Bibliothek

Stumme Zeugen am Wegesrand - Wegekreuze in Rheinhessen

Teil 2: Eine faszinierende Entdeckertour durch den Landkreis Alzey-Worms und die kreisfreie Stadt Worms

von Wolfgang Höpp

0.2.Einführung

„STAT CRUX VOLITUR ORBIT

DAS KREUZ STEHT FEST; WÄHREND DIE WELT SICH DREHT“

Der Wahlspruch des Ordens der Kartäuser steht auf dem Sockel des Wegekreuzes am unteren Ortseingang von Gabsheim im Landkreis Alzey-Worms.

Wegekreuze, auch Flurkreuze genannt, prägen für den kulturinteressierten Beobachter neben Bildstöcken und Heiligenhäuschen auch nach fast 300 Jahren noch immer die sanfte Landschaft Rheinhessens, das Land der 1000 Hügel.

Die Geschichte der Kreuze als christliche Symbole und stumme Zeugen am Wegesrand lässt sich bis weit ins Mittelalter zurückverfolgen. Die ältesten noch erhaltenen Monumente stammen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, sogenannte Sühnekreuze - in einfacher in Stein gemeißelter Kreuzesform - ohne jegliche Inschriften - wie beispielsweise das „Ottenkreuz“ in Gau-Odernheim.
Vereinzelt finden sich aus dieser frühen Zeit in Rheinhessen bereits auch erste spätgotische Wegekreuze mit Inschriften und Heiligendarstellungen. Das „Nacker Kreuz“ aus dem Jahre 1492 befindet sich als Nischenkreuz   in der Gemarkung von Erbes-Büdesheim.[Anm. 1]

In der Mitte des 17. Jahrhunderts, zur Zeit der Gegenreformation, die auch in weiten Teilen Rheinhessens vorangetrieben wurde, erfuhr die Motivation zur Errichtung von Wegekreuzen in katholisch geprägten Gemeinden ideell einen regelrechten Schub, flankiert von der nach wie vor ungebrochenen Volksfrömmigkeit und der ausgeprägten Kunstfreudigkeit des Barock.

Wegekreuze aus Stein, Holz, später auch aus Metall, erfüllen mehrere Funktionen:
An markanten Kreuzungen, auf Wegen und Straßen, am Feldrand oder im Wald dienen sie Wanderern, Pilgern und Reisenden zur Orientierung, als Kompass in unbekanntem Gebiet. An gefährlichen und unübersichtlichen Stellen mahnen sie den Ortsfremden zu erhöhter Vorsicht und dienen als Warnung vor Gefahr für Leib und Leben.

Wegekreuze sind auch beliebte Ziel- und Ausgangspunkte für kirchliche, speziell katholische Prozessionen aller Art, für Bitt- und Dankprozessionen ebenso wie für die missionarisch angehauchten Palmsonntags- und Fronleichnamsprozessionen, an denen demonstrativ für die ganze Gemeinde die heilige Monstranz durch die feierlich geschmückten Straßen und Gassen getragen wird. Vor den Wetter- und Hagelkreuzen bittet die gläubige Gemeinde um Gottes Segen für gedeihliches Wetter und eine fruchtbare Ernte sowie um Schutz vor schweren Unwettern und verheerenden Wetterkatastrophen.

Die in Rheinhessen ebenso vertretenen Votivkreuze sind der Initiative privater Stifter zu verdanken, die mit deren Errichtung ein im Gebet gegebenes Versprechen oder Gelübde erfüllen oder Gott für die Heilung einer schweren Krankheit oder die Errettung aus lebensbedrohlicher Gefahr danken wollten.

Einige ältere aus längst vergessenen weniger aufgeklärten Zeiten stammende Wegekreuze sollten in gleichsam exorzistischer Manier böse Geister verjagen oder vor grauenvollen Seuchen schützen wie beispielsweise im Falle des Pestkreuzes in Sulzheim.
Zur Spezies "Wegekreuz" gehören ferner auch noch das "Fünf-Wunden-Kreuz" und das "Missionskreuz", die allerdings im Landkreis Alzey-Worms im Gegensatz zu den südlicher liegenden Landkreisen nicht vertreten sind.

Die Wegekreuze als Symbole der Hoffnung, der Zuversicht und des Gottvertrauens waren Bestandteil des täglichen Lebens der Menschen. Sie trugen zur Stabilisierung und Orientierung der Gesellschaft in der unruhigen Zeit nach dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) bei, der ganz Mitteleuropa dauerhaft erschütterte und in allen Belangen sichtbar veränderte.

Nach einer relativ ruhigen Phase der Konsolidierung in den Beziehungen der beiden großen christlichen Glaubensrichtungen zueinander wurde insbesondere nach der Pfälzischen Kirchenteilung ab 1705 sowie während der französischen Besatzung von 1794-1814 und der einsetzenden Säkularisation die Errichtung von Wegekreuzen strikt verboten und viele dieser Kulturdenkmäler unwiederbringlich zerstört.
Eine Renaissance erfuhren die Wegekreuze Mitte des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts, als ihre Errichtung zunehmend auch weltlichen Zwecken diente, zum Beispiel als nationale Monumente der Dankbarkeit für die gesunde Rückkehr aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 und dem Ersten Weltkrieg (1914-1918).

Wegekreuze und die anderen religiösen Ausdrucksformen der Volksfrömmigkeit wie Bildstöcke, Heiligenhäuschen, Kreuzigungsgruppen sowie Wegekapellen werden heute gut 200 Jahre später von der Denkmalpflege zu den Kleindenkmalen gezählt.

Bei allen Versuchen das Kulturgut „Wegekreuz“ auf Dauer zu retten, bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass zum Teil unsachgemäße Restaurierungsversuche, der Straßenbau, die verstärkte  Ausweisung von Baugebieten oder Flurbereinigungen und nicht zuletzt auch Wind und Wetter zum weiteren Verlust vieler Wegekreuze geführt haben und leider noch führen werden. Auch wird vor Ort dem Kulturgut „Wegekreuz“ viel zu wenig Beachtung geschenkt, weil oftmals Geschichts- und Traditionsvereine fehlen.

So gibt es im Landkreis Alzey-Worms nur wenige Ausnahmen wie die in Gimbsheim, die eindrucksvoll demonstrieren, wie erfolgreich und effektiv eine fachgerechte Sanierung der in die Jahrhunderte gekommenen  Wegekreuze im Zusammenspiel von Kommune, Handwerkern und Bürgerschaft tatsächlich aussehen kann.

Kurt Luckas schreibt im Heimatjahrbuch des Landkreises Alzey-Worms (HJB) aus dem Jahr 2004:
„Eine Nachbildung des Wegekreuzes in Gimbsheim wurde wann auch immer in einer Gemeinschaftsarbeit wieder errichtet. Diese Bürgeraktion stellt eindrucksvoll ein Beispiel gelebten Gemeinsinns dar“.

0.3.Übersicht

0.3.1.Bechtolsheim

Die Gemeinde am Fuße des „Petersbergs“ hat vier religiöse Kreuze aufzuweisen:

  • Langgasse gegenüber Nr. 93, an der Gabelung zur Weinolsheimer und Dolgesheimer Straße, Barock 1740, mit Terrakottacorpus, profilierter Fischsockel mit Lorbeerfeston auf gerundetem Stufenunterbau. Das Postament zeigt das Wappen der Dalberger unter der Marquiskrone, welches mit 1740 bezeichnet ist. Die Inschrift auf dem Sockel lautet: CRUX EXSTRUCTA FUIT (FRI(DERICO GLORIO DALBERG  (…) O HEIL(IGES) KREUZ UNSERE HOFFNUNG SEI GEGRÜSST! RENOV. 1926.
  • Spätbarockes Friedhofskreuz mit Korpus um 1755.
  • Kruzifix mit Inschrift in der Sulzheimer Straße 35, 1954.
  • Kruzifix Brückesgasse / Auf dem Teich ohne Inschrift und Jahreszahl.

0.3.2.Dittelsheim-Heßloch

Heßloch:

  • An der Straßenkreuzung Dalbergstrasse / Hillesheimerstrasse, um 1800, Wegekreuz. Nachbarock, Korpus aus dem 20. Jahrhundert.
  • Sühnekreuz, im Torbogen, der in den Kirchhof führt.
  • südöstlich des Ortes an der Zufahrt zum Backhaus. Monumentaler, gemauerter Bildstock. An den vier Seiten je eine eingesetzte Tafel mit Bildreliefs (Mariendarstellung/Bischof)., die anderen mit Inschriften: "MARIA / der lieben Gottesmutter zu Ehren / den Nachkommen zum Gedächtnis / die Kapelle unserer lieben Frau / die lange Jahrhunderte diesen / Rebenhügel krönte".
    Auf der anderen Tafel steht: "Eingeweiht / am 12. des Marienmonats 1914 / durch Georg Heinrich Bischof / von Mainz, der 1881-1883 als / Seelsorger in Hessloch wirkte". Über den Inschriften ist je ein Wappen zu finden. Recherchiert von Michael Ohmsen Leipzig 2013. 

0.3.3.Erbes-Büdesheim

1 Wegekreuz westlich vom Ort. DasNacker Kreuz“, westlich vom Ort, an der K7 auf der ehemaligen Holzstraße, als Sühnekreuz, spätgotisch, Ende des 15. Jahrhunderts (1492):

  • 1 Sage: Die behauptet, dass an diesem Kreuz Prozessionen anhielten, die zu einem Kloster im Riedertal zwischen Erbes-Büdesheim und Wendelsheim zogen. (von einem im Riedertal gelegenen Kloster ist allerdings nichts bekannt). [Anm. 2] 
  • Verlorengegangene Kreuze:
    Eycher und Aulheimer Kreuz.[Anm. 3]

0.3.4.Flörsheim-Dalsheim

Wegekreuz mit Inschrift der Stifter am Grenzweg zu den beiden Gemarkungen, am 2. September 2012 eingeweiht.[Anm. 4]

0.3.5.Flomborn

Als Sühnekreuz in der Steinmauer des alten Friedhofs, nördlich der Kirche, 1542:

  • 1 Sage: "Die Überlieferung behauptet, das Mal halte die Erinnerung an einen hohen Offizier wach, der unter dem Sühnekreuz beerdigt worden sei". [Anm. 5] 

0.3.6.Framersheim

Lahrskreuz“, bezeichnet 1671, Lage „Kreuzweg“, „loures Kreitz“.

0.3.7.Gabsheim

Aktuell sind die Wegekreuze am unteren Dorfeingang und im Oberdorf zu vermelden:

  • Im Oberdorf, Hauptstraße gegenüber Nummer 39 / Spiesheimer Weg, 18. Jahrhundert oder Anfang 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt jedoch nur noch der Sockel aus hellem Kalksandstein und zeigt eine heute gänzlich verwitterte und unlesbare Inschrift.
  • Am unteren Dorfeingang. Das schon seit mindestens seit zweihundert Jahren dort existierende Wegekreuz war stark verwittert und wurde 2010 durch ein neues Kreuz ersetzt.[Anm. 6]

Nicht mehr vorhandene Wegekreuze:

  • Nach historischen Quellen gab es in der Gabsheimer Gemarkung zwei Wegekreuze sowie zwei Heiligenhäuschen, die alle im Laufe der Jahrhunderte verschwunden sind:
  • „Rotes Kreuz“ unter dem Gau-Odernheimer Weg: „bei dem rothen Kreuz gehen Odernheimer und Biebelnheimer Weg durch“ (Gabsheimer Flurbuch, ca. 1700).
  • „Weißes Kreuz“: "Bei dem weißen Kreuze, stoßt auf die Straß nach Bingen zu, Schittweg“ (Grundbesitz Geispitzheim, 1721).[Anm. 7]

0.3.8.Gau-Bickelheim

Am Römer gegenüber Nr. 9, in der Nähe des Kriegerdenkmals 1870/71, Spätbarock, 1794.

0.3.9.Gau-Odernheim

2 Wegekreuze:

  • Am Fußweg (Herrgottspfad) auf dem Weg zum Petersberg (246 Meter), guter Rundblick.
  • Südlich des Ortes an der L 438 zwischen Gau-Odernheim und Hillesheim, „Ottenkreuz“ als Sühnekreuz, Sandsteinkreuz, 13. oder 14. Jahrhundert? [Anm. 8] 

"OTTENKREUZ
Sage:
Ein Graf namens Otto sei hier erschossen worden
und deshalb sei dieser Stelle
ein steinernes Kreuz errichtet und Ottenkreuz
benannt worden.

 Im Jahr 1555 wurde das Kreuz am "Wormser Weg"
neu aufgestellt.
Im 18. Jahrhundert wurde der Name Ottenkreuz
als Flurname belegt. 

1955 wurde das Ottenkreuz  bei Nachgrabungen gefunden auf einen Betonsockel gestellt
und durch eine Eisenstange gesichert.
Nach mehreren (zum Glück erfolglosen) Versuchen das Ottenkreuz zu stehlen,
wurde es durch dieses Duplikat ersetzt.

Das Original
OTTENKREUZ

ist am linken Seitenteil der Aussegnungshalle auf dem
Friedhof Gau-Odernheim aufgestellt,
somit auch vor Witterungseinflüssen geschützt
und jederzeit zu besichtigen." 

Informationstafel am Ottenkreuz   

0.3.10.Gimbsheim

1760 stand ein steinernes Wegekreuz an einer Weggabelung Obere Guntersblumer Weg / Alter Wormser Weg. Dieses Kreuz musste höchstwahrscheinlich Ende des 18. Jahrhunderts der damaligen Bebauung am westlichen Ortsrand weichen. Eine Nachbildung dieses Wegekreuzes wurde in einer Gemeinschaftsarbeit wieder errichtet und zwar in einer kleinen Grünanlage an der Alsheimer Straße.

0.3.11.Gundheim

2 Wegekreuze:

  • 10.09.2011: Neues Wegekreuz an der Abenheimer Straße direkt an der Autobahn A 61, eingeweiht durch den Heimat- und Verkehrsverein Gundheim (HVG).
  • 2002: Am Lochweg wird ein privat gestiftetes Wegekreuz eingeweiht.

0.3.12.Heimersheim (Alzey)

Im Woog bei Nr. 2, Spätbarock, 18. Jahrhundert. 

0.3.13.Kriegsheim

Wegekreuz offensichtlich vorhanden, ohne nähere Angaben.

0.3.14.Mölsheim

Wegekreuz mit schönem Blick zur dortigen Pfarrkirche St. Ägidius.

0.3.15.Mörstadt

Wegekreuz offensichtlich vorhanden, aber ohne nähere Angaben.

0.3.16.Monsheim

Als Sühnekreuz an der Straße nach Kriegsheim Flur "In den Mühlen", 20 m links zur Zufahrt in den Wertstoffhof. 1 Sage:

  • Die Überlieferung bringt das Mal mit einer kriegerischen Auseinandersetzung in Verbindung, die Monsheim heimsuchte. Unter dem Kreuz wurde ein Soldat bestattet. [Anm. 9]  

0.3.17.Offenheim

2 Wegekreuze:

  • Wegekreuz auf der Höhe des Ortes an der K 9, Flur „Auf dem Kreuz“, stark eingesunkenes Sandsteinkreuz, möglicherweise 14. oder 15. Jahrhundert.
  • Als Sühnekreuz nördlich des Ortes auf dem Erbes-Büdenheimer Landrücken, am westlichen Rand der Kreisstraße.
    4 Sagen:
  • Ein Heerführer ist an dieser Stelle gefallen.
  • Drei Offiziere sind hier bestattet worden.
  • Ein Reiter mit seinem Pferd liegen unter dem Kreuz begraben.
  • Es erinnert an die Wallfahrer aus Offenheim, Mauchenheim, Ilbesheim und Morschheim, die hier ihr Leben verlorenen, als ihre Prozession auf dem Weg zur Beller Kirche vor Eckelsheim von ruchlosen Menschen überfallen wurde. [Anm. 10] 

0.3.18.Rommersheim (Wörrstadt)

Sühnekreuz, Flur "Im Somborn", am alten Ensheimer Weg, über einen befestigten Weg ab dem Sportplatz erreichbar. Über das Alter und mögliche Sagen ist nichts bekannt.

0.3.19.Saulheim

Der Menhir - oder auch "Langer Stein" - von Saulheim steht südöstlich von Ober-Saulheim.[Bild: Elmar Rettinger]

"Der lange Stein", Menhir mit Nische, östlich des Ortes an der L 401.
2 Sagen:

  • Als man den Stein beseitigen wollte, kamen zwei Männer ums Leben. Seither geht die Sage, dass der Stein jeden erschlägt, der ihn umzulegen versucht.
  • Eine andere Erzählung lautet, dass der Teufel den Stein vom Donnersberg her nach dem Ort Wörrstadt geschleudert habe, als er merkte, dass dort eine Kirche gebaut werde. [Anm. 11] 

 

 

0.3.20.Schimsheim (Armsheim)

Lage „Am Kreuz“, Spätbarock, bezeichnet 1796.

0.3.21.Sulzheim

Die Gemeinde besitzt in ihrer Gemarkung drei Wegekreuze und vier Heiligenhäuschen sowie ein Sühnekreuz auf dem Radweg, parallel zur B 420 von Sulzheim nach Wallertheim aus dem Jahre 1526.[Anm. 12]

  • Kreuzung Breiteweg / Bahnhofstr. Foto reliefiert 1823, barocker Unterbau 1732.
  • Auf dem Schildberg, ohne nähere Informationen.
  • im Feld in der Gewann „Johannisbaum“.
  • Als Sühnekreuz im Rommersheimer Feld, 100 m westlich eines befestigten Weges, an der Ecke eines Ackers, 1526.
    3 Sagen:
  • An seinem heutigen Standort erschlugen sich in einem fürchterlichen Kampf zwei Männer gegenseitig.
  • Es erinnert an das verschwundene Dorf Rommersheim.
  • Das Kreuz war das Wahrzeichen des Vieh-, Wein- und Krammarktes, das bis 1700 das Mainzer Zisterzienserinnenkloster "Altenmünster" immer am 25. März jeden Jahres auf der heutigen "Marktgewann" abhielt. [Anm. 13] 

0.3.22.Vendersheim

Am Klauer“, als Kreuzigungsgruppe, Barock, 18. Jahrhundert.

0.3.23.Wendelsheim

Auf den „Kneippwanderweg“ von Offenheim Richtung Wendelsheim befindet sich ein Wegekreuz, keine weiteren Informationen erhältlich.

0.3.24.Westhofen

Nördlich vom Ort, Wegekreuz als Missionsheisje“ zwischen „Nickelgarte“ und dem Aussichtspunkt „Juliusturm“, Alter unbekannt.

0.3.25.Wöllstein

2 Wegekreuze:

  • Auf dem Höllberg, Einweihung eines Feldkreuzes am 24. September 2011, erstellt vom Zimmermann Raimund Birkenmaier aus Lübeck!
  • Als Sühnekreuz auf dem Friedhof, ausgeprägte Malteserkreuzform, keine weiteren Angaben.

0.3.26.Wörrstadt

Sühne- und Pestkreuz gleichzeitig, am Elektrizitätswerk Friedrich-Ebert Straße 94, Hausecke, an der Abzweigund nach Sulzheim, Flur "Steineres Kreuz", 3 Sagen, bezeichnet 1634.

3 Sagen:

  • Es diente als Wegmarkierung an einem Pilgerpfad.
  • Es ist ein Gedächtnismal für die Pest, Cholera und Blattern von 1820.
  • Es wurde damit an ein Gefecht erinnert, das 1664 in der Nähe stattfand. [Anm. 14] 

 

0.3.27.Worms-Abenheim

Das Bild zeigt ein Wegkreuz in Abenheim
Ein liebevoll begrüntes Wegkreuz im Ortskern von Worms-Abenheim[Bild: Torsten Schrade]

Nördlich des Ortes an der K 12, Sockel vermutlich aus dem 18. Jahrhundert, Gusseisenkorpus 19. Jahrhundert.

0.3.28.Worms-Herrnsheim

2 Wegekreuze:

  • Versunkenes Sandsteinkreuz nördlich des Ortes am Abhang des Heierweges, an der L 439, Alter unbekannt.
  • Nördlich des Ortes an der K 18 (Abenheimer Landstraße), barocker Holzkörper auf Kreuzstamm mit Inschriftentafel, Alter unbekannt.

0.3.29.Worms-Pfeddersheim

"Heppenheimer Kreuz", südlich des Ortes am ehemaligen Feldweg nach Heppenheim (Worms), spätmittelalterliches Rotsandsteinkreuz, Sockel bezeichnet 1557.

0.3.30.Worms-Weinsheim

Weinsheimer Wegekreuz.[Bild: Torsten Schrade]
Inschrift am Fuß des Wegekreuzes.[Bild: Torsten Schrade]

Spätgotisches Sandsteinkruzifix, als Gedenk- und Sühnekreuz, erinnert an den gewaltsamen Tod eines Bürgers aus Dirmstein (Pfalz) am 13. Mai 1531. Versehen mit Wappen und Inschrift.

Inschrift auf dem Wöllsteiner Höllkreuz:

„WANDERER BLEIB STEHEN,
BETE FÜR MICH.

BALD KOMMT EIN ANDERER,
DER BETET FÜR DICH“.
2011

Nachweise

Autor: Wolfgang Höpp

Literatur:

Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Landkreis Alzey-Worms:

Die übrigen Verbandsgemeinden des Landkreises Alzey-Worms befinden sich in der Denkmalschnellerfassung im Auftrag des Kultusministeriums 1996/97. Stand aller Unterlagen 27. August 2020.

  • Reck, Adam: Das Ottenkreuz bei Gau-Odernheim, Heimatjahrbuch des Landkreises Alzey 1966.
  • Schnabel, Berthold: Die alten Steinkreuze im Landkreis Alzey-Worms 1974.
  • Schnabel, Berthold: Die Steinkreuze in Rheinhessen 1980.
  • Einträge im Internet unter Eingabe der Kommune mit dem Stichwort "Kulturdenkmal" oder "Liste der Kulturdenkmäler".
  • Einträge im Internet oder auf der Homepage der jeweiligen Gemeinde mit dem Stichwort Wegekeuze.
  • www.suehnekreuz.de

Erstellt am: 04.03.2021

Anmerkungen:

  1. www.erbes-buedesheim.deZurück
  2. Berthold Schnabel - Die Steinkreuze in Rheinhessen 1980, S. 137-138. Zurück
  3. www.kreuzstein.euZurück
  4. www.Floersheim-Dalsheim.deZurück
  5. Berthold Schnabel - Steinkreuze in Rheinhessen. 1980 S.141 Ziffer 5.1. Zurück
  6. www.gabsm.de/kr/index.html Zurück
  7. www.gabsm.de/kr/index.html Zurück
  8. Berthold Schnabel - Die Steinkreuze in Rheinhessen 1980, S. 124-126; Berthold Schnabel - Die alten Steinkreuze im Landkreis Alzey- Worms 1974 Ziffer 2.1; Adam Reck: Das Ottenkreuz bei Gau-Odernheim, Heimatjahrbuch des Landkreises Alzey 1966. Zurück
  9. Berthold Schnabel - Die Steinkreuze in Rheinhessen 1980, S. 119-120. Zurück
  10. Berthold Schnabel - Die Steinkreuze in Rheinhessen 1980 S. 122-124. Zurück
  11. Otto Gödel - Der Lange Stein in: Menhire 1987 S. 130 Nr. 38. Zurück
  12. www.sulzheim-rhh.deZurück
  13. Berthold Schnabel - Die Steinkreuze in Rheinhessen 1980, S. 133-136; Berthold Schnabel - Die alten Steinkreuze im Landkreis Alzey-Worms 1974, S. 45. Zurück
  14. Berthold Schnabel - Die Steinkreuze in Rheinhessen 1980, Seite 113-115.    Zurück