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Vortragsreihe "Mainz und Rom – Nur die treue Tochter der ewigen Stadt?"

Von Sarah Spieß

Kategorie: Veranstaltungshinweis, Hauptportal, Rheinhessenportal

Die Beziehungen zwischen Mainz und Rom sind das Thema einer neuen Vortragsreihe, die im Rahmen einer Kooperation des Interdisziplinären Arbeitskreises „Kurmainz und der Erzkanzler des Reiches“ der Johannes Gutenberg- Universität Mainz und der Akademie des Bistums Mainz stattfindet. Mit den Vorträgen wird ein Bogen vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit gespannt, um den verschiedenen Facetten des Themas nachgehen zu können.

Dabei werden sowohl die Mainzer in Rom, wie Römer in Mainz oder von Rom beeinflusste Persönlichkeiten in Mainz in ihrem Wirken oder ihren diplomatischen wie kulturellen  Beziehungen näher beleuchtet.

Termine:

03. November 2010
Prof. Dr. Matthias Schnettger (Mainz): "Roms unbequeme Tochter - Mainz und die Kurie in der Frühen Neuzeit".

Das Verhältnis des Heiligen Stuhls zu den Mainzer Kurerzbischöfen der Frühen Neuzeit gestaltete sich oftmals spannungsreich. Einerseits war der Mainzer Erzstuhl eine der wichtigsten Stützen des Katholizismus im Reich. Andererseits besaßen die Kurfürsten ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und waren keineswegs immer bereit, ihre Politik nach den päpstlichen Wünschen auszurichten. Die Beziehungsgeschichte zwischen Rom und Mainz macht verständlich, warum sich die Kurie am Anfang des 19. Jahrhunderts nahezu widerstandslos mit der Zerschlagung der Reichskirche abfand.

24. November 2010
Prof. Dr. Michael Matheus (Rom): "Mainz und Rom in der Renaissance"

Mit der Rückkehr der Päpste nach Rom entwickelt sich die Ewige Stadt zu einem kosmopolitischen Zentrum. An der Ausgestaltung zur Renaissance-Stadt von Papst und
Kurie hatten viele Nichtrömer entscheidenden Anteil. Unter ihnen finden sich auch Menschen aus der Stadt und der Diözese Mainz, welche im Vortrag im Mittelpunkt
stehen.

7. Dezember 2010
Dr. Patrizio Foresta (Bologna): "Canisius in Mainz und die Tätigkeit der Jesuiten im 16. und frühen 17. Jahrhundert"

Die Figur des Petrus Canisius ist auf vielfältige Weise mit Mainz verbunden. Dort nahm seine „missio in Germaniam“ ihren Anfang: Er lrnte Pierre Favre, den ersten in Deutschland tätigen Jesuiten, kennen und trat anschließend in die Gesellschaft Jesu ein. Canisius spielte von jenem Moment an eine immer wichtiger werdende Rolle in der frühen Geschichte des Ordens im Alten Reich, und dies sowohl in kirchen- als auch in kulturpolitischer Hinsicht: man denke an die zahlreiche Kollegsgründungen sowie an sein theologisches Hauptwerk, die Summa doctrinae christianae. Der Vortrag wird sich am Beispiel des Canisius mit den Anfängen der Gesellschaft Jesu im Alten Reich befassen.

  • Veranstaltungsort: Haus am Dom, Mainz (Liebfrauenplatz 8-10)
  • Beginn jeweils um 19.30 Uhr
  • Kontakt: Sekretariat Erbacher Hof
  • Telefon:  06131-257-521
  • ebh.akademie(at)Bistum-Mainz.de

Weitere Informationen: www.Reichserzkanzler.de