielle Eigenleistungen und einige Spenden konnte 1993 die Ausstellung in der eigens dafür zum Museum umgebauten Scheune eröffnet werden. Der Arbeitskreis organisiert Veranstaltungen und ergänzt seine Dauerausstellungen durch Sonderausstellungen. In den letzten Jahren hat der Arbeitskreis immer am ersten Sonntag im August eine Kutschenparade in Helmenzen veranstaltet, bei denen die Besucher die Möglichkeit hatten an einer Kutschfahrt teilzunehmen. In regelmäßigen Abständen wird ein Handwerksmarkt auf dem Museumsgelände veranstaltet, auf dem traditionelle Handwerkskünste, wie Fassbinder, Schmiede und Messerschärfe, ihre Berufe wiederaufleben lassen[Anm. 1].

Die Ausstellung

In einem Rundgang über zwei Etagen in der Museumscheune können Besucher viel über die Vergangenheit des Westerwaldes entdecken. Ausgestellt sind zum Beispiel landwirtschaftliche Geräte zur Bodenbestellungen und Verarbeitung der Ernte. Geräte, die in Haus und Hof verwendet wurden, zum Beispiel zum Backen oder zu Milchverwertung sind in der Scheune ausgestellt. In einem weitere Raum sind Einzelstücke aus dem Zimmer eines Direktors ausgestellt. Möbel aus dem beginnenden 20. Jahrhundert, Schreibmaschinen und Feuerhehlen werden ausgestellt. Besonders stolz ist das Museum auf eine Feuerhehle aus der Burg Widderstein. In der oberen Etage werden Werkgegenstände zur Textilherstellung und -Verarbeitung ausgestellt. Ausgestellt wird eine Schusterei, antike Bügeleisen, Webstühle und weitere Handwerksgeräte zur Flachsverarbeitung und Blaudruckstempel. Handarbeiten und Kleidungsstücke, die von Mädchen und Frauen früher hergestellt wurden, werden gezeigt. Ebenfalls beinhaltet die Ausstellung eine vollausgestattete Wohnstube, mit Küche und Schlafstätte. Sogar eine 150 Jahre alte Wiege wird ausgestellt.

In der Museumsscheune können Handwerksgegenstände verschiedenster Berufe, Wappen der saynischen Grafen, die die Landesherren im Westerwald waren, alte Karten und Bilder bestaunt werden [Anm. 1].