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Dr. Robert Barth

Mainzer Oberbürgermeister mit einer Amtszeit 1934-1942, geb.1900, gest. 1942.

Robert Barth wurde am 25.1.1900 in Goddelau geboren. Nach der widerrechtlichen Absetzung Dr. Wilhelm Ehrhards setzten die Nationalsozialisten als kommissarischen Oberbürgermeister zunächst Philipp Wilhelm Jung, den damaligen Präsidenten des Hessischen Landtags, ein. Zwei Monate später wurde Jung durch den Juristen Dr. Robert Barth, nach dem 30. Januar 1933 zeitweise Polizeidirektor von Worms und von Mainz, als kommissarischem Oberbürgermeister abgelöst. Barth, seit 1931 NSDAP-Mitglied, hatte ab August 1933 auch die Funktion eines kommissarischen Kreisleiters der NSDAP im Kreis Mainz inne. Am 2. Januar 1934 wurde Barth endgültig zum Oberbürgermeister von Mainz "gewählt", auch wenn die kommunale Selbstverwaltung längst zerstört war und ein demokratisch gewählter Stadtrat nicht mehr existierte. Bei Kriegsbeginn meldete sich Barth freiwillig zur Wehrmacht und fiel am 15. Mai 1942 an der Ostfront.