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Balduin von Luxemburg

Geb. ca. 1285 Luxemburg, gest. 21.1.1354 Trier, Mainzer Gegenbischof 1328-1337.

Nach dem Tod Erzbischof Matthias wurde erneut Balduin von Trier vom Domkapitel zum Administrator gewählt. In seiner Wahlkapitulation musste er dem Domkapitel dafür versprechen, die erzbischöflichen Schulden an der Kurie zu bezahlen und die Rechte des Domkapitels zu wahren. Zu letzteren zählten besonders die Steuerfreiheit der Geistlichen, die Befreiung vom weltlichen Gericht und die Zusicherung des Erzbischofs, dass ausschließlich Adelige Domkapitulare werden dürften. Diese Rechte der Geistlichen wurden in Mainz wie in anderen Städten heftig von der Bürgerschaft angefeindet. Die Stadt Mainz wandte sich somit gegen den Kandidaten des Domkapitels und erkannte den vom Papst erhobenen Erzbischof Heinrich von Virneburg an. Erzbischof Balduin setzte seine Herrschaft mit Macht durch. Er ließ Eltville und Flörsheim befestigen und konnte so die Mainzer Handelswege stören. In Eltville errichtete er die Martinsburg, die in den folgenden 200 Jahren den Mainzer Erzbischöfen als Residenz dienen sollte. Die Mainzer gaben schließlich nach und schlossen 1332 mit Erzbischof Balduin Frieden. Balduin wurde im Dom zu Trier beigesetzt.