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0.300 historische Mühlen in Rheinhessen

"Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach, klipp klapp
Er mahlet uns Korn zu kräftigem Brot und haben wir solches, so hat`s keine Not,
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp. ..."

So lautet eine alte deutsche Volksweise, die 1824 von Ernst Gebhard Salomon Anschütz (1780-1861) geschaffen wurde und auf die für die damalige Zeit romantisierende Weise das Leben sowie das Wirken eines Getreidemüllers beschreibt.

Die Geschichte der Mühle ist uralt, länder- und sogar kontinentübergreifend. Schon die Römer errichteten an der Mosel um 371 n. Chr. eine Gesteinsmühle, die sogenannte "Karlsmühle", welche Marmorblöcke mit Hilfe von Wasserkraft schneiden konnte. Die Karlsmühle gilt hiermit als die älteste Mühle nördlich der Alpen.

Im Paartal bei Dasing wurde 1993 die erste aus merowingischer Zeit stammende Wassermühle entdeckt, die auf das Jahr 744 n. Chr. zu datieren ist. Windmühlen, die bereits vor 4000 Jahren in Ägypten errichtet wurden, haben erst im Laufe des Mittelalters in Mitteleuropa Einzug gehalten.

Zeitsprung: Gab es in Deutschland 1950 noch rund 19.000 Mühlen, so waren es 1980 gerade noch 2500. Im Jahre 2020 sind davon schließlich 550 noch produzierende Mühlen übrig geblieben.

Infolge der einsetzenden Industrialisierung sind die meisten Mühlen, auch die in Rheinhessen, im Laufe der Zeit verschwunden oder haben ihre ursprüngliche Funktion verloren. Die verbliebenen Mühlen sind heute teils beliebte touristische Ausflugsziele mit dem attraktiven Mühlrad, teils traditionsbewusste Gastronomiebetriebe, die das ehemalige Mahlhandwerk durch die Zunftbezeichnung der Restauration vor dem Vergessen bewahren wie die  "Dohlmühle" in Flonheim.

Zum größten Teil existieren die Mühlen deshalb nur noch namentlich weiter, wie in dem häufig vorkommenden Familiennamen Müller, in Flurbezeichnungen ("Unterste Mühle" in Albig) und in Orts- und Straßennamen ("Mühlheim" bei Osthofen - "An der Eichenmühle" in Gensingen).

Mühlen, ob Wasser-, Wind- oder Dampfmühlen befinden und befanden sich fast immer außerhalb von Gemeinden, bildeten von Anfang an aufgrund ihrer herausgehobenen Stellung und Funktion eigenständige Siedlungsformen und frühe wirtschaftliche Areale.

Insgesamt gibt es 41 Mühlenarten weltweit, aus denen sich in Rheinhessen fünf besonders hervorheben:

  • Bannmühlen: Zwang eine ganz bestimmte Mühle des Ortsherren zu nutzen. Der Mühlenzwang galt vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. (z.B. in Gau-Weinheim)
  • Walkmühlen zur Stoff- und Tuchherstellung (z.B. in Worms)
  • Schleifmühlen zum Schleifen von Werkstoffen (Natursteine) oder Werkzeugen und auch zum Polieren von Ritterrüstungen (z.B. in Wahlheim)
  • Getreidemühlen als häufigste Form. Zum Mahlen von Korn wie Weizen, Roggen und Dinkel. (z.B. in Uelversheim)
  • Ölmühlen: Zur Herstellung von Pflanzenölen aus Ölsaaten oder -früchten. (z.B. in Wendelsheim)

Die in der folgenden Übersicht hauptsächlich beschriebenen Wassermühlen befinden sich an folgenden Gewässern: 

  • Appelbach (Neu-Bamberg)
  • Eisbach (Offstein)
  • Goldbach, Nordelsbach (Undenheim)
  • Selz (Hahnheim, Ingelheim)
  • Pfrimm (Wachenheim)
  • Flügelsbach (Schwabsburg)
  • Moosbach (Erbes-Büdesheim)
  • Wiesbach (Flonheim)
  • Sandbach (Heidesheim)
  • Seebach (Westhofen)
  • Aufspringerbach (Freimersheim)
  • Rhein (Rheinfront: Mainz, Nackenheim, Nierstein, Worms)
  • Weidasser Bach (Dautenheim)

0.1.Übersicht

0.1.1.Albig

8 Mühlen

  • Döngesmühle: 1839 lebten in der Mühle acht Personen!
  • Fortmühle gehörte dem Deutschen Orden. 1701 war Phillipp Weber dort Müller.
  • Mittlere Mühle in einem Zinsbuch des Pfalzgrafen 1401 erwähnt.
  • Raumühle bei Alzey, Besitz des Alzeyer Klosters Heilig Geist.
  • Rechenmühle auch im Besitz des Deutschen Ordens.
  • Stadtmühle in Spießgasse 66, 1401 im Zusammenhang mit dem Zisterinnenkloster erwähnt. 
  • St. Antonius Mühle oder Töngesmühle gehörte dem Kloster St. Antonius Alzey. 1683 erwähnt.
  • Pilgrimmühle Klosterbesitz Mariacron Oppenheim östlich von Alzey, 1269 bereits erwähnt.

0.1.2.Appenheim

2 Mühlen

  • Hundertguldenmühle auch Eppardsmühle nordwestlich des Ortes (Außerhalb 3). Heute ein Restaurant.
  • Hattemermühle, auch Hassemermühle oder Bokiusmühle nordwestlich des Ortes (Außerhalb 2). Breit angelegtes Wohnhaus von 1808, im Kern wohl älter. Mühle im Kern aus dem 18. Jahrhundert. Mühlentechnik um 1900 größtenteils erhalten wie auch der Mühlgraben im Wehr, Hausgarten und Mühlwiese.

0.1.3.Badenheim

Badenheimer Mühle, 1722 war Johann Adam und 1751 Johann Philipp Diehl Müller.

0.1.4.Bechtolsheim

9 Mühlen

  • Bobenmühle, Babenmühle, Gabenmühle am 12.01.1288 erwähnt.
  • Fetzermühle, möglicherweise identisch mit der Babenmühle. Eintrag 1403.
  • Kenmühle, Kernmühle am 29.11.1428 erwähnt.
  • Lempermühle am 21.08.1341 erwähnt.
  • Lehrbachsche Mühle oder Mühle von Sulzheim lag in der Sulzheimer Straße 39 im Bereich des südlichen Vorort Sulzheim von Bechtolsheim.
  • Mühle Hilsdorf 1725 erwähnt. Lag im Bereich der Hauptstraße an einem Bach, der in den Dorfgraben mündete.
  • Mühle des Johanniterordens am 24.08.1404 erwähnt.
  • Schanzenmühle auf der Becholsheimer Gemarkung. Sonst keine weiteren Informationen.
  • Pommernmühle nordwestlich von Weinolsheim. Die Mühle liegt aber auf Bechtolsheimer Gemarkung.

0.1.5.Bermersheim vor der Höhe

Mühle Bermersheim, sonst keine weiteren Informationen.

0.1.6.Bodenheim

Die Spatzenmühle ist wahrscheinlich der älteste Mühlenbau im Ort und in einer Urkunde von 1289 belegt. Die Getreidemühle diente der Versorgung der Bevölkerung mit Mehl. Der Name leitet sich vom nahen Spatzenbach ab. Nach einem 1863 vollzogenen Eigentümerwechsel wurde auf dem Grundstück eine Malzfabrik errichtet. Eine Wohnung und die Erneuerung des Mahlwerkes zum Mahlen von gerbstoffhaltigen Baumrinden (Lohe) folgten. Die Schließung der Malzfabrik erfolgte 1918 und die neuen Eigentümer bauten den gesamten Gebäudekomplex in einen landwirtschaftlichen Betrieb um, der heute noch existiert.

0.1.7.Bubenheim

Bubenheimer Mühle oder Mühle Schneider. Um 1868-1890 war Anton Schneider der Müller von Bubenheim.

0.1.8.Dalheim

Dalheimer Mühlen am 18.01.1809: "Es gibt Wassermühlen mit 5 Gängen, davon je 3 Mahl- und je 2 Schälgänge".

0.1.9.Dautenheim

2 Mühlen

  • Untere Weidasser Mühle, Brühlstraße 24/24a. Mühlengebäude: dreigeschossiger Bruchsteinbau mit Ausstattung von 1880. Sandsteinrelief bezeichnet 11.09.1553, Klostermühle.
  • Obere Weidasser Mühle. Beide Mühlen waren kurpfälzisch.

0.1.10.Dexheim

18.01.1809: 2 Wassermühlen mit je 3 Gängen, davon je 2 Mahl- und 1 Schälgang. "Die Mühlen haben wenig Wasser und waren deshalb in einem schlechten Zustand".

0.1.11.Dienheim

Rheinmühle zwischen Dienheim und der Wüstung Rudelsheim erwähnt.

0.1.12.Eppelsheim

2 Mühlen

  • Haumühle oder Hausmühle, sonst keine weiteren Informationen.
  • Kirchmühle außerhalb südöstlich des Dorfes am Wormser Weg gelegen, 1443 bezeugt.

0.1.13.Erbes-Büdesheim

5 Mühlen, die zu den Wüstungen Aulenheim, Eyche und Rode gehört haben.

  • Aulbacher Mühle: 18 Minuten nördlich des Ortes in Richtung Flonheim/Uffhofen an der Stelle der Wüstung Aulenheim.
  • Morbacher Mühle: bis 1816 war Johann Jakob Kreuter der Müller und übernimmt danach die Eichenbacher Mühle.
  • Neumühle: Um 1810 war die Mühle eine Getreidemahlmühle mit vier Mahlgängen und einem Schälgang.
  • Niedermühle: Um 1702 war Melchior Götz der Müller in der Niedermühle in Erbes-Büdesheim.
  • Riedmühle im Riedertal: Im Riedertal am Moosbach zwischen Erbes-Büdesheim und Wendelsheim gelegen, ist die ehemalige Mühle heute eine Ruine. Die Riedmühle liegt auf der Wüstung des ehemaligen Dorfes Riede. Ersterwähnung 1418 dann 1611.

0.1.14.Flomborn

3 Mühlen

  • Flomborner Mühle: Die Mühle war eine Bannmühle.
  • Mittelmühle, Michelmühle: Mühlweg 16. Nordöstlich des Ortes. In der 2.Hälfte des 18. Jahrhunderts belegt.
  • Untermühle nordöstlich des Ortes, Mühlenweg 16. Wohnhaus: historisierender Backsteinbau 1910/11, Wirtschaftsteil 1925, ehemaliger Portalsturz bezeichnet 1752.

0.1.15.Flonheim

3 Mühlen

  • Obere Mühle am Grabentürmchen 16, am Nordrand des Ortskerns am Wiesbach. Das Mühlen- und Wohngebäude wurde 1847 gebaut. Auch Stumpfsche Mühle genannt.
  • Dohlmühle: An der Dohlmühle 7. Die Mühle liegt oberhalb des Dorfes in der Gemarkung "An der Dohlbrücke". Die Dohlmühle ist heute ein Restaurant.
  • Der Wohnplatz im Nordosten außerhalb des Ortes ist die Neumühle.

0.1.16.Framersheim

3 Mühlen

  • Die Atzelmühle liegt an der Selz im Westen der Gemarkung, kurz vor Schafhausen. Der Bau der Mühle datiert von 1620, also am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Das später errichtete Hauptgebäude wurde aus Bruchsteinen gebaut und im 19. Jahrhundert umgebaut. Das Mühlengebäude selbst ist eingeschossig, wurde mittlerweile ausgebaut und mit einem erhöhten Dach versehen. Bereits 1913 wurde der Mahlbetrieb eingestellt  und 1945 brannte die Scheune und Teile der Stallungen nieder. Die Atzelmühle, die bis 1960 eine Enklave von Gau-Köngernheim war, gilt als eine der ältesten Mühlen an der Selz.
  • Kalbsmühle, Bahnhofstraße 26. Überwiegend aus dem späten 18. Jahrhundert, im Kern aber älter. Hofseitiges Renaissanceportal bezeichnet schon 1624. 1782 wurde ein Dachbrand gemeldet. Der Wirtschaftsbau stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
  • Weckmühle, Mühlstraße 13. Zeitweise vom Kettenheimer Bach gespeist. Barockes Fachwerkhaus, im Kern aus dem 17. Jahrhundert, Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert und Bau einer Dampfturbine. Auch Steffansmühle genannt.

0.1.17.Freimersheim

4 Mühlen

  • Aufspringmühle südwestlich des Ortes. Im September 1839 ist die Mühle erwähnt.
  • Hubermühle auf der "Weidaserbach" oberhalb von Freimersheim erwähnt. Am 29.03.1743 kommt es zum Verkauf der Mühle an den nassauischen Hofmeister zu Ottweiler, Ludwig von Kellenbach.
  • Obermühle, 1443 im kurpfälzischen Besitz. Aufgrund der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg und Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) lag die Mühle noch öde.
  • Untere Mühle, gelegen in der Mühlstraße 7.

0.1.18.Friesenheim

Mühle westlich des Ortes Mühlweg 11/13 an der Selz. Ab 1310 dokumentiert.

0.1.19.Gau-Bickelheim

Scheibenmühle gehörte einst den Grafen von der Leyen und wurde als Lehensmühle verpachtet.

0.1.20.Gau-Heppenheim

2 Mühlen

  • Mohrenmühle nördlich des Ortes Anwesen Mohrenmühle 1. Dreiseitanlage. Mühle mit geringen Resten der technischen Ausstattung, stattliches Wohnhaus mit Keller bezeichnet 1575. Auch "Reißen Mühle" oder "Reißsche Mühle" genannt.
  • Emerich Hansen Mühle: Am 4.12. 1536 verkauft das Kloster Weidas bei Alzey die Mühle an Kaspar Lerch von Dirmstein.

0.1.21.Gau-Köngernheim

Eine Mühle in Gau-Köngernheim im Osten des Ortes ist im Katasterplan 1832 außerhalb des Ortes an der Selz eingezeichnet. Die Schulstraße (Untergasse) endete an der Mühle.

0.1.22.Gau-Odernheim

3 Mühlen

  • Die Königsmühle, ab dem 17. Jahrundert auch Schwabenmühle genannt, ist südlich des Ortes an der Selz gelegen (Königsmühle 3) und die letzte erhaltene Mühle am Ort. Der Name Königsmühle ist wohl der Hinweis auf ein ehemaliges Reichslehen. Ein Vierseithof mit seltener weitestgehend erhaltener technischer Ausstattung, gebaut im 18. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Wasserhaus Bruchsteinbau, 1863 in Backstein erhöht, ebenfalls 1863 datiert das Wasserrad. Das Wohnhaus ist ein eingeschossiger Bruchsteinbau von 1851, bereits 1863 aufgestockt. Das bauliche Ensemble ist heute ein Restaurant.
  • Klostermühle. Die Mühle lag hinter dem Steg in der Lauergasse. Um 1500 gehörte die Mühle zum  Prämonstratenserkloster Kaiserslautern. Erwähnung am 17.5.1507. Nach der Auflösung des Klosters 1563 wurde das Klostervermögen von Heidelberg aus verwaltet und die Mühle im Erbbestand vergeben.
  • Steegmühle. Die Mühle lag gegenüber der Stadt auf dem anderen Ufer der Selz und war nur über einen Steg erreichbar. Die Mühle gehörte den Prämonstratensern der Propstei Kaiserslautern. Durch die Einziehung der Klostergüter kam die Steegmühle im 16. Jahrhundert an die Kurpfalz, wo sie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verblieb. Seit dem 13. Jahrhundert dokumentiert, sind die drei Mühlen Bannmühlen.

0.1.23.Gau-Weinheim

Die Gau-Weinheimer Mühle war eine Bannmühle und wurde 1625 urkundlich erwähnt. In diesem Jahr beklagt sich der Müller von Gau-Weinheim beim Oberamt Alzey darüber, dass sich die Gemeinde seit drei Jahren nicht an die Mahlpflicht bei ihm halte, sondern zu anderen Mühlen gehe. Damit sah er seine Existenz gefährdet. Das Amt befahl daraufhin, dass sich die Gemeinde an die vereinbarten Rechte halten muss. Dieser Befehl wurde 1652 erneuert. Quelle kurpfälzisches Oberamt Alzey im 17. Jahrhundert.

0.1.24.Gensingen

4 Mühlen

  • Die erste Mühle in Gensingen liegt in der Kreuznacher Straße 63. Die Rumpfmühle auch Mühle Rumpf genannt, ist für 1124 belegt. Danach wurden im Ort bis zu vier Mühlen betrieben. Darunter ist auch die Rumpfmühle als Mahl-Ölmühle, die 1722 an der Nahe westlich der Landstraße nach Bad Kreuznach errichtet wurde. 1784 erwarb Valentin Rumpf, der zuvor seit 1776 als Pächter ("Beständer") der Mühle tätig war, die Mahlmühle. Der Ausbau erfolgte im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts  zu einer noch heute existierenden Großmühle 1876/77. Der herrschaftliche Charakter des dazugehörenden Wohnhauses in klassizistischer Bauweise ist ein Beleg für den wirtschaftlichen Aufschwung in der frühen Gründerzeit des 19. Jahrhunderts und dem bürgerlichen Bewusstsein des ländlichen Unternehmertums.
  • Eichmühle ebenfalls 1722 erwähnt, wurde gegenüber der Rumpfmühle noch im 18. Jahrhundert gebaut. Die Mühle lebt aber nur noch im Straßennamen "An der Eichenmühle" weiter.
  • Gensunger Mühle als Bannmühle, wahrscheinlich schon in der Mitte des 12. Jahrhundert existent.
  • Nothmühle in der Nähe der Eichmühle als Mahl- und Ölmühle gelegen.

0.1.25.Grolsheim

2  Mühlen

  • Mühle Bachschmidt: Es bestand 1722 eine Mühle im Ort, dessen Besitzer Andreas Bachschmidt hieß.
  • Katharinenmühle: Aufgrund einer Genehmigung vom 17.10.1864 als Mahlmühle durch Eduard Braden errichtet. Er nannte die Mühle nach seiner Frau Katharina Katharinenmühle.

0.1.26.Gundersheim

2 Mühlen

  • Ehemalige Postmühle, Mühlgässchen 10. Mühlenteil bezeichnet 1595. Spätbarocke Erneuerung, Bau der Scheune bezeichnet 1831.
  • Gundersheimermühle, Weidenmühle, Weydtmühle, früher Mühle zu Mönchbischheim: Am 13.3.1374 nehmen benannte Bürger von Gundersheim die Mühle des St. Andreasstiftes Worms in Bestand. 

0.1.27.Großwinternheim

1803 wurde die Ortsmühle an einen gewissen Lauer verkauft.

0.1.28.Hahnheim

Die Mühle auf dem Wahlheimer Hof zwischen Hahnheim und Sörgenloch wurde erst 1654 als Mühle erwähnt.

0.1.29.Hamm am Rhein

Der Müller der Dorfmühle "Loenhard Rossmueller" ist während des Pfälzischen Erbfolgekrieges laut Oberamt Alzey zwischen 1688-1698 verstorben. Sonst keine Informationen.

0.1.30.Hangen-Weisheim

Die Klostermühle oder Haumühle war eine Bannmühle und gehörte der Johanniterkommende Weisheim. Die Mühle wurde 1769 erwähnt.

0.1.31.Hedesheim, Hedenesheim (Wüstung bei Stadecken)

Die Hedesheimer Mühle ist mit der Wüstung Hedesheim untergegangen.

0.1.32.Heidesheim

Die Schlossmühle nach der Renovierung.[Bild: Franz Eiermann]

3 Mühlen

  • Schloßmühle, Grabenstraße 46. Vor 1677 umfriedetes herrschaftliches Anwesen. Renaissancebau mit Treppenturm ab 1920. 
  • Sandmühlen südöstlich des Ortes: Sandmühle 71, 73, 75, 77a-e. Intakt bewahrter Abschnitt der Mühlenlandschaft am Sandbach: Donnermühle Nr. 71, Untere Sandmühle Nr. 75 und Obere Sandmühle Nr. 77a.
  • Waldecksche Mühle, Am Pfingstborn 7. Ehemalige Praumenmühle, zweite Hälfte des 19, Jahrhunderts.

0.1.33.Heppenheim an der Wiese (Worms)

8 Mühlen

  • Eggertsmühle: Lag östlich des Ortes. Bestand vor 1731 noch nicht.
  • Kolbenmühle: Nur noch ein Flurname deutet auf die Existenz der Mühle.
  • Lochmühle: In einer Urkunde vom 1. Oktober 1315 erwähnt.
  • Mühle im Dorf in der Hauptstraße gelegen. Wird am 6. Juni 1825 erwähnt.
  • Obere Mühle: Obere Mühlstraße 6, Vierseithof 18. und 19. Jahrhundert, teilweise Fachwerk, Toranlage bezeichnet 1728. Auch Brauchsche Mühle genannt.
  • Eine Ölmühle muss südlich der Weidenmühle gestanden haben.
  • Untere Mühle: Untere Mühlstraße 12. Anlage mit mittelalterlichem Kern im Erscheinungsbild des 19. Jahrhunderts. Auch Schach`sche Mühle, Scheu`sche Mühle genannt.
  • Weidenmühle

0.1.34.Hochheim (Worms)

8 Mühlen

  • Denzenmühle
  • Dreibornmühle, Freiherrn Mühle
  • Froschmühle
  • Liebenauer Mühle, Klostermühle
  • Riesenmühle, Resenmühle, Schachsche Mühle
  • Stiftsmühle
  • Walkmühle
  • Walkmühle des Klosters Hochheim

0.1.35.Horchheim (Worms)

2 Mühlen

  • Obermühle in Ortsansicht 1710 abgebildet. 1873 nach dem Tod des Müllers teilversteigert.
  • Untermühle Horchheimer Bahnhofstraße 31/33. Ehemaliger Mühlenanbau bezeichnet 1824.

0.1.36.Hof Iben

Ibener Mühle, auch Schmidtburgische Mühle. Getreidemühle im Hofgut Feldmann. Geschlossene Hofanlage mit Mühlenteil auf der Westseite.

0.1.37.Ingelheim

Der Ort mit seinen (ehemaligen) 10 Mühlen war und ist ein Eldorado für Mühlenfreunde:

  • Layenmühle, Leyenmühle: Wurde erstmals bereits 1382 urkundlich erwähnt. Hieß früher auch Emmerichs-Mühle. 1887 und 1895 brannte die Mühle ab. 1900 wurde der Mühlbetrieb eingestellt. Heute wird die Mühle landwirtschaftlich genutzt.
  • Die Engenthaler Mühle oder Klostermühle am Ende der Ober-Ingelheimer Edelgasse war eine herrschaftliche Erbbestandsmühle. Von der ehemaligen Mühle zeugen nur noch das Wohnhaus mit Fachwerk und die Stallungen mit einem Kreuzgewölbe. Andere Bezeichnungen waren Ohrenbrücker Mühle, Freitagsmühle.
  • Himmelsmühle (Getreide) nach dem früheren Besitzer Christoph am Ende der Altengasse bezeichnet 1370. Einstellung des Mahlbetriebes. Umbau des zur Mühle gehörenden Gebäudes zu Mietwohnungen.
  • Griesmühle in Ober Ingelheim: An der Griesmühle 41. Nordwestlich des Ortes am linken Selzufer platziert. Vom 14. Jahrhundert bis 1803 im adligen Besitz. Mehrflügelige Hofanlage mit einem attraktiven Mühlenwohnhaus in spätgotischer Tradition. War überhaupt die größte Mühle an der Selz.
  • Die Neumühle oder Neue Mühle war die letzte Mühle vor der Mündung der Selz in den Rhein. Der Mahlbetrieb wurde bis zum Jahre 1910 aufrecht erhalten und ist danach verfallen. Reste der Gebäude kann man heute noch in dem Kiefernwäldchen am Rande der Konrad-Adenauer-Straße finden.
  • Eulenmühle oder auch Aulnermühle genannt: Südlich des Ortes am rechten Ufer der Selz gelegen. Adresse: An der Eulenmühle 1. Geschlossene Hofanlage aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Direkt an der Gemarkungsgrenze zu Großwinternheim.
  • Mühle vor dem Stiegel.
  • Mühle am Markt oder Bolander Mühle.
  • Wagnersche Mühle.
  • Bassmannmühle oder Stoppelbein`sche Mühle.

0.1.38.Kettenheim

7 Mühlen

  • Wiesenmühle östlich des Ortes am Weidasser Bach, 1738 erwähnt. Das Mühlengebäude mit Mühleneinrichtung und das Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert. 
  • Hessensteigermühle nordöstlich des Ortes (Hessensteigermühle 5/6), älteres Mühlengebäude, verputztes Wohnhaus mit Mühlteil, 19. Jahrhundert.
  • Katharinenmühle westlich der Schlossmühle gelegen.
  • Schloßmühlenhof, Kirchgasse 18. Ehemalige Schlossmühle, jetzt Weingut, große Hofanlage, 19. Jahrhundert mit barocken Teilen.
  • Walkmühle auf der Wüstung bei Ergersheim.
  • Mühle zwischen Kydenheim (Kettenheim) und Ergerßheim (siehe Wiesenmühle).
  • Papiermühle 1780 in Kettenheim errichtet.

0.1.39.Köngernheim

2 Mühlen

  • Untermühle, Gaustraße 19. Außerhalb. Heute ein Hotel.
  • Obermühle, Bahnhofstraße 8, am Südende des Ortes, 1698 genannt.

0.1.40.Leiselheim

4 Mühlen

  • Neumühle außerhalb des Ortes an der westlichen Gemarkungsgrenze zu Pfeddersheim.
  • Obermühle auch gegen Pfeddersheim gelegen. 1725 urkundlich erwähnt.
  • Spießsche Mühle, Hirth-Spies-Egelhof-Mühle, Dorfmühle im Süden des Dorfes gelegen.
  • Untermühle, Schellenmühle, später Friedrichsmühle auch im Süden des Ortes gelegen.

0.1.41.Mauchenheim

3 Mühlen

  • Krebsmühle oberhalb vom Ort in Richtung Morschheim. Der Name stammt vom Gewann "Krebsäcker". Von der Mühle sind nur Urkunden und eine Mauer übrig geblieben, die 1998 von Mauchenheimer Bürgern restauriert wurde.
  • Kalbsmühle auf dem Weg nach Alzey an der Selz gelegen. Im April 1962 durch ein Hochwasser zerstört.
  • Alexandermühle im Dorf an der Selz gelegen und datiert mit Sicherheit schon um 1550. Auch als Paradies- oder Klostermühle oder Katharinenmühle und wegen des Eigentümers Anhäusermühle bekannt. 1904 wurde der Mahlbetrieb eingestellt. Auch diese Mühle (Getreide und Öl) wurde durch das Hochwasser anno 1962 stark beschädigt.

0.1.42.Mommenheim

Die Harte(n)mühle, auch Ölmühle genannt, lag ausnahmsweise im Ortskern. Wegen Wassermangels im Jahre 1916 zur  motorbetriebenen Mühle umgebaut. Bis 1974 in Betrieb und steht seitdem still.

0.1.43.Monsheim

7 Mühlen

  • Anhäuser Mühle, Untere Schloßmühle, Alzeyer Straße 15: Spätklassizistische Dreiflügelanlage. Als Untere Schloßmühle 1714 errichtet. Ab 1866 weitgehend erneuert und nach 1977 für Wohnzwecke umgebaut. Heute Verbandsgemeindeverwaltun.
  • Kriegsheimer Mühle
  • Heldenmühle
  • Obere Schlossmühle
  • Rüstermühle, Unterste Mühle, Mühle Hedderich
  • Wiesenmühle Kriegsheim, Wiesenmühlenweg: ehemalige Mühle im 19. bis Anfang des 20. Jahrhundert errichtet, Wasserturm um 1900 und Gartenanlage auch um 1900.

0.1.44.Mainz

Es gab im 19. Jahrhundert noch eine Vielzahl von Mühlen, die alle verschwunden sind. Sie waren im Gonsbachtal von Finthen (Stärkemühle, Jungenfeldmühle) bis Mombach am Bachlauf zu finden. Außerdem gab es noch die sogenannten Schiffs- oder Flussmühlen, die auch Endes des 19. Jahrhunderts verschwunden sind. Ein Beispiel aus Bretzenheim:  "Regnersche Mühle".

0.1.45.Mühlheim

4 Mühlen

  • Altmühle, 767 erwähnt. Der im 12. Jahrhundert im Bereich der Mühle stehenden Ordensburg der Templer mag schon eine Mühle zugehörig gewesen sein. Die Altmühle ist, wie der Name schon sagt, die älteste Mühle.
  • Neumühle, Obermühle liegt neben der Altmühle, mitten in Mühlheim. Die dem Frauenstift in Mainz gehörende Mühle wird erstmals 1580 erwähnt. Die Mühle war eine Getreidemühle mit drei Gängen, die oberschlächtig betrieben wurde. Ab 1695 kam noch eine Ölmühle hinzu.
  • Untermühle
  • Schleifmühle nicht mehr vorhanden.

0.1.46.Nackenheim

Mehrere Mühlen haben in der Vergangenheit existiert:

  • Rheingässer Mühle
  • Rheinmühlen in Verbindung mit dem Rhein betrieben.

0.1.47.Neu-Bamberg

5 Mühlen

  • Katzensteigermühle östlich des Ortes auf der linken Seite des Appelbachs gelegen.
  • Bamberger Stadtmühle, auch Hesselborner Mühle.
  • Junkermühle, oder Mühle an der Hatzstrecke. Getreidemühle am östlichen Ortsausgang.
  • Sarlesheimer Mühle bereits 1410 urkundlich erwähnt. Mit Sarlesheim untergegangen.
  • Weidenmühle an der L 405 am Appelbach. Große Anlage mit stattlichem spätklassizistischem Wohnhaus im zweitem Viertel des 19. Jahrhunderts erbaut.

0.1.48.Neuhausen

7 Mühlen

  • Denzenmühle, Schäfermühle: Schäferstraße 42 und 44. Mühlengebäude hufeneisenformiger Komplex, bezeichnet 1880. Mehrgeschossige Ziegelbauten erstes Viertel des 20. Jahrhunderts. Im Hof römischer Sarkophag.
  • Gerstenmühle bei Neuhausen
  • Kaisermühle
  • Schleifmühle
  • Stiftsmühle, Mühle zum Nußbaum bei Neuhausen
  • Stiftsmühle, Klostermühle, Mühle am Hohenbaum
  • Walkmühle

0.1.49.Nieder-Hilbersheim

Die Klostermühle bestand schon um 1722. 1808 aber verkauft.

0.1.50.Nieder-Olm

Woogmühle Bussolengoplatz 6, Baujahr 1825, breit proportionierter  eingeschossiger Krüppelwalmdachbau. Der Bau ist heute ein Restaurant in der Nähe des Stadtkerns.

0.1.51.Nieder-Wiesen

Neumühle nördlich des Ortes am Wiesbach. Spätklassizistische Mühlen- und Wohnhaus mit Kniestock bezeichnet 1903. Die Mühlentechnik und der Mühlkanal sind heute noch intakt. Die dazu gehörende Scheune ist aus dem Jahr 1841.

0.1.52.Nierstein

4 Mühlen

  • Altmühle am 24. Mai 1440 urkundlich erwähnt.
  • Kreuzmühle, in der Mühlgasse 33 gelegen. 1715 südlich des Baches gebaut.
  • Rheingässer Mühle, Rheinstraße 22. Barockes Wohnhaus, teilweise Fachwerk, bezeichnet 1739.
  • Riedmühle, westlich des Ortes in Richtung Schwabsburg am Flügelsbach gelegen. Ihre Existenz wurde auch 1474 erwähnt.
  • Schiffsmühle ist eine im Wasser schwimmende Mühle. Entlang des Rheins weit verbreitet. Im Jahre 1474 ist von drei Schiffsmühlen im Ort die Rede.

0.1.53.Ober-Flörsheim

2 Mühlen

  • Obere Mühle gehörte dem Deutschherrensorden. Außerhalb des Ortes gelegen und 1482 erwähnt.
  • Untere Mühle ebenfalls im Besitz Deutschherrenordens in Verlängerung des Mühlgasse.

0.1.54.Offenheim

Obstmühle beim Ebersfelder Hof, südwestlich des Ortes. Grundstoff für Essigherstellung.

0.1.55.Offstein

3 Mühlen

  • Mühle Offstein, Offsteiner Mühle am 1. Oktober 770 bereits im Lorscher Codex erwähnt.
  • Stegmühle?
  • Rosengartenmühle?

0.1.56.Oppenheim

4 Mühlen

  • Dampfmühle Oppenheim: Aus dem Zollhaus in der Turmstrasse 1 wurde im 19. Jahrhundert die Dampfmühle. Dort hat es 1860 gebrannt.
  • Ölmühle vor der Rheinpforte.
  • Schiffsmühle 1 wurde 1789 erwähnt.
  • Schiffsmühle 2 ebenfalls 1789 genannt.

0.1.57.Osthofen

2 Mühlen

  • Steinmühle: Eulenberg 18, Hofanlage bezeichnet 1821, im Kern wohl barock. Das Wirtschaftsgebäude stammt aus dem 19. oder 20. Jahrhundert.
  • Furtmühle in der Ludwig-Schwamb-Straße 22: Ehemalige Furtmühle, im Kern wohl aus dem 18. Jahrhundert. Umbau ist Ende des 19. Jahrhunderts erfolgt. Der Renaissance-Torbogen, teilweise massiv, ist aus der ersten  Hälfte des 18. Jahrhunderts.

0.1.58.Pfaffen-Schwabenheim

Die Schleifmühle lag westlich des Ortes an der L 413. Errichtet Mitte des 19. Jahrhunderts.

0.1.59.Pfeddersheim

3 Mühlen

  • Obere Mühle, Oberste Mühle an der Ecke Paternusstraße/ Mühlsraße gelegen.
  • Untere Mühle, Niedermühle oberhalb des Ortes gelegen.
  • Wiesenmühle, Carlsmühle auch oberhalb. Alle drei Mühlen wurden bereits 1355 erwähnt.

0.1.60.Pfiffligheim

2 Mühlen

  • Eichenmühle bereits 1348 bei einem Verkauf eines Weingartens erwähnt.
  • Mühle Herrengasse 16, ehemalige Mühle, zwei über Eck gestellte Wohnhäuser 18. Jahrhundert. Im Kern aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert.

0.1.61.Rheindürkheim

Ölmühle bis 1805 bei der "Rheindürkerheimer Fahrt", Verkauf 1807.

0.1.62.Rommersheim

Die Drollmühle ist im September 1839 in Eichloch, heute Rommersheim aufgeführt.

0.1.63.Siefersheim

Katzensteiger Mühle westlich des Ortes am Appelbach (Katzensteigermühle 3). Bezeichnet Mitte des 19. Jahrhunderts.

0.1.64.Saulheim

4 Mühlen

  • Dorfmühle erstmals 1409 erwähnt. Weit außerhalb des Dorfes. Die Wassermühle wurde durch ein oberschlächtiges Mühlrad angetrieben, gespeist vom Mühlbach. Die gesamte Mühle wurde im Jahre 2000 auch mit den historischen Gebäudeteilen abgerissen und zu einem Wohnpark verbaut.[Anm. 1]
  • Oberste Mühle
  • Dickmühle 1839 im Verzeichnis des Großherzogtums Hessen aufgeführt.
  • Mühle Zweifelstein?

0.1.65.Schwabsburg

2 Mühlen

  • Froschmühle im Froschmühlweg 6, am Flügelsbach gelegen. Gebäude Kalksteinbruch aus dem Jahre 1630? Im Kern eventuell sogar aus dem 16. Jahrhundert. Dazu gehört eine Querscheune, ein Klinkerbau um 1900.
  • Karthäuser Mühle in der Backhausstraße 15. Älteste Mühle im Ort. Zum Karthäuserkloster gehörig.

0.1.66.Selzen

Selzer Mühle, Gaustraße Nr. 69/71/73/75. Errichtungszeit 17. bis 19. Jahrhundert. Verfallen.

0.1.67.Sörgenloch

Darmstadtmühle zwischen Hahnheimer Bruch und Sörgenloch, 1268 und 1528 erwähnt.

0.1.68.Sprendlingen

Sprendlinger Mühle 1601 als Bannmühle mit drei Gängen erwähnt.

0.1.69.St. Johann

Mühle in St. Johann?

0.1.70.Stadecken-Elsheim

3 Mühlen?

  • Elftausendmägdemühle?
  • Wassermühle in Elsheim
  • Windmühle

0.1.71.Tiefenthal

Die Tiefenthaler Mühle an der L 400 war eine Getreidemühle. Heute Gutsausschank.

0.1.72.Uelversheim

Die Reismühle verfügte als Getreidemühle über 3 Mahlgänge, von denen laut Info vom 18. Januar 1809 wegen der Kälte und des Frostes nur einer funktionierte.

0.1.73.Udenheim

Die Köthenmühle oder Kettemühle oder Brambachsche Mühle ist heute gänzlich verschwunden. Ursprünglich stand die Mühle im Eigentum der Herren von Udenheim.

0.1.74.Uffhofen

4 Mühlen

  • Die Geistermühle, südwestlich des Ortes an der L 407, ist eine Mühle im Wiesbachtal in der Gemeinde Flonheim-Uffhofen. Sie ist 1315 das erste Mal urkundlich erwähnt worden und erhielt am 25. Juni 1355 ihr Wasserrecht. Um 1700 wechselte die Mühle innerhalb von 50 Jahren 12-mal ihren Besitzer. 1960 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Heute ist die Geistermühle ein Weingut. Auch Trotzmühle oder Neugeistermühle genannt.
  • Pressersche Mühle, Mühlstraße 4. Ehemalige Mühle 18. bis 20. Jahrhundert.
  • Untere Mühle, Belleneck 3/Untergasse 4. Ehemalige Mühle, Betrieb 16. bis 20. Jahrhundert.
  • Metzlerische Mühle in der Mühlstraße 7 gelegen.

0.1.75.Undenheim

3 Mühlen

  • Rauffenmühle, Staatsrat-Schwamb-Straße 116. Spätbarockes Wohn- und Mühlengebäude, teilweise verputztes Fachwerk, bezeichnet 1783.
  • Goldmühle, 1330 erstmals erwähnt. Die Mühle lag "oben am Dorfe" und wurde vom Goldbach betrieben. Ergänzend gespeist durch den Nordelsheimer Bach. Seit 1330 heißt die Mühle auch Klostermühle und 1349 "mule hinder der Kirchen", 1384 Bodelsmühle. 1885 erfolgte die Umstellung der Mühle auf Dampfbetrieb. 1902 erfolgte schließlich die Stilllegung der Goldmühle.
  • Sparbermühle, Sparrmühle unterhalb des Dorfes am Goldbach gelegen. Seit 1770. Ehemalige vom Goldbach betriebene Wassermühle. 1330 erstmalige Erwähnung als Bubenmühle, auch niederste Mühle genannt. 1611 erstmals als Sparbermühle/Sparrmühle bezeichnet. Die Benennung erfolgte wahrscheinlich nach dem "Sparbenbaum", dem Speierling. der in größer Zahl um die Mühle stand. 1865 Neubau des Wohnhauses. 1893 Umstellung von Wasser- auf Dampfbetrieb. 1938 Einstellung des Mühlenbetriebes und heutige Nutzung als Weingut. 

0.1.76.Wachenheim/Pfrimm

4 Mühlen

  • Grammen Mühle westlich an der Gemarkungsgrenze nach Harxheim gelegen.
  • Lohmühle, Schleifmühle, Mühle in der Untergasse, Unterste Mühle, Dörrzapfische Mühle an der Brücke nach Mölsheim gelegen.
  • Neumühle, Klosesche Mühle, Lichten Mühle, Untere Mühle östlich des Ortes gelegen.
  • Schlossmühle, Bannmühle, Laysche Mühle, Rodensteinische Mühle, Obermühle am Nordrand der Ortsmitte gelegen.

0.1.77.Wahlheim

5 Mühlen, die alle nicht mehr vorhanden sind:

  • Dorfmühle, auch Ohligmühle genannt, in der Mühlstraße 3. Ehemalige Mühle, aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Mühlenteil 1823, ehemaliger Mühlkanal mit Resten des eisernen Mühlrads und Teile der technischen Einrichtung sind noch erhalten.
  • Kellermühle, auch Paneratzsche Mühle genannt, Obergasse 125/129. Ehemalige Kellermühle aus dem 18. und 19. Jahrhundert. 
  • Sandmühle, Sandmannsche Mühle. Hier wurde Sand für Holzfußböden gemahlen. Heute Weingaststätte.
  • Schleifmühle, Mühlstraße 45. Ehemalige Schleifmühle aus dem 19. Jahrhundert.
  • Wassermühle, kurpfälzische Erbstandsmühle wurde in Erbpacht vergeben. 1605 erwähnt.

0.1.78.Wallertheim

2 Mühlen

  • Wallertheimer Dampfmühle Krämer und Schick.
  • Lettenmühle östlich des Ortes. Ehemaliges Mühlenanwesen mit Fachwerkaus dem 18. und 19. Jahrhundert.

0.1.79.Weinolsheim

Weißmühle, nördlich des Ortes an einem parallel zur Selz verlaufenden Mühlgraben gelegen.

0.1.80.Weinheim

4 Mühlen:

  • Poppenmühle, 1706, heute Gastwirtschaft.
  • Würzmühle oder Würtzmühle, Deutscher Orden, heute Weingut.
  • Obermühle, früher Lohmühle, Offenheimer Straße 40. Ehemalige Obermühle ab 1784. Spätbarock.
  • Die Neumühle gab dem benachbarten Steinbruch den Namen.
  • Puppenmühle, Knebelsche Poppenmühle am Steinbach, zumindest 1729 erwähnt.

0.1.81.Welgesheim

Dorfmühle, Mühlgasse 4. Krüppelwalmdachbau bezeichnet 1833. Im Kern aber aus dem 18. Jahrhundert.

0.1.82.Wendelsheim

9 Mühlen

  • Bannmühle, Eichenmühle
  • Hasselmühle, 1596 als Haselmöl
  • Finkenmühle, 1707
  • Riedmühle, 1707
  • Neue Mühle, später Klee`s Mühlchen, 1840 erbaut.
  • Ölmühle Lahr, am Ortsrand von Oberwendelsheim 1840 erstellt.
  • Weißensteiner Mühle, 14. Jahrhundert
  • Mosbacher Mühle
  • Rübenmühle, östlich des Ortes am Wiesbach. Adresse: Rübenmühle 1a. Dreiflügelanlage, barockes Fachwerkhaus mit Mühlgraben bezeichnet 1727.
  • Stubenmühle

Alle Mühlen im Ort wurden wegen des beschränktem Wasseraufkommens mit oberschächtigen Wasserrädern betrieben.

0.1.83.Westhofen

Die Quelle des Seebachs liegt mitten im Ortskern von Westhofen. Folgt man dem Seebach abwärts, erreicht man auf dem Gemeindegebiet neun alte Mühlenstandorte. In Richtung Osten nach Osthofen-Mühlheim sind noch drei weitere noch arbeitende Mühlen zu finden:

  • Dreihornmühle, Universitätsmühle
  • Bergmühle oder Moltersmühle, Seegasse 7. Ehemalige Bergmühle, barocker Bruchsteinbau im Kern aus dem 18. Jahrhundert.
  • Dampfmühle
  • Hausmühle
  • Kaiserbadmühle, Stefansmühle
  • Knochenmühle
  • Neumühle
  • Saalmühle, Münchmühle
  • Seemühle, An der Letze 39. Ehemalige Seemühle. Wohn- und Mühlengebäude im Kern aus dem 16. Jahrhundert, Umbau im 19. und 20. Jahrhundert.
  • Trappenmühle, Schabenmühle

0.1.84.Wiesoppenheim

Schönauer Mühle, bereits am 18. Januar 1310 erwähnt. Verkauf im Juli 1807.

0.1.85.Wöllstein

7 Mühlen entlang des Appelbachtals, von denen keine mehr in Betrieb ist: [Anm. 2] 

  • Schloßmühle als Bannmühle aus dem 14. Jahrhundert.
  • Mühle Wöllstein
  • Mittelmühle, 1611 und daneben die Neumühle
  • Würzmühle (Würzgärtchen) - existiert schon lange nicht mehr
  • Spatenmühle = Hammerschmiede
  • Ölmühle
  • Drucksche Mühle

0.1.86.Wörrstadt

4 Mühlen

  • Altenmünstermühle, Klostermühle bereits 1193 und noch einmal 1839 erwähnt.
  • Spitalsmühle am 30. November 1363 als Lehen erwähnt.
  • Weidenmühle am 14. November 1474 in den Erbbestand genommen.
  • Drollmühle in der Rommersheimerstraße ist heute ein Weingut.

0.1.87.Worms

28 Mühlen

  • Alte Mühle in der Kämmerergasse. Erwähnt bei einem Neubau in der Nähe der Mühle.
  • Die Domherrenmühle/Herrenmühle lag an der Pfrimm unterhalb der Engelsmann Mühle.
  • Dörnersmühle, hinter dem Stift St. Paul gelegen. Name abgeleitet vom Familiennamen Dörner, der als Müller Anfang des 17. Jahrhunderts dort tätig war.
  • Dornenmühle in der Fischergasse in Worms. Die Mühle gehörte dem Kloster Mariamünster.
  • Engelmanns Mühle, an der Pfrimm gelegen: Sie ist die oberste der Wormser Mühlen und lag unterhalb der Liebenauer Mühle und oberhalb der Domherrenmühle. Am 22. Juli 1452 urkundlich erwähnt.
  • Die Feitelsche Mühle lag am Paulusplatz. Die Mühle wurde 1907/08 von der Stadt gekauft.
  • Hefftsche Kunstmühle AG im heutigen Industriegebiet Nord am sogenannten Mühlenufer der Stadt Worms, 1906/07 erbaut. Ergänzung zur "Nibelungenmühle Baruch und Schönfeld". 
  • Kirschgartenmühle, Mühle des Klosters Kirschgarten. Das Kloster lag nordwestlich vor dem Speyer Tor in der Vorstadt St. Michael. Erwähnt 1237. Wasserschaden im Jahre 1490.
  • Die Lochmühle lag im Mittelalter im südlichen Wormser Vorstadtgebiet. Im Jahre 1139 erstmals urkundlich erwähnt. Hochwasserschaden auch 1490 durch einen veränderten Bachlauf.
  • Ludwigsmühle Mattäi und Weil auch am Mühlenufer gelegen. Siehe auch Hefftsche Mühle. 
  • Marienmünster Klostermühle. Mühle des Klosters Maria Münster in Worms. 1226 erwähnt.
  • Die Mittelmühle gehörte dem Kloster Nonnenmünster, lag am Eisbach unterhalb der Obermühle.
  • Mühle zum Hohen Baum wurde am 2. April 1413 urkundlich erwähnt.
  • Mühle Landsberg: Keine weiteren Informationen!
  • Mühle des St. Marienstifts, 1198 und 1217 erwähnt, der am Eisbach liegt.
  • Neumühle, etwa in Pfeddersheim gelegen?
  • Nibelungenmühle oder Mühlenbetrieb Baruch und Schönfeld Hafenstraße 8. Zweiseitiger Gebäudekomplex 1920er Jahre.
  • Niedermühle, Untermühle außerhalb der Stadtmauern gelegen. Am 2.10.1302 erwähnt.
  • Obermühle gehörte dem Stift St. Paul und lag am Eisbach, der nahe am Stiftsbereich floss.
  • Pulvermühle bei St. Michael gelegen und 1521 erbaut.
  • Quatmühle: Am 15. September 1321 und am 9. März 1353 wird die Mühle im Zusammenhang mit dem Verkauf von Gütern bzw. eines Hauses urkundlich erwähnt.
  • Rheinmühle: Anfang des 14. Jahrhunderts ließ der Stadtrat von Worms gegen den Protest des St. Paulsstiftes die Rheinmühle errichten. Im 15. Jahrhunderts noch mehrfach erwähnt.
  • Roemersteinmühle, Untere Walkmühle lag bei der Kirche St. Michael außerhalb von Worms. Später nach der Stadterweiterung in der Vorstadt unweit der Pfarrkirche St. Michael.
  • Rumpemühle am Eisbach gelegen, gehörte dem Domstift Worms. Verkauf am 26.11.1806.
  • Schleifmühle, auch am Eisbach gelegen. Am 21. Dezember 1460 urkundlich erwähnt.
  • Telnersmühle: Keine weiteren Informationen.
  • Walkmühlen im Zusammenhang mit Webern in der Wollgasse bereits 1237 erwähnt.
  • Die Kleine Walkmühle lag zwischen der Lochmühle bei St. Michael und der Speyerer Pforte.
  • Die Wiesenmühle wird im Juni 1234 in einem Testament erwähnt.
  • Mühle Hafenstraße 16. Ehemaliger Mühlenbetrieb. Maschinenhaus, historisierender Ziegelbau mit Zinngiebeln um 1900. Vor 2015 aus der Denkmalliste gelöscht.

0.1.88.Zotzenheim

Schleifmühle, Mühlgasse 39. Ehemalige Bannmühle, 18. und 19. Jahrhundert. Im Kern barock, das Landschaftsbild mitbestimmende Hofanlage.

Nachweise

Verfasser: Wolfgang Höpp

Quellen und Literatur:

Erstellt am: 04.11.2021

Anmerkungen:

  1. https://www.saulheim.de/historischer-rundgang/ Zurück
  2. https://www.gemeinde-woellstein.de/ortsportraet/historie/360-appelbach-und-muehlen Zurück