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Lothar Friedrich von Metternich-Burscheid (1673–1675)

Lothar friedrich von Metternich-Burscheid[Bild: Public Domain]

Bei seiner Wahl zum Mainzer Erzbischof am 13. Mai 1673 konnte Lothar Friedrich von Metternich-Burscheid schon auf eine lange Regierungszeit als Bischof von Speyer zurückblicken (Wahl im Jahre 1652). Doch seine vielschichtigen Erfahrungen konnte er kaum einbringen - seine Amtszeit sollte nur drei Jahre dauern. Zu Beginn seiner Regierungszeit überschatteten die Probleme mit dem französischen Nachbarn den Kurstaat. Dem Reichskrieg gegen Ludwig XIV. stimmte der Kurfürst zu, doch schon bald mussten Niederlagen eingestanden werden - die französischen Truppen rückten vorübergehend in das kurfürstliche Territorium ein. Im Mai 1675 wurden sogar kaiserliche Truppen in Mainz stationiert. Der Kurfürst verstarb nur einen Monat später. Geschwächt von zwei Schlaganfällen im vorangegangenen Jahr hatte der Kirchenmann ehedem nur noch sehr wenig über die Geschicke des Kurfürstentums bestimmen können.

Trotz der Versuche von Kurfürst Johann Philipp von Schönborn, den Hexenglauben zu unterbinden und Prozesse zu verbieten, kam es unter Kurfürst Lothar Friedrich von Metternich-Burscheid zu erneuten Beschuldigungen. Im Januar 1675 gab es in Lorch Untersuchungen, welche aber später eingestellt wurden. Es konnte bewiesen werden, dass, nur um die Angeklagten zu diffamieren, die Beschuldigungen erhoben worden waren. Auch in Dumbach und Amorbach kam es 1574/1675 zu Klagen.

Nachweise

Verfasser: Silvia Keiser