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Hofämter

Seit merowingischer Zeit an den germanischen Höfen die obersten Beamten des Palastes, unter die die einzelnen Dienstzweige verteilt waren, die zugleich die obersten Beamten des Landes waren und in ihren Verwaltungszweigen die betreffende Gerichtsbarkeit ausübten. Es waren zunächst vier: Marschall, Mundschenk, Schatzmeister oder Kämmerer, Truchsess oder Seneschall. Hinzu trat bald als fünftes der Kanzler. Die Ämter waren schon früh erblich. Die Entwicklung war in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich. In Deutschland wurden die Hofämter die Grundlagen der Territorien. Amtsinhaber erlangten als Kurfürsten die tatsächliche Leitung des Reichs; Amtsinhaber wurden zu eigentlichen Ministern. Im späteren Mittelalter wurden die Hofämter teils zu erblichen Ehrenämtern (Bedeutung nur am Hof). Zahl und Namen wechseln überall; in der Regel nahm die Zahl immer mehr zu, besonders in der Neuzeit. Früh erscheinen Hofmeister, Küchenmeister, Stallmeister, Zeremonienmeister und weitere.

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