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Habsburger

Nach der Habsburg (Schweizer Kanton Aarau) benanntes deutsches Fürstengeschlecht,

Nach der Habsburg (Schweizer Kanton Aarau) benanntes deutsches Fürstengeschlecht, ursprünglich im Elsass und in der Schweiz, dann auch in Schwaben begütert. Die Habsburger erlangten 1273 mit Rudolf I. (1273-1291) zum ersten Mal die deutsche Königswürde. Rudolf gewann im Kampf gegen den Böhmenkönig Ottokar Österreich, Krain und Steiermark. Seit Albrecht II. (gest. 1439) blieb die deutsche Königskrone ununterbrochen bei den Habsburgern. Maximilian I. (gest. 1519) erheiratete Burgund, sein Sohn Philipp der Schöne (gest. 1506) den gesamten spanischen Besitz in Europa und Amerika, dessen Sohn Ferdinand I. (gest. 1564) Böhmen und Ungarn. Größte Machtentfaltung unter Karl V. (gest. 1558), in dessen Reich "die Sonne nicht unterging". 1521 und 1522 Teilung in eine spanische und eine österreichische Linie. Jene starb 1700 aus, diese 1740 im Mannesstamme.

 

Die Heirat Maria Theresias, der Erbin Karls VI. mit Franz Stephan von Lothringen (1736) begründete das Haus Habsburg-Lothringen, dem auch die bis 1858 regierenden Sekundogenituren in Modena und Toskana entstammten. 1806 legte Franz II. (gest. 1835), der schon 1804 den Titel Kaiser von Österreich angenommen hatte, die deutsche Kaiserkrone nieder. Mit Karl I. (gest. 1922) verloren die Habsburger 1918 den österreichischen Kaiserthron.

 

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